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„Gemeinsam Pizza essen gehen“

von Planspiel Börse am in Planspiel BörseKommentieren

Berliner Siegerinnen beim Planspiel Börse 2016

Antonia, Lara und Bianca aus der zehnten Klasse haben sich nach der 7. Stunde Zeit für uns genommen: Im Klassenraum des Köpenicker Emmy- Noether-Gymnasiums treffen wir die Vorjahressiegerinnen des Planspiel Börse und ihren Lehrer Mehmet Can. (Zum Team gehörten auch Sinem und Jelena, die bei unserem Treffen zum Spielstart leider krank waren.)

Mehr als 20% Rendite habt ihr im letzten Jahr beim Planspiel Börse erzielt und damit das beste Ergebnis aller Berliner Teams. Dafür gab es von der Berliner Sparkasse 600 Euro Preisgeld. Da interessiert uns natürlich: Was habt ihr mit dem Preisgeld gemacht?
Bianca: Unsere Klasse hatte mit Herr Can im Voraus abgemacht, dass wir Preisgelder zum größten Teil gemeinschaftlich nutzen. Daher haben wir 300 Euro in die Klassenkasse gegeben, 250 Euro in die zahlreichen Schulprojekte, zum Beispiel die Reptilien AG, die Bibliotheks-AG oder unsere Event-AG. Vom restlichen Geld wollen wir – passend zu unserem Teamnamen (Xx Team Pizza xX, Anm. d. Red.) – gemeinsam Pizza essen gehen. Das haben wir bislang allerdings nicht geschafft, aber in den nächsten Wochen klappt es bestimmt endlich.

Ihr sprecht die neue Spielrunde schon an. Tretet ihr denn als Titelverteidigerinnen wieder gemeinsam an?
Antonia: Da wir dieses Jahr nicht mehr gemeinsam im Kurs von Herrn Can sind, waren wir zunächst in verschiedenen Teams. Aber kurz vor Spielbeginn haben wir uns doch noch entschieden, wieder gemeinsam zu spielen.

Ihr sprecht den Unterricht an. Herr Can, wie viel Unterrichtszeit investieren Sie denn ins Planspiel Börse?
Mehmet Can: Zunächst einmal bin ich froh, dass mir die Schulleitung diesen Freiraum gibt. Ich nutze im Geschichts- bzw. Sozialkundeunterricht meist zwei Stunden: In einer Stunde versuche ich, die Grundlagen der Börse zu vermitteln: Was ist die Börse, wie bilden sich Kurse? Dann stelle ich das Planspiel Börse vor und wir melden gemeinsam die Teams an. Der Spielcharakter löst dann natürlich jedes Jahr aufs Neue Emotionen aus: Ich finde es toll, wenn sich Lehrer und Schüler auf dem Flur über das aktuelle Geschehen austauschen oder sich auch mal laut zurufen, wie gut sie gerade sind. (lacht)

Planspiel Börse Sieger-Urkunde 2016: Xx Team Pizza xX

Sieger-Urkunde für die Schule

Nochmal zurück zu unseren Vorjahressiegerinnen. Was ist denn euer Ziel für die neue Spielrunde? Muss es unbedingt die Titelverteidung sein?
Antonia: Das wäre natürlich toll, ist aber wohl etwas übertrieben. Im letzten Jahr haben wir ja auch nicht damit gerechnet.Lara ruft lachend dazwischen: Na klar haben wir damit gerechnet. Nichts anderes.
Aber ganz ehrlich: Wir freuen uns, wenn wir am Ende wieder im Plus sind, also Geld gewonnen haben.
Mehmet Can: Das wäre natürlich auch ein tolles Ergebnis. Wer – ohne professionelle Hilfe – in den ersten Jahren an der Börse keinen Verlust macht, ist ja auch schon ganz gut.

Wie informiert ihr euch, um möglichst gute Entscheidungen beim Planspiel Börse zu treffen?
Bianca: Mit Herrn Can schauen wir uns die Aktien-Charts der letzten Wochen und Monate an. So sehen wir erstmal, welche Aktien zuletzt gestiegen sind.
Mehmet Can: Ich setze dabei ein wenig auf sogenannte „Trendfolgen“ – wir hoffen also, dass die Aktien weiter steigen, die zuletzt gestiegen sind. Ich sage immer etwas vereinfacht, dass Börse Glück plus eine Frage der Wahrscheinlichkeit ist.

Welche Tipps geben Sie Ihren Schülern noch?
Mehmet Can: Ich rate ihnen, das fiktive Geld auch einzusetzen und nicht nur ganz kleine Beiträge zu investiere. Die Summen sind für die Schüler natürlich noch ungewohnt, weshalb sie gesunden Respekt davor haben und auch haben sollten. Um beim Planspiel erfolgreich zu sein – und das wollen schließlich alle – ist es schon sinnvoll, das Geld zu investieren.
Antonia: Das stimmt. Einige Teams haben am Anfang nur 5 mal 1.000 Euro oder so investiert. Außerdem investieren viele nur in Marken, die sie kennen.

So füllt sich die Schul-Vitrine: Auch bei den Lehrern belegte das Emmy Noether Gymnasium 2016 Platz 1.

Das kann wiederum auch eine gute Strategie sein (wie ihr auch in unserem Beitrag „4 Anlagestrategien – von klassisch bis innovativ“ lesen könnt). Hand aufs Herz: Wer hatte denn bisher die besseren Strategien – Schüler oder Lehrer?
Herr Can: Ich sage immer: Vor dem DAX sind alle gleich. Aber in den letzten Jahren haben unsere Lehrkräfte schon sehr gute Ergebnisse erzielt. Obwohl unsere Prognosen natürlich auch nicht immer aufgehen – es haben sich auch mal Schüler beschwert, wenn die von mir empfohlene Aktie dann plötzlich abgestürzt ist. (lacht)

Wie trefft ihr eure Entscheidungen in der Spielgruppe?
Lara: Wir kommunizieren viel über eine WhatsApp-Gruppe. Dort kann jeder Vorschläge machen. Wenn die anderen zustimmen, kaufen oder verkaufen wir. Das erledigt dann meist Antonia. Es wird nur komplizierter, wenn sich mehr Mitspieler darum kümmern wollen.

Zum Abschluss noch eine Frage an euch, nachdem ihr im letzten Jahr ja zum ersten Mal am Planspiel Börse teilgenommen habt: Beschäftigt ihr euch seitdem mehr mit der Börse?
Bianca: Ehrlich gesagt noch nicht so viel. Aber immerhin verstehe ich jetzt, was es heißt, wenn in den Nachrichten gesagt wird: „Der Dax ist gestiegen.“ Vorher konnte ich mit dieser Information nichts anfangen. Im zweiten Jahr jetzt wollen wir definitiv wieder etwas dazulernen.

Ein tolles Schlusswort. Genau darum geht es auch beim Planspiel Börse – und hier im Blog. Danke, dass ihr euch heute nach dem Unterricht noch Zeit für uns genommen habt.



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