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4 Anlagestrategien – von klassisch bis innovativ

Zwei Wissenschaftler vertreten konträre Denkrichtungen und teilen sich trotzdem einen Nobelpreis. Klingt absurd, aber mit Eugene Fama und Robert Shiller beschreiben zwei der drei Preisträger des Nobelpreises für Wirtschaft 2013 das Geschehen auf den Finanzmärkten sehr unterschiedlich. Anlass genug, verschiedene Anlagestrategien vorzustellen.

Die oberste Regel vorweg: Diversifiziere! Der Handel mit Aktien ist immer spekulativ, Sicherheiten gibt es nicht – daher sollten Anleger nicht nur auf ein Pferd setzen.

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1) klassisch: Value Investing – Finde die unterbewerteten Aktien
Das Value Investing geht auf den Vater der Wertpapieranalyse, Benjamin Graham zurück. Die Grundidee ist einfach: Finde Unternehmen, die an der Börse unterbewertet sind und kaufe deren Aktien. Der Wert an der Börse (Aktienanzahl x Kurs) muss demnach mit dem „inneren“ oder „intrinisischen“ Wert eines Unternehmens verglichen werden, der unter anderem durch finanzielle Mittel, Gebäuden und Maschinen charakterisiert ist. Der bekannteste Verfechter das Value Investings ist Waren Buffett, der seit mehr als sechs Jahrzehnten – zum Beispiel mit Investitionen in Coca Cola – weit höhere Renditen als der Markt erzielt. Nach Angaben des „Forbes“-Magazins ist er drittreichster Mensch der Welt – allein durchs Value Investing.

Weiterführender Lese-Tipp: Das Manager Magazin nennt „9 Gründe, warum Warren Buffet reicher ist als Sie“.

2) Kennziffern – Kaufen nach Zahlen
Viele Profis greifen gerne auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zurück, um Unternehmen einer Branche zu vergleichen. Ein niedrigeres KGV bedeutet, dass gleiche Gewinne (pro Aktie) zu einem geringeren Preis (Aktienkurs) gekauft werden können, die Investition beruht also auf relativen Aspekten. Absolut gesehen gelten einstellige KGVs (KGV < 10) als gut; je niedriger das KGV, desto günstiger die Aktie. Die meisten Online-Portale geben das KGV einer Aktie auch direkt aus, so dass keine aufwendige Recherche nötig ist. Trotzdem sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da zukünftige Gewinne nur zu schätzen sind und die Zuverlässigkeit von Finanzdaten nicht immer gewährleistet ist. Die lange unabsehbare Dimension von Umsätzen und Gewinnen hat in der jüngeren Geschichte zum Beispiel die Bewertung von Facebook zu einer äußerst schwierigen Aufgabe gemacht.
Neben dem KGV gibt es weitere, ähnlich funktionierende Kennzahlen, zum Beispiel das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) und das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV).

Wie schätze ich eine Aktie richtig ein?“ – Mit den wichtigen Kennzahlen von Aktien hat sich auch die Süddeutsche Zeitung auseinandergesetzt.

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3) Wachstumsinvestitionen – kaufe, was Zukunft hat
Für Wachstumsinvestoren ist nicht der Preis, sondern sind die Wachstumsaussichten eines Unternehmens der wesentliche Faktor bei Investitionen. Philip Fisher, Vorreiter dieser Idee, hat diese in seinen berühmten 15 Punkten beispielsweise am Engagement in der Forschung, der Integrität und Zugänglichkeit des Managements oder auch Industrie-Kontakten festgemacht. Sein berühmtestes Investment ist wohl der Kauf von Motorola-Aktien in den 1950er Jahren, als das Unternehmen noch ein kleiner Radio-Hersteller war. Das Planspiel Börse bietet natürlich keinen Zeithorizont, um solche langfristig angelegte Strategien erfolgreich umzusetzen. Kurzfristig findest du ja vielleicht ein Unternehmen, das vom Weihnachtsgeschäft stark profitiert und dessen Aktien eine gute Rendite für das Planspiel erzielen? Ein bisschen Arbeit, Wissen und Überlegung gehört immer dazu. Nicht zu vergessen die immer mitspielende Unsicherheit.

Auch Berlins Vorjahressieger haben bei ihren Entscheidungen das Weihnachtsgeschäft und neue Produkte berücksichtigt, wie sie im Video von der Preisverleihung erzählen.

4) innovativ – Investiere in das, was du kennst
Etwas einfacher hat es sich auch deshalb der ebenso bekannte wie umstrittene Sozialwissenschaftler Gerd Gigerenzer gemacht. Für das Börsenspiel des Magazins Capital bildete er sein Portfolio aus den 10 Aktiennamen, die 100 Berliner unter 50 Aktien am häufigsten wiedererkannten. „Investiere in das, was du kennst“ nennt er die Strategie, mit der er besser war als 88% der teils professionellen Konkurrenten mit komplexen Methoden und Hochleistungscomputern. Selbstverständlich ist auch diese Strategie kein sicheres Rezept für sichere und hohe Gewinne, aber beachtlich ist es allemal.

Foto: „Warren Buffett KU Visit“ by Mark Hirschey – Work of Mark Hirschey. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Commons.

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