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Fünf Frauen aus der Börsenwelt

Männer in Anzügen starren auf Bildschirme und rufen sich Aktienkurse zu, fuchteln hektisch mit den Händen in der Luft – so stellen sich viele Menschen die Börse vor. Doch dieses Bild ändert sich: Immer häufiger spielen in der von Männern dominierten Börsenwelt auch Frauen mit erstaunlichen Karrieren eine Rolle. Fünf davon stellen wir euch vor.

Anja Kohl erklärt den ARD-Zuschauern seit 13 Jahren, was auf dem Börsenparkett in Frankfurt vor sich geht. Dort geben Unternehmen Wertpapiere aus und bekommen im Gegenzug Geld dafür, dass sie anschließend investieren können. „An der Börse wird die Zukunft gehandelt“, meint die 44-Jährige. Unter den Börsenfrauen, die sie kennt, hat sie besonders die Erotik-Unternehmerin Beate Uhse beindruckt, „durch das Pfeifen auf gängige Konventionen und Rollenmuster.“ Börsen-Neueinsteigern rät sie, gegen den Strom zu schwimmen.

Was macht Hauke Stars, eine IT-Frau, im Vorstand der Deutschen Börse? Sie kümmert sich darum, dass Geschäftspartner reibungslos miteinander kommunizieren und handeln können. Schließlich zählt die Deutsche Börse als Top-IT-Unternehmen. Seit 2012 erweitert Hauke Stars den prestigeträchtigen Bereich IT, zuvor leitete sie sechs Jahre lang die Schweizer Geschäftsstelle des Software-Riesen HP. Hier lebt die „Berufsoptimistin“, wie sich die 47-Jährige nennt, mit ihrem Ehemann und drei Kindern.

In der aktuellen „Top 50 Tech“ Rangliste des auf Internationale Finanzwirtschaft spezialisierten Verlags Institutional Investor steht Hauke Stars auf Platz 29. Unter den einflussreichsten Frauen in der Finanztechnologie steht sie damit auf Platz 4.

„Stell dir vor, dein Freund Jim bietet dir für 25 Euro seine gebrauchten Fußballschuhe an. Was würdest du dich fragen, bevor du sie kaufst?“ – so würde Helga Jung ihren Job einem Kind erklären. Seit drei Jahren ist die 51-Jährige Vorstandsmitglied bei der Allianz. An der deutschen Börse ist sie eine Ausnahme, unter den 30 erfolgreichsten Unternehmen sind nur drei Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich. Dennoch gibt die promovierte Betriebswirtschaftlerin Frau wie Mann den gleichen Rat: „Machen Sie Ihre Arbeit so gut wie möglich und sammeln Sie so viel Erfahrung, wie Sie können.“

Im Gegensatz zu Deutschland schaffen es Frauen in den USA längst auf Spitzenposten. Die wohl mächtigste ist Mary Barra, Chefin des weltweit zweitgrößten Automobilherstellers an der Börse. Ihre Karriere klingt wie der wahr gewordene amerikanische Traum: Als 18-Jährige begann sie bei General Motors. „Es war eine eher rauere Umgebung“, meint sie rund 30 Jahre später, vom Chefsessel aus. Die zweifache Mutter steht für „ein neues GM“: Jahrelang hatten Ingenieure Mängel bei Fahrzeugen ignoriert, riesige Rückrufaktionen waren die Folge. Mary Barra entschuldigte sich öffentlich, entließ Mitarbeiter und organisierte eine Sicherheits-Offensive für neue Modelle.

Elena Ambrosiadou gilt als eine Pionierin der Hedge-Fonds-Szene in Europa. Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründete die gebürtige Griechin 1992 in London den Hedgefund Ikos. Er basiert auf einem Computerprogramm, das sekundenschnelle Preisunterschiede errechnet und Geld gewinnbringend anlegt. 2009 verließ ihr (Ex-)Mann das Unternehmen, ungebrochen steigt der Wert ihres Fonds. Derzeit verwaltet die 54-Jährige rund zweieinhalb Milliarden Dollar. Ihre Freizeit verbringt sie in Monaco, auf ihrem „Maltese Falcoon“, dem größten Segelboot der Welt.

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