Berliner Sparkasse  

Auf der Suche nach einem zweiten Google

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jonathan bonge

Jonathan Bonge (22) hat in diesem Jahr bei der Berliner Sparkasse die Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert. Seit dem Sommer arbeitet er als Kundenberater im Bereich Privatkunden. Mit uns sprach er über seine ersten Börsenerfahrungen, den Nutzen des Planspiel Börse und die Suche nach dem zweiten Google.

„Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld“ von Dirk Müller

In der Ausbildung bei der Berliner Sparkasse ist das Planspiel Börse fest eingeplant. Kanntest du das Spiel schon aus der Schule?
Leider haben uns unsere Lehrer nicht auf das Spiel aufmerksam gemacht. Meine Mutter hat mir damals allerdings eine andere Börsensimulation gezeigt. Meine Oma, die viel an der Börse gehandelt hat, schenkte mir dazu ein Buch des bekannten Finanzexperten Dirk Müller.

Du hast dich also schon vor der Ausbildung für die Börse interessiert?
Definitiv. Zum einen hat mir das Buch gezeigt, welche Möglichkeiten es an der Börse gibt. Zum anderen habe ich mit kleineren Beträgen erste reale Erfahrungen sammeln können – anfangs ohne eigenes Depot, da ich noch keine 18 war. Aber meine Mutter hat für mich gehandelt und selbst mitgemacht.

Deine Familie hat dich offensichtlich inspiriert.
Ja. Dazu fällt mir auch noch eine Anekdote ein: Meine Mutter hat zu den Anfangszeiten von Google überlegt, Aktien zu kaufen. Sie dachte aber, das Internet würde sich niemals durchsetzen…

Das ist natürlich bitter.
Sie kann die Geschichte aber auch mit einem Lächeln erzählen. Ich habe mir daraus abgeleitet, dass ich vielleicht irgendwann ein zweites Google finden kann. (lacht)

Das wünschen sich wohl viele. Wie hast du dich denn während des Planspiels informiert, um die richtigen Aktien zu finden?
Einerseits haben die Erfahrungen und die Grundkenntnisse aus der Ausbildung natürlich geholfen. Um immer informiert zu sein, habe ich verschiedene Apps wie zum Beispiel Finanzen100 oder finanzen.net heruntergeladen. Dort gibt es gefühlt alle 10 Minuten News, die man bewerten und für sich nutzen kann. Viel zu lesen ist aus meiner Sicht das A und O, um gute Entscheidungen treffen zu können.

Warst du mit deiner Spielgruppe erfolgreich?
Wir hatten lange sehr gute Chancen auf den Sieg im Azubi-Wettbewerb. Aber irgendwann verlor eine Aktie von uns sehr stark, ich glaube Hugo Boss. Damit sind wir dann auf Platz 4 abgefallen. Wir waren zufrieden, ein bisschen mehr Glück hätten wir aber auch akzeptiert.(lacht)

Mal ganz unabhängig vom Ergebnis: Wie hast du das Planspiel Börse wahrgenommen? Hast du wertvolle Erfahrungen sammeln können?
Das Planspiel Börse ist schon sehr real und hat mir einen Blick für die Dimensionen verschafft, um die es an der Börse gehen kann. Ich habe privat ja nur mit wenigen Euro gespielt, die ich über hatte. Aber 10.000 Euro zu investieren und zu sehen, wie die Aktien ein paar Wochen später nur noch 3.000 Euro Wert sind: das tut schon weh. Auch, wenn es fiktiv ist. Mit diesen großen Summen habe ich nicht nur die Chancen, sondern erstmals auch sehr bewusst die Risiken von Aktiengeschäften wahrgenommen.

Eine andere Frage, vor der jede Spielgruppe steht ist: „Wie treffen wir gemeinsam Entscheidungen?“ Wie habt ihr euch geeinigt?
Wir hatten verschiedene Überlegungen: Da wir uns während der Ausbildung nicht täglich gesehen haben, wollten wir erst jedem ein Drittel des Budgets geben und dann selbständig verwalten lassen. Aber wir wollten ja zusammen spielen. Dann haben wir überlegt, jedem eine Art Veto-Recht einzuräumen.

Das hieße, jede Transaktion muss von allen Mitspielern abgesegnet werden. Alternativ könnte man sich auch auf das Mehrheitsprinzip verständigen.
So machen es wahrscheinlich auch die meisten. Am besten ist es natürlich, wenn die Teams in der Gruppe diskutieren und dann gemeinsam eine Entscheidung fällen. Nach welchem Prinzip auch immer.

Die Azubi-Blogger vom Team Pseudonym (rechts: Jonathan Bonge)

Azubi-Blogger: Matthias, Tim und Jonathan vom Team Pseudonym

Zum Abschluss möchten wir noch ein paar Fragen zu deinem persönlichen Werdegang stellen. Zuerst: Wie bist du zur Berliner Sparkasse gekommen?
Ich habe mich nicht nur bei der Berliner Sparkasse beworben, das muss ich ganz ehrlich sagen. Es hat mich aber schon sehr gereizt, in einem so großen Unternehmen und in Berlin zu arbeiten. Die Schnelligkeit im Auswahlprozess war am Ende auch entscheidend. Online-Test, Bewerbungsgespräch und Kennenlern-Treffen: Alles hat innerhalb von einem Monat stattgefunden.

Nach der Ausbildung wurdest du auch direkt übernommen. Wo arbeitest du jetzt?
Ich arbeite in der Personalreserve. Das heißt: Ich helfe in verschiedenen Filialen aus, wenn dort Engpässe entstehen. Mit gefällt vor allem, dass ich dadurch die Vielfalt der Berliner Sparkasse und viele Kollegen kennenlerne – von der kleinen Filiale mit drei Mitarbeitern bis zu großen, sehr hoch frequentierten Centern wie am Alexanderplatz.

Welche Rolle spielt die Börse in der Beratung?
Im PrivatkundenCenter beraten wir Kunden rund um den Zahlungsverkehr sowie zum Thema Sachversicherungen. Wir versuchen aber schon, die Menschen dafür zu sensibilisieren, dass es Alternativen dazu gibt, sein Geld für fast keine Zinsen auf dem Sparbuch liegen zu lassen. Sobald es um die Verwaltung von Vermögen oder die Geldanlage geht, vermitteln wir die Kunden an unsere Experten im BeratungsCenter.

Und wo siehst du dich in der Zukunft?
Irgendwann würde ich auch gerne im BeratungsCenter arbeiten und die Menschen über die Chancen und Risiken an der Börse informieren und sie bei der Geldanlage betreuen und beraten.

Bis dahin legst du zumindest dein eigenes Geld an der Börse an?
Zunächst ist die Absicherung wichtig: Daher habe ich mit der ersten Ausbildungsvergütung das FondsSparen begonnen, das bei der Berliner Sparkasse ab 25 Euro im Monat möglich ist. Wenn ich Geld übrig habe, spekuliere ich auch ein bisschen. Aber hier gilt Regel Nummer Eins: Niemals mit Geld spielen, das man nicht über hat.

Ein schönes Schlusswort, dem sich die Planspiel-Börse-Redaktion gerne anschließt. Auch bei dem Einsatz von fiktivem Kapital sollte man das nicht aus den Augen verlieren.

 

Übrigens: Im Rahmen eines Schreibwettbewerbs hat Jonathan Bonge mit seinem Team Pseudonym auch Artikel für den Azubi-Blog geschrieben. Das Dreierteam zeigte auch da großes Interesse für Themen wie Börse und Wertpapiere und stellte z.B. verschiedene Alternativen zum Sparbuch vor oder gab erste nützliche Tipps für den Anfang an der Börse.

 

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