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Nachhaltigkeit und Loyalität – so schmecken Berliner Erfolge

von Tanya Zlateva am in Gründer und Unternehmer, Gut für BerlinKommentieren

Essen ist Lifestyle und in gewisser Hinsicht auch ein politisches Statement. In der heutigen Zeit ist ein Bewusstsein für gute Ernährung entstanden und mit ihm viele neue Unternehmen. Eines davon ist Original Unverpackt – kurz OU –, das in Kreuzberg zuhause ist. Dort bekommen die Kunden genau das, was der unkonventionelle Name verspricht: Produkte, die unverpackt oder in Mehrwegverpackungen angeboten werden. Hier haben sich die OU-Gründerin und -Inhaberin Milena Glimbovski, der Veranstalter des international renommierten Feinschmeckerfestivals eat! berlin, Bernhard Moser, und DÖRRWERK-Gründer Zubin Farahani getroffen.

Oft heißt es, mit Nachhaltigkeit sei kein Geld zu verdienen. Stimmt das?

Zubin Farahani: Das glaube ich nicht. Mit ehrlich nachhaltigen Geschäftsmodellen muss es möglich sein, Geld zu verdienen und sein eigenes Unternehmen nachhaltig wachsen zu lassen. Daran glauben wir im DÖRRWERK fest. Wir stellen zum Beispiel gesunde Snacks aus geretteten Äpfeln und anderen Früchten her. Konkret heißt das: Wir kaufen Äpfel mit Schrammen und Dellen, die sonst nicht in den Handel kommen. Allein in Deutschland landen jedes Jahr über 15 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Viel zu schade und eine riesengroße Verschwendung. Daher kaufen wir das Obst zu fairen Preisen auf und verarbeiten es zu gesunden Snacks, z. B. zu unserem hauchdünnen Fruchtpapier aus 100 Prozent Obst.
Milena Glimbovski: Für das OU-Geschäftskonzept spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine ebenso zentrale Rolle. Denn zu den weggeworfenen Lebensmitteln gesellen sich jährlich noch 16 Millionen Tonnen Verpackung, die in den Müll wandern. Dabei kann man auf einen großen Teil davon ganz einfach verzichten. Aus diesem Bewusstsein heraus haben wir im September 2014 den ersten OU-Markt gegründet. Unser Laden ist zwar kein Megastore, aber wir haben schon jetzt um die 600 Artikel in unserem Sortiment.

Wird dieses Angebot gut angenommen?
Milena Glimbovski: Auf jeden Fall. Wir erweitern unser unverpacktes Sortiment kontinuierlich und bieten bald ein Online-Seminar an, damit Interessierte auch an anderen Orten OUs gründen können.

Für einen international herausragenden Ruf ist auch Ihr Feinschmeckerfestival verantwortlich, Herr Moser. Es gilt als eines der besten weltweit. Sehen Sie eine Verbindung zwischen der gehobenen Küche und den vegan-vegetarischen Trends?


Bernhard Moser: Die Kreativität dieser Trends ist einfach toll, aber auch von Spitzenköchen kommt viel Neues. War nicht der Sternekoch Michael Hoffmann vom Margaux Berlin der Erste, der phantastisch vegetarisch gekocht hat und schon früh seinen eigenen Gemüsegarten in Brandenburg hatte? Man kann den Kreativmotor in dieser Stadt nicht lokalisieren. Für Desserts wird zum Beispiel auch in der Spitzengastronomie Obst dehydriert, wie das Zubin Farahani auch macht.

Was macht den Berliner Feinschmecker aus?

Bernhard Moser: Berliner Gourmets sind neugierig. Und sie essen bewusst.
Zubin Farahani: Absolut. Gerade die bewussten Berliner wollen Qualität – auch bei so etwas Einfachem wie unserem Esspapier. Generell zählen die Berliner ihr Geld genau ab. Aber für Qualität sind sie auch bereit, etwas mehr auszugeben.
Milena Glimbovski: Das kann ich beides bestätigen. All unsere Kunden sind offen für Neues. Deswegen sind wir auch erfolgreich. Zu unserem Erfolg trägt aber noch etwas ganz anderes bei: die Unterstützung unserer Sparkasse. Neben der üblichen Finanzberatung istes schon besonders, wie loyal sie zu uns steht.

Wodurch zeichnet sich diese Loyalität aus?


Milena Glimbovski: Natürlich ist es toll, wenn die Presse begeistert berichtet oder die Menschen hier Schlange stehen. Aber alle jungen Unternehmer kennen neben den Höhenflügen auch die Talsohlen. Dann ist es wichtig, einen geduldigen Finanzpartner zu haben, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Ich habe es sehr zu schätzen gelernt, dass die Berliner Sparkasse dann nicht als Erstes auf die Zahlen schaut.


Bernhard Moser:
Bisher finanzieren wir nur in sehr kleinem Maße über die Bank. Wir haben als kleiner Familienbetrieb die Eat! Berlin GmbH aus eigener Kraft gegründet. Aber allein beim Einrichten und Führen unseres Geschäftskontos zeigt die Berliner Sparkasse eine Flexibilität und einen Service, den wir so von anderen Kreditinstituten nicht kennen.
Zubin Farahani: Gerade beim Thema Finanzen und Darlehen brauchten wir in der Gründungsphase viel Unterstützung. Unsere Sparkassenberaterin war sehr herzlich und fürsorglich, fast schon mütterlich zu uns. Die gute Betreuung hat sicher dazu beigetragen, dass es heute so gut läuft.

Unter dem Motto #OriginalSelbstgemacht möchte das Team von „Original unverpackt“ mit einem DIY-Kosmetik-Set die Badezimmer und die Weltmeere von Plastik befreien. Bis zum 13. August 2017 können Sie das Projekt noch unterstützen. Es erwarten Sie auch kleine Dankeschöns.

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