Berliner Sparkasse  

Ehrenamtsmonat 2017: Engagement in den Kiezen (Teil 2)

von Christian Seifert am in Gut für BerlinKommentieren

Bereits zum vierten Mal war der September Ehrenamtsmonat bei der Berliner Sparkasse. Rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagierten sich bei unterschiedlichsten Projekten: Sie renovierten Räume, strichen Zäune, gruben um und belegten Brote. Zusätzlich gab es für jedes Projekt bis zu 1.000 Euro für Material. Drei davon haben wir bereits vorgestellt, jetzt folgen drei weitere Projektberichte.

Ein Tag in der Bahnhofsmission

Wo bekommen Obdachlose etwas Warmes zu essen? Wo können sie sich duschen? Und wer verpasst ihnen einen neuen Haarschnitt? Antworten auf diese Fragen bekam das Team rund um Daniela Neumann Mitte September bei ihrem Einsatz im Ehrenamtsmonat.

Der Leiter der Mission am Bahnhof Zoo, Dieter Pfuhl, führte die Sparkässler in die Entstehung der Bahnhofsmission ein und erklärte die geschichtlichen Hintergründe sowie ihre Struktur. Auf einem kurzen informativen Rundgang konnte sich die Gruppe ein Bild des Essenraums, der Kleiderkammer, der Küche und vor allem des vor zwei Jahren neu errichteten Hygienecenters machen. Hier können die Gäste – so werden die Wohnungslosen hier genannt – duschen und sich die Haare schneiden lassen. In den Kellerräumen der Bahnhofsmission lagern die Essens-Spenden, die täglich in großen Mengen von vielen Berliner Institutionen in der Mission ankommen.

Das Team der Bahnhofsmission hatte sich von der Berliner Sparkasse einen selbstgemachten Obstsalat gewünscht. Daniela Neumann und Martina Schade hatten dazu jede Menge Früchte gekauft, aber auch Gewürze, die in der Küche generell immer wieder fehlen. Dann hieß es: Schnippeln, schnippeln und schnippeln. Für die drei stündlich stattfindenden Essensrunden wurden 500 bis 700 Gäste erwartet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilten sich in drei Teams auf: ein Türsteherteam, das die Gäste begrüßte, ein Essensausgabeteam und ein Spülteam. Die letzte Essensausgabe endete um 18.00 Uhr. Nach dem Aufräumen waren alle sehr erschöpft, aber auch sehr durch die erlebten Ereignisse bewegt. „Es war für mich – wie jedes mal – wieder ein wirklich emotionales Erlebnis. Es geht uns gut in unserem Land, aber man darf nicht vergessen, dass es in Deutschland geschätzte 35.000 Menschen, davon ca. 8.000 in Berlin, gibt, die kein Zuhause haben“, sagte Daniela Neumann zum Abschluss.

Neuer Garten für die Wadzeck-Stiftung

„Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende“ – nach diesem Motto arbeiteten die sieben Helferinnen und Helfer rund um Annett Lucht, der Frauenbeauftragten der Berliner Sparkasse. Ort des Ehrenamtseinsatzes, Mitte September, war der Innenhof der Wadzeck-Stfitung in Steglitz-Zehlendorf.

Mit sämtlichen Gartengeräten bewaffnet, machte sich das Team erst einmal ans Unkraut jäten. Aber auch große Bambuspflanzen wurden ausgegraben. Nachdem auch viele neue Pflanzen in die Erde gepflanzt wurden, war es Zeit für ein kurzes Päuschen. Die Einrichtungsleitung versorgte das Sparkassenteam liebevoll mit belegten Broten und Getränken. Nach dem Frühstück bekam das Team Hilfe von begeisterten Kindern, die im Haus der Wadzeck-Stfitung untergebracht sind. Die Wadzeck-Stiftung, 1819 als erstes evangelisches Waisenhaus gegründet, ist heute eine heilpädagogische Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe und neues Zuhause mehrerer Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen. Sie leben dort mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in Wohngruppen.

Eine rundum gelungene Aktion, die viel Zeit für anregende Gespräche ließ. Die Wadzeck-Stiftung hat auf ihrer Internetseite ebenfalls über die Aktion berichtet.

Neues Schuljahr, neue Hochbeete

Pünktlich zum Schuljahresbeginn hat die Georg-Zacharias-Grundschule in Pankow Mitte September neue, frisch bepflanzte Hochbeete für den Schulgarten erhalten. Das Projekt hat Christian Tempel aus dem BeratungsCenter Schöneberg zusammen mit Cornelia Thurecht geleitet.

Unterstützung bekamen die beiden von Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse sowie einigen Eltern. In kürzester Zeit waren die drei Hochbeete zusammengeschraubt. Der Schulgärtner nahm die Kinder bei der Befüllung und Bepflanzung der Beete an die Hand und gab wertvolle Tipps, die sogar für den einen oder anderen Mitarbeiter interessant waren. Die Schüler pflanzten und säten Radieschen, Kohlrabi, Schnittlauch und andere Kräuter und Gemüsesorten.

Gerade Kinder aus der Stadt erleben die Natur eher selten. Auch deswegen kam der abwechslungsreiche und praxisnahe Unterricht gut an und die Kinder freuen sich schon jetzt auf die Ernte. Sie bedankten sich herzlich beim Sparkassen-Team für die tollen Hochbeete.



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