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Nix los auf dem Sparbuch?

Die europäische Wirtschaft befindet sich derzeit in einer speziellen Marktlage. Zum ersten Mal herrscht eine Niedrigzinsphase, die Unternehmen wie Sparer gleichermaßen betrifft. In unseren Kundengesprächen hören wir fast täglich Aussagen wie „Bei so niedrigen Zinsen können wir das Geld auch unters Kopfkissen legen“. Doch das ist auch keine Lösung.

Warum haben wir überhaupt eine Niedrigzinsphase?
In Europa ist die Europäische Zentralbank, kurz EZB, verantwortlich für den Wert der europäischen Währung, dem Euro. Sie lässt nicht nur Euro-Scheine drucken und Euro-Münzen prägen. Sie legt auch den Leitzins fest, zu dem sich die europäischen Banken bei ihr Geld leihen können. Damit kann die EZB die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum beeinflussen und soll so für stabile Preise sorgen.

Um die Wirtschaft weiter anzukurbeln, hat die EZB in den letzten Jahren den Leitzins immer weiter gesenkt. Die Banken sollen sich günstig Geld bei ihr leihen und an Unternehmen und Verbrauchern weiterreichen, um mehr Investitionen zu ermöglichen und den Konsum anzuregen.

Mittlerweile liegt der Leitzins bei 0%. Für die Banken ist es dadurch günstiger sich das Geld von der EZB als vom privaten Sparer zu leihen. Deshalb sind die Zinssätze für Tagesgeldkonten oder Sparbücher derzeit so niedrig.

Aber was kann der private Sparer nun machen, wenn er kaum noch Zinsen auf dem Sparbuch bekommt?
In Deutschland herrscht eine „Sparbuch-Mentalität“, die scheinbar tief verwurzelt ist. Viele private Anleger lassen ihr Erspartes trotz der aktuell niedrigen Zinsen auf dem Sparbuch oder Tagesgeld liegen und durch die Inflation wortwörtlich vernichten.

Man spricht von einer Inflation, wenn das Geld an Wert bzw. Kaufkraft verliert. Eine Ursache dafür kann sein, wenn die Nachfrage nach bestimmten Produkten schneller steigt als sie produziert werden können. Als Folge erhöhen sich die Preise. Das führt dazu, dass die Verbraucher diese Produkte schnell kaufen, bevor sie noch teurer werden. Hält diese Entwicklung an, bekommen die Verbraucher weniger für ihr Geld.

Stell dir beispielsweise vor, du willst dir einen neuen Fernseher kaufen und liest heute in der Werbung, dass dein Wunschmodell 500 Euro kostet. Dann würdest du ihn natürlich sofort kaufen, wenn du wüsstest, dass er in einem Monat 600 Euro oder sogar mehr kostet. So wärst auch du von der Inflation betroffen.

Wenn die Inflation höher ist als die Zinsen auf dem Sparbuch, ist das Ersparte in einem Jahr weniger wert als heute. Dabei bieten sich auch in Niedrigzinsphasen sowohl sicherheitsorientieren als auch risikoaffinen Sparern Möglichkeiten, das Ersparte rentabel anzulegen. Dazu gehören z.B. Investments wie Aktien, Investmentfonds oder Immobilien.

Doch es gibt nicht nur Aktien und Fonds an der Börse. Die Vielfalt der verschiedenen Finanzinstrumente ist genauso groß, wie die Möglichkeiten sie einzusetzen und daran zu verdienen. Aktuelle Filme wie „The Big Short“ oder Klassiker wie „Margin Call – der große Crash“, „Wall Street – das Geld schläft nicht“ beschäftigen sich genau damit.

Team Pseudonym

Für jeden, der sich für das Thema Börse interessiert, können wir guten Gewissens die Bücher von André Kostolany und Dirk Müller empfehlen. Sie klären den Leser über die Finanzwelt auf und erklären vereinfacht und exemplarisch den Ablauf an den verschiedensten Börsen.

In unserem nächsten Artikel wollen wir euch die wichtigsten Finanzinstrumente vorstellen und euch Tipps für den Anfang an der Börse geben. Auch ein Fragebogen wartet auf euch, ob ihr überhaupt in die Börse investieren solltet oder nicht. Es bleibt also spannend!

Bis zum nächsten Mal Euer Team Pseudonym

Matthias, Tim und Jonathan

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