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Ehrung für Journalisten aus der Region

eingestellt von Tanya Zlateva am 2. November 2018

Sie geben Einblicke in Welten, die den meisten verschlossen bleiben – die Welt der Berliner Clans zum Beispiel. Sie fragen auch dann noch nach, wenn andere ein Thema für längst abgeschlossen erklären – wie das Attentat am Berliner Breitscheidplatz. Und sie richten Scheinwerfer auf Menschen und Geschichten, denen man ansonsten nicht unbedingt begegnen würde – die syrische Familie Yassin in Ludwigsfelde ist so ein Fall. Für diese Arbeit sind Ende Oktober Journalistinnen und Journalisten aus der Region ausgezeichnet worden.

Der Preis mit dem Titel „Der lange Atem“ wird einmal jährlich vom Journalistenverbund Berlin-Brandenburg (JVBB) vergeben und seit 2017 von der Berliner Sparkasse unterstützt. Der Name spricht für sich – mit dem „Langen Atem“ werden Medienmacher geehrt, die „in herausragender Weise langjährige beharrliche Berichterstattung zu einem gesellschaftlich relevanten Thema betreiben“. Dotiert sind die ersten drei Plätze mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro. Gut 50 Arbeiten waren in diesem Jahr eingereicht worden, eine Auslese wurde am 29. Oktober in der Akademie der Künste präsentiert: Das Publikum konnte dort nicht nur neun Artikel und TV-Beiträge begutachten, die eine Medienjury nominiert hatte, sondern auch die Geschichtenerzähler dahinter kennenlernen.

Preis 1: An der Seite einer Flüchtlingsfamilie

Oliver Fischer, Martin Küper und Anja Meyer begleiten für die Leser der Märkischen Allgemeinen seit inzwischen zwei Jahren eine syrische Familie in Ludwigsfelde. Sie sind dabei, wenn die Kinder eingeschult werden. Wenn der Vater ein unerwartetes Jobangebot bekommt und seinem Glück kaum traut. Aber auch, als der Sohn schon wieder eine Praktikumsabsage erhält. Und plötzlich ein Abschiebebescheid im Briefkasten liegt. Die Familiensaga aus dem echten Leben – Ende offen – gibt es online.

Preis 2: Kriminelle im Kiez

Adrian Bartocha, Olaf Sundermeyer und Jan Wiese drehen TV-Dokumentationen für RBB/ARD. Für das Magazin Kontraste haben sie den spektakulären Raub der Goldmünze aus dem Bode-Museum und die dahinter steckenden kriminellen Strukturen aufgearbeitet. In der Reportage hätten sie es geschafft, so die Jury, „in die Parallelwelt der Clans zu blicken, mit ihnen zu reden, mit ihnen durch die Stadt zu fahren und ihre Denkweise zu verstehen“.

Preis 3: Auf den Spuren eines Attentäters – und der Behörden

Es zählt zur Journalistenehre, im Zweifel nicht locker zu lassen. Als Paradebeispiel für den „journalistischen Ermittler“ wurde in diesem Jahr Florian Flade, Reporter der Welt, geehrt. Er recherchiert und schreibt in regelmäßigen Abständen rund um offene Fragen und Pannen bei den Ermittlungen zu Anis Amri, der Ende 2016 einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz beging. Das Lob der Jury: „Er skandalisiert nicht, er dokumentiert. Er behauptet nicht, er belegt. Seine Leserinnen und Leser können sich auf ihn verlassen.“ Kostproben: hier und hier.

Bilder: Sabine Gudath/JVBB

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