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Energiecheck: Ist Ihr Haus energetisch fit?

von Tanya Zlateva am 5. April 2018 | Kategorie: Service

Hohe Energiekosten sind ein Indiz, dass irgendetwas nicht stimmt. Der Energiecheck bringt es an den Tag. Er offenbart die Schwachstellen des Gebäudes und zeigt, wo dringend Handlungsbedarf besteht.

Der erste Schritt: einen Energieberater beauftragen
Suchen Sie sich einen professionellen Energieberater. Ansprechpartner und Adressen von Experten bekommen Sie zum Beispiel bei Ihrer Landesbausparkasse (LBS), bei Verbraucherzentralen, der Deutschen Energie-Agentur oder über Verbände wie Haus & Grund und den Verband Privater Bauherren.

Auch im Internet werden Energiechecks angeboten. Sie checken den Energiestatus eines Gebäudes in der Regel anhand der Verbrauchsdaten der Immobilie und sollten lediglich einer ersten Orientierung dienen. Den Profi ersetzen sie nicht.

Was passiert beim Energiecheck?
Das hängt davon ab, was genau Sie überprüfen lassen wollen. Geht es um eine Bestandsaufnahme der gesamten Immobilie? Dann schaut sich der Experte das komplette Gebäude an – vom Keller bis zum Dach. In detektivischer Feinarbeit untersucht er zum Beispiel die Bausubstanz, die Heizung und die Wärmedämmung.

Sie können aber beispielsweise auch nur die Effizienz und die Kennwerte Ihrer Heizungsanlage checken lassen. In jedem Fall erfahren Sie sehr detailliert, wo es Einsparpotenziale gibt und was konkret zu tun ist. Vielleicht empfiehlt Ihnen der Fachmann eine modernere Heizung, etwa auf Basis erneuerbarer Energien, damit Sie die Energieverbrauchskennwerte Ihrer Immobilie verbessern. Laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online hat die Heizenergie einen Anteil von 70 bis 90 Prozent am gesamten Energieverbrauch. Eine moderne Heizanlage zahlt sich langfristig aus.

Wärmeverlusten auf der Spur
Sachverständige nutzen mitunter spezielle Untersuchungen für den Energiecheck: Die Thermografie mit einer Wärmebildkamera beispielsweise, oder den Blower-Door-Test.

Die Wärmebildkamera macht mit Außenaufnahmen vom Gebäude Wärmelecks sichtbar. Sie zeigt, wo Wärme verloren geht und identifiziert zum Beispiel undichte Stellen an der Fassade, aber auch schlecht isolierte Fenster, Türen und Dächer oder Feuchtigkeitsschäden, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.

Das Prinzip ist ganz einfach. Eine Infrarotkamera stellt kritische Bereiche in Rot- und Gelbtönen dar. Blautöne dagegen signalisieren: Hier ist der energetische Zustand in Ordnung. Die beste Zeit für den Einsatz der Wärmebildkamera: die frühen Morgenstunden in den Wintermonaten. Dann kann das Messergebnis nicht durch warme Sonnenstrahlen verfälscht werden.

Der Blower-Door-Test untersucht mit einem technisch ausgeklügelten Messverfahren, ob ein Gebäude luftdicht ist. Bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern ist dieser Test sogar Pflicht.

Empfehlungen für eine bessere Energiebilanz
Im besten Fall ergibt der Check, dass alles im grünen Bereich ist. Manchmal reichen auch schon kleinere Maßnahmen, um den Energieverbrauch spürbar zu senken – zum Beispiel die Isolierung von Heizrohren oder eine bessere Abdichtung der Fenster.

Es kann aber auch sein, dass der Sachverständiger Ihnen eine umfangreiche energetische Sanierung des Gebäudes empfiehlt. Dann wird er Ihnen konkrete Vorschläge zur Umsetzung machen und Sie auch über mögliche Kosten informieren.

Übrigens: Wenn Sie ein Haus kaufen, sind Sie sogar verpflichtet, die Immobilie innerhalb vorgegebener Fristen energetisch zu sanieren, sofern sie nicht den Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2014 genügt.

Sie möchten Ihr Haus verkaufen? Dann müssen Sie dem Kaufinteressenten einen Energieausweis für das Gebäude vorlegen.

Dabei gibt es zwei Varianten des Energieausweises: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?
Wenn Sie Ihre Immobilie selbst bewohnen, brauchen Sie keinen Energieausweis. Bei Verkauf oder Vermietung dagegen ist er Pflicht. Er gibt Kaufinteressenten oder Mietern alle wichtigen Informationen zum Energiestatus der Immobilie. So muss der Energieausweis seit 2014 die Energieeffizienzklasse der Immobile anzeigen. Ähnlich wie beim Kauf eines Kühlschranks oder einer Waschmaschine sieht man hier auf Anhieb, was Sache ist. Die Skala reicht von A+ (sehr effizient) bis H (ein Zeichen für einen hohen Energieverbrauch).

Für den Energieverbrauchsausweis wird der Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre analysiert und bewertet. Der Aufwand für die Erstellung dieses Energieausweises ist deutlich geringer als beim Bedarfsausweis. Dafür ist er aber auch nicht so aussagekräftig.

Der Bedarfsausweis dagegen bezieht sich auf das komplette Gebäude und ist umfassender. Er analysiert die gesamte Bausubstanz, die Heizung sowie die Energieverbrauchskennwerte. Und er macht deutlich, wo Potenziale zum Energiesparen sind – zum Beispiel durch eine Modernisierung oder Sanierung.

Welcher Energieausweis für Sie am sinnvollsten ist, erfahren Sie von Ihrem Energieberater.

Was kostet ein Energiecheck?
Das hängt von der Art des Checks ab. Im Internet gibt es verschiedene kostenlose Angebote. Diese Checks sind aber nur bedingt aussagefähig. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert Energiechecks der Verbraucherzentralen, sodass abhängig vom konkreten Check maximal 30 Euro Eigenanteil anfallen.

Sie möchten den Heizenergiebedarf und den Isolierstatus Ihres Hauses im Rahmen einer Energieberatung untersuchen lassen? Dann können Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Förderung für eine Energiesparberatung beantragen.

Kosten fallen auch für die Erstellung eines Energieausweises an.

Last but not least
Bei alten, unsanierten Häusern sind die Energieverluste meist besonders groß. Hier ist auf jeden Fall ein Energiecheck ratsam. Aber auch bei Neubauten kann ein Energiecheck sinnvoll sein. Der Bauherr kann damit testen lassen, ob die Immobilie wirklich den gesetzlichen Vorgaben entspricht oder ob die Energiebilanz etwa aufgrund von Baumängeln schlechter ist als geplant.

Und noch ein Tipp: Vielleicht ist Ihre Immobilie energetisch fit und die Energierechnung aus anderen Gründen hoch? Wie Sie im Alltag schon durch kleine Maßnahmen Energie sparen können erfahren Sie hier: Energiespartipps für Zuhause.

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