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Geldanlage – welche Optionen haben angehende Anleger?

eingestellt von Tanya Zlateva am 18. Oktober 2018 | Kategorie: Service

Sparer haben es aktuell nicht leicht. Die anhaltende Niedrigzinsphase in Verbindung mit der steten, wenn auch geringen, Inflation erschweren die Suche nach sinnvollen Kapitalanlagen. Um nachhaltig Vermögen aufzubauen, braucht es geeignete Geldanlagen. Vor allem zu Beginn der beruflichen Karriere müssen Geldanlageprodukte auch mit kleinen Sparbeträgen funktionieren und dem Anleger Flexibilität bieten. Welche Kapitalanlagen eignen sich derzeit überhaupt für junge Investoren?

Worauf sollten Einsteiger beim Geld-Anlegen besonders achten?

Welche Geldanlagen sich lohnen, hängt sehr stark vom Einzelfall ab. Dennoch gibt es einige Fragen, die sich angehende Anleger vor einem Investment stellen sollten:

1. Risikoverteilung: Wie gut ist die Investition gestreut, also auf unterschiedliche Anlageprodukte verteilt?
2. Flexibilität: Wie schnell kann das angelegte Kapital im Bedarfsfall verfügbar gemacht oder umgeschichtet werden?
3. Vermögensmehrung: Lassen sich mit der Geldanlage Erträge erwirtschaften, die über die Inflationsrate hinausgehen?
4. Kosten: Fallen Kosten für das Anlageprodukt an und wenn ja, wie hoch sind diese? Bietet das Finanzprodukt volle Kostentransparenz?

Sparbuch und Tagesgeld – die klassischen Anlagen

Die klassischen Sparformen wie das Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto bieten derzeit nur begrenzte Möglichkeiten, das eigene Vermögen zu vermehren. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt zwar das Ziel, die Inflationsrate mittelfristig unter, aber nahe 2,0 Prozent zu halten – und das derzeit mit Erfolg. Aufgrund der niedrigen Zinsen übersteigen die entsprechenden Erträge im Rahmen der klassischen Sparprodukte momentan jedoch kaum noch die Teuerungsrate, was zu einer negativen Realverzinsung führt. Trotzdem haben entsprechende Finanzprodukte auch aktuell Vorteile: Aufgrund ihrer großen Sicherheit und Flexibilität stabilisieren sie das bestehende Vermögen und erlauben jederzeit einen Zugriff auf das Geld. Finanzexperten empfehlen daher, zwei bis drei Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto anzusparen, um für einen unvorhergesehenen finanziellen Bedarf gerüstet zu sein.

Geld anlegen in Aktien und Aktienfonds

Aktien bieten auch in Zeiten hoher Inflation die Chance, Erträge zu erwirtschaften. Aufgrund der permanenten Kursschwankungen gelten Aktien jedoch als risikoreiche Kapitalanlage. Eine gute Alternative sind Aktienfonds, da sie eine breite Streuung bieten und dadurch ein geringeres Verlustrisiko mit sich bringen als Direktanlagen in einzelne Aktien.

Der Trend zum Robo-Advisor

Eine relativ junge Methode des Fondsinvestments ist Robo-Advisory. Robo-Advisor sind Programme, die eine automatisierte Vermögensverwaltung ermöglichen. Sie bieten Anlegern einen einfachen Zugang zu verschiedenen Fonds-Lösungen mit unterschiedlichen Risikoprofilen. Die zugrunde liegenden Algorithmen verwalten zumeist ein Portfolio, das sich aus Aktien-, Anleihen-, Geldmarkt- und Mischfonds zusammensetzt. Manche Anbieter wie die Berliner Sparkasse mit dem Kooperationspartner bevestor offerieren zudem einen optionalen Anlageschutz, der potenzielle Verluste abfedern kann. Robo-Advisory ist eine gute Möglichkeit, bei geringem zeitlichen Aufwand, großer Transparenz und Flexibilität in den Vermögensaufbau zu starten.

Robo-Advisory – auf einen Blick

• Geringe Mindestanlagesumme, z. B. ab 1.000 Euro
• Keine Mindestanlagedauer oder feste Laufzeit
• Gebühren z. T. unter 1,0 Prozent
• Über Browser oder App verfügbar

Immobilieninvestments: Betongold glänzt vor allem in wachsenden Großstädten
Immobilien gelten als wertstabil und sind gerade in den Metropolen derzeit beliebte Investitionsobjekte. Der Erfolg einer solchen Investition hängt Experten zufolge stark von dem jeweiligen Objekt ab. Wird ein Immobilieninvestment als Kapitalanlage erwogen, bieten sich vor allem Mehrparteienwohnhäuser in wirtschaftlich starken Gegenden wie Berlin, München oder Hamburg an. Geld in Immobilien anzulegen bedeutet jedoch auch, dass ein gewisses Eigenkapital notwendig ist und Veraltungsaufwand entsteht. Hinzu kommt die Langfristigkeit eines Immobilieninvestments – das angelegte Vermögen ist für einen längeren Zeitraum nicht verfügbar bzw. kann nicht kurzfristig frei gemacht werden.

Edelmetalle als ergänzende Kapitalanlage

Edelmetalle wie Gold oder Platin sind angesichts der niedrigen Zinsen eine gute Option, Geld anzulegen. Eine Investition in Edelmetalle ist jedoch ebenfalls eine spekulative Kapitalanlage. Somit eignet sich Edelmetall vor allem als ergänzende Geldanlage.

Fazit: Streuung für bestmögliche Risikoverteilung

Eine Musterlösung für effektiven Vermögensaufbau existiert nicht, denn jede Geldanlage birgt ein Verlustrisiko. Angehende Investoren können mit überschaubaren Summen und breit gestreuten Anlagen erste Erfahrungen sammeln. Robo-Advisory ist deshalb ein aktueller Trend, der eine neue Möglichkeit eröffnet, mit verhältnismäßig überschaubarem Aufwand Geld anzulegen.

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