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Auf Du und Du – Generationenwerkstatt macht’s möglich

Für die 70 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Abteilungen, Altersgruppen und Führungs- sowie Fachebenen, die Anfang Juli bei der Generationenwerkstatt am Wannsee zusammenkamen, war der Einstieg etwas unkonventionell. Um eine lockere Atmosphäre zu schaffen und die Distanz abzubauen, wurden zu Beginn alle ermuntert, sich mit Vornamen anzusprechen.

Danach musste jeder Teilnehmer seinen Namen und das gefühlte Alter auf einem Klebezettel aufschreiben. Eine Herausforderung, wie viele fanden. Auch ich war überrumpelt und zuerst etwas skeptisch, ob die direkte Anrede mit dem Vornamen aus dem Mund eines Azubis gegenüber einer Führungskraft, nicht doch etwas zu gewagt sei. Aber so war das Konzept angelegt und wieso sollten wir Auszubildende anders behandelt werden?

Kreatives Miteinander
An diesem Tag sollte produktiver Spaß in Teams mit schneller und strukturierter, generationsübergreifender Arbeitsweise zu einem anderen Verständnis des Miteinanders sowie einer anderen Art des kreativen Arbeitens führen.

Dann steht man als Auszubildender in einem Team mit völlig fremden Kollegen und bemüht sich die Vornamen zu merken. Eigentlich eine Wunschvorstellung eines jeden Azubis. Im Alltag völlig selbstverständlich. Verbringen wir nicht die meiste Zeit unserer Arbeitswoche mit diesen Kollegen? Sollte man sich nicht gerade an einem langen Arbeitstag wohl am Arbeitsplatz fühlen? Führt die Ansprache mit Vornamen wirklich gleich zur Respektlosigkeit? Wenn „Nein“, warum dann überhaupt noch „Sie“? Falls „Ja“, wusste ich nicht, dass ich meiner Oma Gertrud gegenüber jedes Mal respektlos bin, wenn ich sie sonntags um einen Gefallen bitte.

Dennoch ging mir der ängstliche Gedanke durch den Kopf: “Jetzt kann ich meine Übernahme völlig vergessen, nur ein falsches Wort und ich bin raus.“ Mit Erstaunen stellte ich fest, dass nicht nur ich dem Ganzen mit etwas Unwohlbehagen entgegen trat. Denn auch die anderen Teilnehmer aus den verschiedenen Bereichen, taten sich zu Anfang schwer.

Wir wurden in verschiedenen generationsgemischten Teams aufgeteilt und hatten die Aufgabe, zu verschiedenen Themenfelder wie z.B. Fehlerkultur, Arbeitgeberattraktivität, Work-Life-Balance, Transparenz, Wissenstransfer, interne Vernetzung gemeinsam innovative Ideen zu entwickeln. Zum Warmwerden gab es ein paar Kennenlernspiele. Professionelle Coaches betreuten die Teams und forderten innerhalb kürzester Zeit maximale Kreativität. Der Anspruch war es, unter Zeitdruck im Team Kompromisse einzugehen, um Ergebnisse vorlegen zu können. Jede Gruppe stellte zum Abschluss des Tages ihr jeweiliges Themenfeld und ihre ausgearbeiteten Prototypen vor.

Keine Eintagsfliege
Wir wurden motiviert, die unvollendeten Projekte weiter auszubauen, um diese bis zum nachfolgenden Follow-up-Frühstück samt Erfolgsberichten zu präsentieren. Die Teams trafen sich teilweise mehrmals, um Ideen auszutauschen und diese dann zu formulieren. Man wuchs zusammen und lernte sich noch besser kennen.

team-triple-pen

Der Tag des Follow-up-Frühstücks begann für uns Azubis etwas stressig, da wir vorher Berufsschulunterricht hatten und das Treffen bereits um 10 Uhr begann. Um gestärkt in die Präsentationen übergehen zu können, gab es aber gleich zu Beginn kleine Häppchen bei nettem Ambiente. Der Kinosaal, in dem die Veranstaltung stattfand, war gut gefüllt. Die Teams haben aufgrund ihrer unterschiedlichen Ziele und Ideen diverse Präsentationstechniken vorgeführt. Tatsächlich gab es schon einige Erfolge zu verzeichnen. Von einem internen Facebook bis zum Innovationscafe war Einiges dabei. Der Willen, etwas ändern zu wollen, war im ganzen Raum zu spüren. Ein Projekt – das Fehlertheater – hat es sogar bis in die Betriebsversammlung geschafft.

Die Generationswerkstatt hat bewiesen, wozu die Bündelung der Fähigkeiten und der kreativen Energie von unterschiedlichen Generationen fähig ist. Das „Du“ war der Entstieg in ein Denken ohne Hierarchien. Das „Du“ hat uns ermöglicht, Dinge gemeinsam zu gestalten und zu entwickeln. Beim „Du“ ist es auch unter einigen Generationswerkstattlern geblieben.


Euer Team „triple pen“

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