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Der Energieausweis für Immobilien – ein wichtiges Entscheidungskriterium

von Tanya Zlateva am in ServiceKommentieren

Der perfekte Grundriss, ein nach Süden ausgerichteter Garten oder die verkehrsgünstige Lage – es gibt viele Aspekte, von denen Immobilienkäufer eine konkrete Vorstellung haben. Dabei sollten sie den Blick in den Energieausweis nicht vergessen. Denn er gibt Hinweise auf den zu erwartenden Energieverbrauch und über mittelfristig anstehende Modernisierungsmaßnahmen.

Was verrät der Energieausweis über die Immobilie

Pressegrafik_EnergieausweisVom Kauf elektrischer Geräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränken kennt man eine Kategorisierung nach Buchstaben: A++ erhalten Geräte, die wenig Energie benötigen. In Energieausweisen findet sich diese Kategorisierung nach Buchstaben auch wieder. Allerdings ist der höchste Wert, der erreicht werden kann, ein A+. Ihn bekommen Passivhäuser, die kaum Energie benötigen. Der schlechteste Wert, den ein Haus erreichen kann, ist H. Gekoppelt an die Buchstaben ist außerdem ein Kennwert: Je höher er ist, desto mehr Energie verbraucht das Haus. Der schlechteste Wert liegt bei 250 – und damit auf einem grün-gelb-roten Diagramm weit hinten im roten Bereich. In diesem Bereich landen in der Regel nicht sanierte Altbauten.

Damit mögliche Käufer und Mieter von Anfang an über den energetischen Verbrauch einer Immobilie informiert sind, muss der Verkäufer oder Vermieter die energetischen Werte schon in seiner Anzeige nennen. Bei der Wohnungsbesichtigung muss er zudem den Energieausweis unaufgefordert vorlegen. Die BSK Immobilien GmbH – Immobilienvermittler der Berliner Sparkasse – unterstützt die Verkäufer von Immobilien bei der Beschaffung des erforderlichen Energieausweises.

Was der Energieausweis nicht aussagt
Wie hoch die Heizkosten für ein Haus sind, können Interessierte trotzdem nicht am Ausweis ablesen. Denn das tatsächliche Heizverhalten hängt von vielen individuellen Faktoren ab: Wer schnell friert, wird die Heizung höher drehen und dementsprechend mehr zahlen. Ein Bedarfsausweis liefert belastbarere Ergebnisse als ein Verbrauchsausweis, der auf alten Heizkostenabrechnungen beruht. Beim Bedarfsausweis wird durch die Berechnung eines Experten festgehalten, wie viel Energie das Gebäude theoretisch verbraucht. In diese Berechnung fließt beispielsweise ein, wie das Haus gedämmt ist und was für eine Heizung es dort gibt. Die im Energieausweis genannten Werte sind so umgerechnet, dass ein Vergleich der Gebäude untereinander möglich ist.

Weniger aussagekräftig ist der Ausweis auch in einem Mehrparteienhaus: Der Ausweis ist für das ganze Gebäude bestimmt, nicht für die entsprechende Wohnung. Wer im Dachgeschoss wohnt, wird höhere Kosten haben als jemand, der zwischen vielen anderen beheizten Wohnungen lebt. Diese Wohnungen profitieren von der Wärme der anderen Wohnungen, die im obersten Geschoss nur teilweise gegeben ist.

Eigentümer, die ihre Immobilie energetisch auf den neuesten Stand bringen wollen, sollten auf eine Vor-Ort-Begehung mit einem qualifizierten Energieberater bestehen. Nur so können verlässliche Aussagen zu Modernisierungsempfehlungen und deren Wirtschaftlichkeit getroffen werden. Bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen – wie zum Beispiel die Erstellung und Erläuterung eines konkreten Sanierungskonzeptes – werden diese Vor-Ort-Beratungen sogar finanziell gefördert.

 

Haupt_web

Immobilienprofi Jens Haupt ist Geschäftsführer der BSK Immobilien GmbH – Immobilienvermittler der Berliner Sparkasse. Seit mehreren Jahren begleitet er Kunden auf ihrem Weg ins eigene Zuhause. In unserer Rubrik „Immobilien“ gibt er regelmäßig praktische Tipps rund um das Thema Kauf und Verkauf von Immobilien, stellt nützliche Tools vor und erklärt komplexe Zusammenhänge – einfach und verständlich.

 

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