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Digitalisierung und Ethik

eingestellt von Tanya Zlateva am 30. Oktober 2018

Digitale Errungenschaften bestimmen den Alltag und die Arbeitswelt vieler Menschen. Immer mehr Unternehmen sammeln Unmengen an Daten, menschliche Arbeitsleistung weicht zunehmend künstlicher Intelligenz. Die Anforderungen für Menschen und unternehmerisches Handeln werden dabei immer höher: Wo bleibt der einzelne Mensch und wie können mittelständische Unternehmen Plattformen, Daten und künstliche Intelligenz sinnvoll nutzen? Darum ging es am 18.10. beim Campus Wannsee.

Generation Y setzt andere Maßstäbe

Dr. Ulf D. Posé, Vorsitzender des Ethikbeirates der Unternehmen, beleuchtete in seiner Keynote die ethischen Werte des digitalen Zeitalters. Seine Kernfrage lautete: „Kann Digitalisierung soziale Kompetenz ersetzen?“ So lockt bei der Generation Y die klassische Karriereleiter kaum noch aus der Reserve. Das Bedürfnis nach einer Work-Life-Balance steht für sie im Vordergrund. „Die Digitalisierung macht Wertewelten wichtig. Wir sollten uns am besten an denen der Kinder orientieren“, erklärte Dr. Posé. Das seien zum Beispiel Dankbarkeit, Verzeihen sowie im Kleinen glücklich sein zu können.

Interessante Einblicke gab es anschließend in den Vorträgen von Alexander Fussan aus der Berliner Sparkasse und Marc Erian, CFO der Chal-Tec GmbH. Erian kennt die Bedürfnisse der Generation Y. 2005 wurde die Chal-Tec GmbH gegründet. Seitdem beschäftigten sich mittlerweile 540 Mitarbeiter in 21 Ländern mit der Produktion und dem Versand elektronischer Waren. Für das Unternehmen spiegelt sich die Generation Y zunehmend auch im Konsumverhalten der Kunden wider, die schnelle Lieferzeiten und einen direkten Draht zum Hersteller wünschen.

Fussan veranschaulichte bei seinem Vortrag „Business Data Analytics – auch für mein Unternehmen?“ u.a. ethische Grenzen und nannte als Beispiel das amerikanische Unternehmen Walmart, das auf Grund der Datenerhebung beim Kaufverhalten Schwangerschaften seiner Konsumentinnen prognostiziert und den Frauen schon gratuliert, bevor diese selbst etwas davon wissen.

Erfolgreiche Kooperation

Seit 2017 arbeitet die Berliner Sparkasse eng mit der FU im Bereich Digitalisierung zusammen und unterstützt eine Juniorprofessur. Die Veranstaltungsreihe Campus Wannsee ist ein Baustein dieser Kooperation. Prof. Daniel Fürstenau, Inhaber der Juniorprofessur „Digitale Transformation und IT-Infrastrukturen“ lobte als Mitorganisator des Abends ebenfalls die Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse wie auch Prof. Johann-Christoph Freytag, Sprecher des Einstein Center Digital Future und Professor für für Datenbanken und Informationssysteme an der Humboldt-Universität: „Es ist schwierig, Personen aus der Wirtschaft für die Wissenschaft zu begeistern. Daher sind wir sehr froh darüber, dass die Berliner Sparkasse als Sponsor dabei ist“, so Prof. Freytag. Unter dem Dach des Einstein Centers arbeiten die Digitalprofessoren Berliner Universitäten und Hochschulen zusammen. Es wurde auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller ins Leben gerufen.

Im Anschluss an die Vortragsreihe konnten die Teilnehmer beim Get together mit den Experten und anderen Gästen ins Gespräch kommen. Prof. Fürstenau nutze die Gelegenheit mit Unternehmern und Mitarbeitern Kontakte zu knüpfen, um so neue Ansätze für seine Forschungsarbeit zu gewinnen.

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