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Hidden Champion an der Spree

von Tanya Zlateva am 20. Oktober 2017

Am linken Ufer der Spree, auf halber Strecke zwischen Oberbaumbrücke und den Treptowers, befindet sich der Hauptsitz eines deutschen Marktführers: movingimage heißt das Unternehmen, das mehr als 500 Unternehmen, darunter über 20 DAX-Konzerne, zu seinen Kunden zählt. Erfolgreich wurde der Anbieter für sichere Video-Cloud-Lösungen vor einigen Jahren nicht nur dank seiner progressiven Software, sondern auch dadurch, dass er auf agiles Arbeiten setzt. Dafür zeichnete Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles das Unternehmen 2015 als erste Referenz ihrer „Arbeiten 4.0“-Initiative aus.

Europaweit führend in der Branche

Hidden Champions nennt man Unternehmen, die in ihrer Branche so etwas wie heimliche Gewinner oder unbekannte Marktführer sind. Einer von ihnen ist movingimage. Der Spezialist für Videostreaming, -hosting und -management, im Jahr 2004 gegründet von Dr. Rainer Zugehör, ist nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit führend in seiner Branche. Das hat viele Gründe: „Einer davon ist, dass wir auf ein Cloud-basiertes Produkt, sprich aus dem Internet, setzen, das aber die ganzen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen erfüllt, die Unternehmen in Europa, speziell in Deutschland, einhalten müssen“, erklärt Zugehör. „Andere Anbieter beherrschen das nicht so gut. Deswegen sind wir in Europa besonders stark.“ Außerdem habe sich movingimage sehr früh auf große Kunden spezialisiert, ergänzt Co-Geschäftsführer Erdal Ahlatci. „Daher verstehen wir deren Bedürfnisse sehr gut.“

Interkulturelles Team

Ahlatci stieß 2011 zum Unternehmen dazu und ist unter anderem für Expansion und Recruiting zuständig. Er engagiert bewusst Mitarbeiter aus der ganzen Welt. „Diese Internationalität hat einen besonderen Vorteil“, erzählt er. „Wenn zehn gleiche Menschen die gleiche Perspektive haben, kommt auch die gleiche Lösung raus.“ Arbeite man aber mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, finde sich mit ihren unterschiedlichen Herangehensweisen oftmals eine bessere Lösung.

Agile Arbeitsmethoden

Zudem setzt movingimage sehr erfolgreich auf agiles Arbeiten: Ahlatci passte das aus den USA stammende „Scrum“-Arbeitsmodell an die deutschen Gegebenheiten
an. „Wir arbeiten stark mit drei Rollen“, erklärt Ahlatci. „Es gibt den ‚Scrum Master‘ bzw. ‚Agile Coach‘, der auf die Prozesse achtet. Dann gibt es den ‚Product Owner‘, der das ,Was‘ bestimmt und der eine Vision hat. Das Team ist auch eine ‚Rolle‘, es entscheidet, wie was gemacht wird. Dann werde in sogenannten Iterationen gearbeitet. „Bislang war es üblich, in Meilensteinen zu arbeiten. Das heißt, ein Projekt wurde zum Beispiel auf zehn Monate aufgeteilt, jeder Monat ein Meilenstein. „Nach neun Monaten hat man aber noch kein konkretes Produkt, sondern erst nach zehn.“ In Iterationen zu arbeiten, bedeute, schon sehr früh etwas verwenden zu können. Läuft etwa im dritten Monat etwas schief, gibt es dennoch etwas, das man nutzen kann.

Begegnung auf Augenhöhe

movingimage ist Kunde der Berliner Sparkasse. Als die beiden Geschäftsführer eine Finanzierung brauchten, holten sie 2011 die Sparkasse an Bord. „In unserer Branche arbeitet man ja eher mit Venture Capital (VC), also Wagniskapitalgebern“, sagt Unternehmensgründer Zugehör. „Aber wir sind ein Beispiel dafür, dass wirklich jeder auch eine Sparkassenfinanzierung erwägen sollte.“

Die Initiative dazu kam von Erdal Ahlatci, der schon seit vielen Jahren privat Sparkassenkunde ist. Er vertraut auf die Professionalität, Flexibilität und gute Beratung seines Finanzpartners. „Sparkassen interessieren sich nicht nur für die Zahlen, sondern auch für uns als Menschen und vor allem für unser Geschäftsmodell“, betont er. „Sie arbeiten mit ihren Kunden auf Augenhöhe.“

Karem El-Bastaweisy, Senior-Firmenkundenbetreuer der Berliner Sparkasse, bestätigt den Vorteil dieser Art der Zusammenarbeit: „Das ist auch für uns wichtig“, betont er. „Wir machen ja kein Pfandgeschäft. Wir schauen immer ganz extrem auf das Management und fragen uns, ob wir dem zutrauen, seine Ziele zu erreichen. Das ist das A und O.“ Zugehör nennt einen weiteren Vorteil der Zusammenarbeit mit der Berliner Sparkasse: „Eine Sparkassenfinanzierung verwässert uns unsere Anteile nicht. Nehmen wir Venture Capital, haben wir am Ende des Tages immer weniger Anteile als vorher. Wenn alle Sparkassen so vorgehen wie die Berliner Sparkasse, müssen sich die VCs sehr warm anziehen.“

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