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Macht euch fit für die Börse

von Azubi-Blogger am in Azubi-Blog, Planspiel BörseKommentieren

Heute wollen wir euch – wie in unserem letzten Artikel angekündigt – die wichtigsten Finanzinstrumente kurz und knapp vorstellen und Tipps für den Anfang an der Börse geben. Ob die Börse überhaupt was für euch ist, findet ihr mit einem Quiz heraus.

Fangen wir mit dem an, von dem jeder schon einmal gehört hat, den Aktien.

Was ist überhaupt eine Aktie?

Bei Aktien handelt es sich um Anteilsrechte an einem Unternehmen, der Aktiengesellschaft (AG). Als Aktionär werdet ihr also Teilhaber an einer Firma und Mitinhaber des Gesellschaftsvermögens.

Es gehört einem also nicht, wie umgangssprachlich oft behauptet, ein Teil des Vermögens der Firma. Das heißt, ich kann mit meinen Aktien nicht zu einer AG gehen und verlangen, dass man mir ein Betriebsauto gibt, da ich Aktien im Wert dessen halte.

Eine Aktie verbrieft aber für seinen Besitzer – dem Aktionär – verschiedene Rechte. Unter anderem hat dieser einen Anspruch auf Dividendenzahlung, ein Bezugsrecht bei der Ausgabe junger Aktien und sowohl ein Stimmrecht als auch ein Auskunftsrecht bei der Hauptversammlung.

Das nächste Finanzinstrument, das der eine oder andere vielleicht schon kennt, ist der Fonds.

Was sind Fonds?

Investmentfonds sind – ganz allgemein gesprochen – Vermögen zur gemeinschaftlichen Anlage. Der Gesetzgeber unterscheidet nach dem Kapitalanlagegesetzbuch zwischen offenen und geschlossenen Investmentfonds.

Im privaten Sektor werden häufig offene Investmentfonds erworben: In einem offenen Fonds bündelt eine Kapitalverwaltungsgesellschaft die Gelder vieler Anleger. Sie legt diese Gelder nach einer festgelegten Anlagestrategie und dem Grundsatz der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten (bspw. Wertpapieren, Bankguthaben oder Immobilien) an und verwaltet sie professionell. „Investmentfonds“ (bzw. Investmentvermögen) ist damit die Bezeichnung für die Gesamtheit der von den Anlegern eingezahlten Gelder und der hierfür angeschafften Vermögenswerte.

Ein Tipp für die Anlage in offenen Investmentfonds:

bsk_boerse_kurse_handy_tabletHier gibt es zwei Arten, einmal den Classic Fonds (CF) und einmal den Trading Fonds (TF). Classic Fonds eignen sich für einen längeren Anlagehorizont, da sie in der Regel zwar einen Ausgabeaufschlag, dafür aber niedrigere laufende Kosten haben. Auf der anderen Seite sind die Trading Fonds für die kurzzeitige Spekulation gedacht, da hier der Ausgabeaufschlag geringer aber die laufenden Kosten höher als bei dem Classic Fonds sind.

Neben den offenen Fonds gibt es noch geschlossene Fonds. Der Name ist hier Programm, es darf nämlich nur eine vorher begrenzte Anzahl von Anlegern in den Fonds investieren. Außerdem geht es bei diesen Fonds oft um konkrete Projekte wie z.B Schiffe, Flugzeuge oder Immobilien.

Das letzte Finanzinstrument, das wir euch vorstellen möchten ist das Zertifikat.
Es ist lang nicht so verbreitet wie Spareinlagen, Aktien und Fonds. Es kann aber dennoch sehr interessant für den privaten Anleger sein.

Was sind Zertifikate?

Rechtlich gesehen sind Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen. Der Erwerber wird somit Gläubiger des Zertifikatemittenten. Sie verbriefen also kein Eigentums- und Aktionärsrecht wie eine Aktie, sondern das Recht auf Rückzahlung eines Geldbetrags oder Lieferung des Basiswerts. Ein Basiswert kann vieles sein z.B. eine Aktie, ein Rohstoff oder ein Index. Dabei hängen Art und Höhe der Rückzahlung von einem oder mehreren bestimmten Parametern (z.B. dem Wert des Basiswerts an einem Stichtag) ab.

Auch hier gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie ein Zertifikat aufgebaut ist.
Für fast jede Markterwartung, ob steigende, fallende oder auch gleichbleibende Kurse, gibt es ein passendes Zertifikat. Je nach Ausgestaltung und Absicherungspuffern ist es eher für risikoscheue oder risikoaffine Anleger geeignet. Es ist also durchaus eine gute Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Anlagen.

bsk_bulle_und_baer_boerse_azubiblogJetzt habt ihr erstmal einen kleinen Einblick in die Welt der Börse bekommen. Wichtig bei der Geldanlage ist es, noch vor der Entscheidung für oder gegen ein Finanzinstrument den persönlichen Anlegertyp zu ermitteln. Eine erste Hilfe hierbei ist zum Beispiel der Online-Check in unserer Internet-Filiale. Damit könnt ihr schnell und einfach ein eurer Risikobereitschaft entsprechendes Musterportfolio (einen Mix aus verschiedenen Anlageklassen – z.B. Renten, Aktien, Immobilien) ermitteln.

Ob ihr überhaupt der Typ für die Börse seid, könnt ihr mit diesem Quiz herausfinden. Es stammt aus einem Buch von André Kostolany, einem gefragten Börsen- und Finanzexperten. Auch wenn das Quiz nicht mehr ganz zeitgemäß ist, gibt es trotzdem eine gute erste Orientierung. Eine umfassende Beratung ist natürlich unumgänglich.

Team Pseudonym

Viele Grüße
Euer Team Pseudonym

Matthias, Tim und Jonathan

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