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Augen auf beim Gebrauchtimmobilienkauf

Die Lage ist zentral und trotzdem ruhig, es ist ein Garten dabei, die Zimmer sind praktisch geschnitten. Zwar hat das Haus schon einige Jahre hinter sich, aber es gefällt Ihnen. Sicher: Es muss einiges getan werden, aber eigentlich haben Sie sich schon entschieden, als Sie durch die Tür getreten sind. So geht es oft bei der Immobiliensuche.

Zusätzliche Aufwände mitberücksichtigen
Secondhand hat häufig einen besonderen Charme und ist außerdem noch preiswerter. Weiterer Vorteil von bereits genutzten Immobilien ist, dass man sie im fertigen Zustand besichtigen und eventuell früher einziehen kann. Doch mit dem reinen Kaufpreis ist es nicht getan. Denn neben den üblichen Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Maklergebühren, kommen noch die Aufwände für Renovierungen und Umbauten. Und schaut der Käufer nicht so genau hin, kann es noch teurer werden: Vielleicht ist der Keller feucht, es regnet durchs Dach, im Badezimmer hat sich Schimmel ausgebreitet oder die Holzbalken sind morsch.

Gekauft wie gesehen
Kaufen Sie das Haus, ohne sich darüber im Klaren zu sein, kommen möglicherweise ungeplante Kosten für die Beseitigung der Mängel auf Sie zu. „Genau hinsehen!“ heißt daher die Devise. Denn nach der Übergabe des Objekts können Sie keine Ansprüche mehr gegen den Verkäufer geltend machen. Nach dem Grundsatz „Gekauft wie gesehen“ wird bei dem Kauf von Gebrauchtimmobilien die Gewährleistung regelmäßig ausgeschlossen. Zwar ist der Verkäufer verpflichtet, ihm bekannte Mängel zu offenbaren, aber manchmal kennt er auch nicht alle Tücken des Objekts.

Energieausweis ermöglicht ersten Überblick
Der Ausweis, den jeder Verkäufer auf Nachfrage vorlegen muss, gibt Hinweise auf den zu erwartenden Energiebedarf und über mittelfristig anstehende Modernisierungsmaßnahmen. Besonders aussagekräftig ist der sogenannte Energiebedarfsausweis. Dieser beruht auf einer Untersuchung des Gebäudes durch einen Experten, der zum Beispiel den Zustand der Dämmung und der Heizung bewertet. Damit gibt der Bedarfsausweis dem Käufer eine klare Information über den energetischen Zustand des Gebäudes. Der so genannte Verbrauchsausweis basiert dagegen auf einer Auswertung des Energieverbrauchs der vergangenen drei Jahre. Der Verbrauch ist allerdings sehr stark von den individuellen Gewohnheiten der Bewohner abhängig: Wer selten zu Hause ist und dementsprechend wenig heizt, verbraucht natürlich weniger. Auch ein langer Leerstand kann bei verbrauchsbasierten Ausweisen zu irreführend niedrigen Werten führen. Mit einer einfachen Farbskala von grün bis rot macht der Energieausweis den energetischen Zustand eines Hauses erkennbar. Liegt die Bewertung im grünen Bereich, ist der Zustand sehr gut. Wurde die Immobilie auf der roten Seite eingestuft, ist mit hohen Heizkosten und Investitionsbedarf zu rechnen.

Expertenrat einholen
Unabhängig davon haben Sie die Möglichkeit, die Immobilie vor der Vertragsunterschrift mit einem Bausachverständigen oder einem Architekten zu besichtigen. Der kann zwar auch nicht in die Mauern hineinsehen, hat aber eine andere Sicht der Dinge und vor allem emotional ein distanziertes Verhältnis zum Haus oder zu der Wohnung. Mit seiner Hilfe können Sie erforderliche Mehrkosten ermitteln und gleich in die Finanzierungsplanung einfließen lassen. Lassen sich bei gravierenden Mängeln die Folgekosten nicht abschätzen, heißt es Abstand nehmen vom Kauf, so sehr Sie sich auch in Haus oder Wohnung verliebt haben. Noch besser ist natürlich, wenn Sie bei einem Experten ein Gutachten in Auftrag geben. Dann untersucht er das Objekt der Begierde ganz genau und Sie wissen im Voraus, welche weiteren Kosten auf Sie zukommen könnten. Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie unsere Immobilienspezialisten an. Sie unterstützen Sie nicht nur bei der Suche nach Ihrer Wunschimmobilie und in Fragen rund um die Baufinanzierung, sondern können Ihnen auf Wunsch und bei Bedarf auch den Kontakt zu entsprechenden Fachexperten (Rechtsanwälten, Notaren, Architekten, Gutachtern oder Energiesparberatern) aus unserem umfangreichen Netzwerk vermitteln.

 

 

Partenheimer_web

Immobilien-Experte Andreas Partenheimer ist Leiter Immobilienfinanzierung Private Kunden bei der Berliner Sparkasse. Seit mehreren Jahren begleitet er Kunden auf ihrem Weg ins eigene Zuhause. In unserer Rubrik „Baufinanzierung“ gibt er regelmäßig praktische Tipps rund um das Thema Bau und Immobilien, stellt nützliche Tools vor und erklärt komplexe Zusammenhänge – einfach und verständlich.

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