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Planspiel Börlin (1): So viel Berlin steckt im Planspiel Börse

von Planspiel Börse am 18. Oktober 2017

Berlin: immer in Bewegung, angesagt, international, hip. Als Wirtschaftsstandort spielt die Stadt bei vielen erstmal keine große Rolle – allerdings habt ihr es im Planspiel mit einigen Konzernen zu tun, die zwar nicht alle ihren Hauptsitz, zumindest aber eine Geschäftsstelle in Berlin haben.

Darüber hinaus wurden hier Unternehmen gegründet, die bis heute national und international zu den wichtigsten Playern gehören – wie zum Beispiel die Deutsche Bank, Lufthansa, Allianz oder Edeka. Auch die Berliner Sparkasse hat bereits eine lange Erfolgsgeschichte zu verbuchen und zählt heute zu den Top-Arbeitgebern der Stadt. An dieser Stelle stellen wir euch kurz die (Börsen-)Geschichte von drei Berliner Unternehmen vor, deren Aktien ihr auch beim Planspiel Börse kaufen könnt.

Siemens

1. Oktober 1847, in einer Hinterhof-Werkstatt in Kreuzberg: Werner Siemens und Johann Georg Halske gründen die Telegraphen Bau-Anstalt Siemens & Halske. Innerhalb weniger Jahrzehnte etabliert sich daraus eines der ersten multinationalen Industrieunternehmen. Aufgrund des rasanten Wachstums entsteht ab 1899 durch die Ansiedlung der Werke von Siemens & Halske am Berliner Nonnendamm sogar ein neuer Ortsteil: die Siemensstadt.

Briefkopf der "Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske", um 1853. Quelle: www.siemens.de/presse

Briefkopf der „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“, um 1853. Quelle: www.siemens.de/presse

Egal, ob E-Loks oder moderne Telefonsysteme: das Unternehmen ist immer ganz vorn mit dabei. Während des Zweiten Weltkriegs wird es zum größten Elektrokonzern der Welt und investiert verstärkt in Bereiche wie Medizin- und Rundfunktechnik oder Haushaltsgeräte. Nach dem Krieg wird der Hauptsitz aufgrund der unsicheren Lage nach Erlangen verlegt, Berlin bleibt Zweitfirmensitz. Heute befinden sich die Zentralen in München und Berlin. Weltweit beschäftigt Siemens rund 348.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist an den wichtigsten technologischen Entwicklungen beteiligt.

Am 3. Juli 1897 wird Siemens & Halske zur Aktiengesellschaft, 1966 werden die einzelnen Sparten zur Siemens AG zusammengefasst. Die positive Entwicklung der Aktie in den letzten Jahren mündete im Sommer 2017 sogar in einem Allzeithoch von gut 133 Euro – und übertraf damit das alte Hoch aus dem Jahr 2000. Aktuell beträgt der Aktienwert 119,20 Euro (Stand: 17.10.2017)

Zalando

„Vom Pionier des E-Commerce zur innovativsten Mode-Plattform Europas“, so beschreibt sich Zalando auf seiner Website. Und das ist wohl wahr: Was 2008 in einer kleinen Berliner Studentenbude begann (die sowohl als Lager als auch Versand“zentrum“ herhalten musste), hat sich in nur neun Jahren zu Europas führender Online-Plattform für Mode entwickelt.

Zalando Outlet Berlin

Zalando Outlet Berlin

Hauptsitz der Firma wird ab Sommer 2018 der „Zalando Campus“ sein – bestehend aus zwei siebenstöckigen Gebäuden neben der Mercedes-Benz-Arena; auf 42.000 Quadratmeter werden 5000 Mitarbeiter Platz finden. Ein Erfolg wie im Märchen. Ob die Vorstandsmitglieder (und teilweise Gründer) Rubin Ritter, David Schneider und Robert Genz sich wohl ab und zu in ihre Büros zurückziehen, um den Zalando-Werbeslogan in die Tat umsetzen? Sie haben jedenfalls allen Grund, vor Glück zu schreien.

Seit dem 1. Oktober 2014 ist Zalando an der Börse. Der Aktienpreis startete bei 21,50 Euro. Bereits eine Woche später war ihr Tiefpunkt erreicht: Am 8. Oktober war sie nur noch 17,10 Euro wert. Im ersten Quartal 2015 allerdings waren die Umsatzzahlen des Unternehmens so unerwartet hoch, dass der Wert zwischenzeitlich bereits auf 30,30 Euro stieg. In den letzten Monaten hält sich Aktie ziemlich konstant über 40 Euro, aktuell sogar 44 Euro (Stand:17.10.2017)

Deutsche Wohnen

Berlin und seine Immobilien: Fluch für die einen, Segen für die anderen. Letzteres kann wohl die Deutsche Wohnen von sich behaupten, eine der führenden Immobiliengesellschaften Deutschlands. Das Unternehmen sitzt zwar in Frankfurt, seine Hauptniederlassung befindet sich aber in Berlin. Das ist wenig verwunderlich angesichts der rund 114 000 Wohnungen, die die Deutsche Wohnen allein in der Hauptstadt besitzt. Hier wurde die das Unternehmen besonders stark durch den Erwerb der alteingesessenen Wohnungsgesellschaften GEHAG (2007) und GSW (2013).

1998 gründete die Deutsche Bank die Deutsche Wohnen. Deren Börseneinführung fand zwar bereits im November 1999 statt, sie war allerdings bis Juli 2006 der Deutschen Bank unterstellt. Erst seitdem ist sie eine unabhängige börsennotierte Aktiengesellschaft. Kurz bevor es 2006 zu einem Einbruch des Immobilienmarktes kam, erfuhr die Aktie der Deutschen Wohnen ein bisheriges Rekordhoch von knapp 60,00 Euro. Dann begann eine rasante Talfahrt, die erst im Mai 2010 bei 6,90 Euro zum Halten kam. Momentan liegt der Preis relativ konstant zwischen 35 und 36 Euro.

 

Wenn Berliner Unternehmen an die Börse gehen, gehen sie aber nicht unbedingt an die Berliner Börse. Woran das liegt und wie viele Wertpapiere hier gehandelt werden, erfahrt ihr in unserem Artikel aus dem Jahr 2014: Börse Berlin – der virtuelle Marktplatz.

Wo weltweit am meisten gehandelt wird, zeigen wir euch mit unserer kleinen Börsen-Weltreise zu den 5 wichtigsten Börsenplätzen.

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