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Gute Vibes

eingestellt von Christian Seifert am 14. September 2018 | Kategorie: Gut für Berlin

Sonntagnachmittag, Max-Schmeling-Halle: Fünf Spieler pro Mannschaft auf dem Platz, sieben am Rand, der Ball muss in den Korb, und wer von außerhalb der Dreipunktelinie trifft, bekommt – genau! – drei Punkte. Basketball, wie es die meisten kennen. Bis dann ein Spieler etwas zu rasant in die Kurve geht – und sein Rollstuhl plötzlich umkippt. Willkommen beim Rollstuhlbasketball des Pfeffersport e. V.! Einem Verein, der immer daran interessiert ist, alternativ zu denken und neue Wege zu gehen.

Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes die Größten: Menschen mit und ohne Behinderung, die täglich zusammen Sport treiben. Derzeit sind es 4.600 Menschen in 300 Gruppen, die beim Pfeffersport e. V. am umfassenden Breitensportangebot teilnehmen. Das macht den Kinder-, Jugend- und Inklusionsverein in Berlin zum größten seiner Art. Sport, Spaß und Spiel steht bei den Pfeffersportlern immer im Vordergrund. Und natürlich Inklusion. Jeder soll im Rahmen seiner Möglichkeiten mitmachen können – ob beim Fahrradfahren mit den Young Bikers, bei Selbstverteidigung auf Jiu-Jitsu-Basis oder beim Tanz-Theater „Grenzenlos“.

Oder eben beim Rollstuhlbasketball. Seit 2011 ist Christoph Pisarz dabei. Der Übungsleiter und Referent hat die Rollstuhlbasketballgruppe von Anfang an mit aufgebaut. Unter der Maxime, dass jeder bei Pfeffersport Rollstuhlbasketball spielen können soll – egal ob mit oder ohne Handicap. Pisarz selbst geht bei den „Pfeffersport Devils Berlin“ auf Punktejagd: Die starke erste Mannschaft spielt in der Regionalliga Ost und hat 2017 die Ottobock Championship gewonnen. Ziel ist die zweite Bundesliga. Vor allem aber wünschen sich Pisarz und der Verein weitere Mitspieler, um neue Mannschaften an den Start zu bringen.

Denn inklusiver Sport ist ein großer Mehrwert für die Gesellschaft. Davon ist auch Frank Schröter überzeugt. Der Regionalleiter der Berliner Sparkasse für Pankow und Reinickendorf, hat selbst schon mal die Perspektive gewechselt und sich in den Rollstuhl gesetzt. „Man bekommt eine ganz andere Sicht“, weiß Schröter. „Zu sehen, was diese Menschen beim Sport leisten, das ist schon eindrucksvoll.“ Generell möchte Pfeffersport für das Thema sensibilisieren und die Kluft zwischen „Fußgängern“ und Rollstuhlfahrern abbauen. Beim Projekt „Rollisport bewegt Schule“ etwa zeigt Pisarz Schülern, wie man im Rollstuhl vor- und rückwärts fährt – und wo im Alltag Barrieren lauern.

Ein Wermutstropfen bleibt: Rollstuhlbasketball ist beliebt – aber leider teuer. „Der Rollstuhl, in dem ich sitze, kostet neu zwischen 6.000 und 8.000 Euro“, sagt Pisarz. Anschaffung, Unterhalt, Reparatur – da kommt einiges zusammen. Für Spielbetrieb und Infoprojekte braucht es Partner. Pfeffersport setzt dabei unter anderem auf die Berliner Sparkasse: Beide eint die Nähe zu Berlin, zum Kiez, zu den Menschen vor Ort. Die Sparkasse stellt jährlich Mittel aus ihrem Kiezbudget zur Verfügung und ist bei Events dabei. Und die Mitarbeiter nehmen wertvolle Erfahrungen etwa im Rahmen ehrenamtlicher Aktionen mit. Was Frank Schröter besonders schätzt, sind die guten Vibes, die bei allem sportlichen Ehrgeiz vorherrschen: „Sie finden hier Wertschätzung, Kameradschaft, Fairness – und ein unwahrscheinlich hohes Maß an Herzlichkeit.“

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