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Besonderer Flügel für besonders begabte Schüler

eingestellt von Tanya Zlateva am 14. Oktober 2018 | Kategorie: Gut für Berlin

Die Lehrer und Schüler des Beethoven-Gymnasiums in Steglitz durften sich am Nachmittag des 1. Oktober über ein wertvolles Geschenk mit einer ganz persönlichen Geschichte freuen – den von Hermann Strauß über die Stiftung Berliner Sparkasse an die Schule gestifteten Bösendorfer-Flügel.

Musik war ein integraler Bestandteil seines Lebens
Hermann Strauß liebte die Musik. Täglich spielte der ehemalige Lehrer für Altgriechisch und Latein am Gymnasium Steglitz auf seinem Bösendorfer-Flügel und ging seit 1958 zwei Mal wöchentlich in die Berliner Philharmonie. „Es war beeindruckend, die Sammlung seiner Karten wie auch seine große CD- und Plattensammlung zu sehen“, erklärte Testamentvollstreckerin Ines Fasting an diesem Nachmittag den anwesenden Gästen. Als Testamentsvollstreckerin war sie für die Verwaltung seines Nachlasses zuständig. In den 2000er Jahren lernte sie Hermann Strauß persönlich kennen. „In seiner Zeit als Lehrer war ihm daran gelegen, jungen Menschen etwas beizubringen und er wäre sehr stolz darüber, dass der Flügel es hierher geschafft hat“, sagte Fasting. Zuletzt lebte der im vergangenen Sommer Verstorbene in einer Seniorenresidenz und spielte täglich auf dem Bösendorfer-Flügel.

Ein Nachlass von außerordentlichem Wert
Weltweit erfreuen sich Pianisten aus den Bereichen Jazz und Klassik der Flügel aus dem Hause Bösendorf. Ob neu oder gebraucht – Bösendorfer-Flügel haben einen hohen Wert. So handelt es sich bei dem Instrument aus dem Jahre 1990 um ein ganz besonderes Geschenk, das die Schule sich finanziell niemals hätte leisten können. „In Dank und in Vorfreude auf das, was ein Mensch, dessen Leben zu Ende ging, uns vermacht hat, möchte ich jetzt alle bitten, sich zu erheben und einen Moment still zu sein“, sagte Schulleiterin Dr. Neukirchen bei ihrer Eröffnungsrede. Sie dankte der Stiftung Berliner Sparkasse wie auch dem Förderverein, sowie den anwesenden Lehrern und Schülern.

Gutes tun und darüber sprechen
„Uns zeichnet aus, dass wir sehr genau und zielgerichtet Projekte aussuchen, damit wir dort fördern können, wo Hilfe am meisten benötigt wird. Wir finden, dass dieses Instrument hervorragend zum Beethoven-Gymnasium mit seinem musischen Schwerpunkt passt und haben uns daher entschieden, gerade dieser Schule dieses wertvolle Instrument zu stiften“, erklärte Carsten Otto, Geschäftsführer der Stiftung Berliner Sparkasse. Dass das Instrument in den richtigen Händen ist, zeigten vier Schüler bei der Einweihung des Flügels. Die Jugendlichen beeindruckten mit Werken von Frédéric Chopin, Jean Sibelius, Ludwig van Beethoven und Claude Debussy, die sie an diesem Nachmittag für das Publikum auf dem Flügel spielten.

Immer mehr Stifter und Spender vertrauen der Stiftung Berliner Sparkasse. So konnten rund 300 Projekte mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro in den letzten acht Jahren gefördert werden. Der Schwerpunkt der Stiftung liegt in den Bereichen Chancengleichheit und Bildung von Kindern und Jugendlichen, sie fördert aber mit ihrem breiten Stiftungszweck auch Projekte in den Sparten Kunst und Kultur, Sport, Jugend- und Altenhilfe, Denkmalpflege, Tier- und Naturschutz wie auch in der Wissenschaft und Forschung. Neben der Projektförderung informiert die Stiftung auch über Spenden und Zustiftungen und wickelt Nachlässe ganz individuell nach den Wünschen des Erblassers ab, wie der heutige Tag so gut zeigt.

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