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Gemeinsam an der Zukunft schrauben

Mit 2.500 Euro unterstützt die Stiftung Berliner Sparkasse die Arbeit des Fibonacci Mentorenprogramms für besonders begabte Kinder. Bei der Scheckübergabe am 15. Juli durfte Peter Oder, Geschäftsführer der Stiftung, ein paar interessante Stunden mit einem Mentoringpaar verbringen – dem Mentor Hagen Goerz, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Deutschen Technikmuseums und Hobby-Flugzeug-Restaurator, und dem 11-jährigen Mentee Erik.

 

Das Flugzeug-Projekt

Hagen Goerz trifft sich einmal in der Woche in einem Hangar auf dem Flughafengelände des Tempelhofer Felds mit mehr als zehn Gleichgesinnten. Die ehemaligen Kfz-Mechaniker, Ingenieure und Hobby-Piloten restaurieren seit 2006 eine Iljuschin IL-76. Das ist ein Flugzeug aus der ehemaligen UdSSR, das jedoch längst ausgedient hat.

Goerz und seine Kollegen wollen das Flugzeug wieder flugfähig machen, um es dann dem Deutschen Technikmuseum zur Verfügung zu stellen. Oft müssen sie dabei ganz schön erfinderisch sein, denn es fehlen viele Teile und Geräte. Besonders aus dem Cockpit wurde einiges gestohlen. Doch Not macht erfinderisch: „Die Knöpfe auf den Hebeln haben wir einfach aus Billardkugeln gemacht“, berichtet Hagen Goerz. Beim Anblick des großen Flugzeugs gerät auch Peter Oder ins Schwärmen: „Da will man selbst gerne wieder ein kleiner Junge sein und mitschrauben!“

 

Mentorenprogramm_Erik

Einmal in der Woche freuen sich die Männer auf die Unterstützung von Erik. Zwei bis drei Stunden verbringt der Junge in der Werkstatt und hilft beim Schrauben, Feilen und Bohren. Auch während des Besuchs von Peter Oder feilt er fleißig an einem Metallteil. Immer dabei: Hagen Goerz. Seit Anfang Juni besteht das „Tandem“, das über das Fibonacci Mentorenprogramm des Vereins AspE e.V entstanden ist. Beide verbindet die große Leidenschaft für Technik. Und Erik weiß jetzt schon, dass er das Mentoring gerne um ein weiteres Jahr verlängern würde. Zusammengeführt hat die beiden Dagmar Schilling, Leiterin des Mentorenprogramms.

 

 

Fibonacci Mentorenprogramm

Das Mentorenprogramm ist auf ein Jahr angelegt und soll besonders begabte Jungen und Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren in ihrer Lernfreude unterstützen und ihr Selbstbewusstsein stärken. Insbesondere Mädchen und Kinder aus sogenannten Risikogruppen (mit Migrationshintergrund, aus belasteten Elternhäusern, mit Behinderung) werden in das Programm aufgenommen.

Immer in Absprache mit Eltern, Begabtenvereinigungen oder Lehrern wird passgenau zu jedem Kind ein Mentor oder eine Mentorin ausgesucht. Sie sind dann Förderer, Gesprächspartner, Zuhörer, Inspiratoren und Vorbilder zugleich. Alle Mentoren arbeiten ehrenamtlich und natürlich nicht nur in der Luftfahrttechnik. Das Programm bietet auch Kontakte zu Programmierern, Mathematikern, Astronomen oder Botanikern. Die Tandempaare treffen sich mindestens einmal pro Woche für zwei bis drei Stunden.

Den Namen hat das Programm vom begabten Mathematiker Fibonacci. Er erkannte eine Zahlenfolge, die Fibonacci-Reihe. Diese Zahlenstruktur taucht in der Beschreibung von Wachstumsvorgängen in der Natur immer wieder auf und besagt, dass die Summe zweier benachbarter Zahlen die unmittelbar folgende Zahl ergibt: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13,…

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