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Komische Oper: Große Bühne für die Kleinen

von Tanya Zlateva am in Gut für BerlinKommentieren

Einmal Opernstar sein – dieser Traum ist für 950 Drittklässler aus dem Märkischen Viertel in der Komischen Oper Berlin wahr geworden. Beim Mitsingprojekt „Sing Along“, das Teil der Kooperation zwischen der Oper und der Berliner Sparkasse ist, ging es für sie am 26. Juni laut zur Sache. Zunächst in Form von aufgeregtem Geschnatter, denn die Kinder aus vier Reinickendorfer Schulen hatten sich seit Februar vorbereitet, und das musste natürlich ausgiebig kommentiert werden. Mit ihren Musiklehrerinnen hatten die Kinder neun eingängige Lieder eingeübt, die im Hauptsaal der Komischen Oper ihre ganz große Bühne bekamen.

9 Lieder von Kindern aus mehr als 100 Nationen

Als Anne-Kathrin Ostrop, die Theaterpädagogin der Komischen Oper, ins Scheinwerferlicht trat, herrschte gespannte Stille. Eine kurze Begrüßung, ein paar Anweisungen und dann ging es endlich los. „Wenn ich einmal reich wär‘“ intonierten die Kinder ebenso engagiert wie das „Lied vom Anderssein“, einen Vielfalts-Song, der sich gut als Motto für das Mitsing-Projekt eignet. In den vier Schulen mit Kindern aus mehr als 100 Nationen geht es nämlich nicht nur um lustiges Multikulti, sondern um Akzeptanz und kulturelle Teilhabe. Das ist auch das Anliegen des Vielfalts-Projekts, das die Berliner Sparkasse als Herzstück der Kooperation mit der Komischen Oper besonders fördert.

Gemischter Chor aus Sparkasse und Senat

Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Aufführung von einer kleinen, aber beherzten Sängergruppe der Berliner Sparkasse und Senatsmitarbeitern aus dem Ressort von Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, der Schirmherrin des Projekts. Die etwa 100 Erwachsenen hatten es natürlich nicht leicht, gegen die mit Leidenschaft singenden Kinder anzukommen. Aber sie taten ihr Bestes – und hatten Spaß dabei. Einige hatten sogar einen freien Tag eingesetzt, um dabei sein zu können.

Es hat sich noch lange nicht ausgesungen

Die Veranstalter der Komischen Oper waren hochzufrieden: „Das Sing Along hat auch all unsere Erwartungen erfüllt und übertroffen! Die große Begeisterung der Kinder für die Lieder hat auch die Erwachsenen im Saal angesteckt“, so Anne-Kathrin Ostrop. „Während des Sing Alongs konnte ich immer wieder von der Bühne aus in die Gesichter der Besucher blicken. Begeisterte, konzentrierte und fröhliche Erwachsene hörten zu und sangen selber eifrig mit. Darum werden wir die Idee sicherlich in der nächsten Spielzeit fortsetzen. Darauf freuen wir uns schon jetzt.“

Auch die Kinder aus dem Märkischen Viertel werden diesen Tag bestimmt nicht so schnell vergessen. Die meisten von ihnen hatten vorher noch nie einen Fuß in ein Opernhaus gesetzt. Aber nach dem „Sing Along“ dürfte vielen klar geworden sein: So hoch ist die Schwelle zur sogenannten Hochkultur gar nicht. Wie viele wohl wiederkommen werden?

Fotos: Jan Windszus Photography


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