Berliner Sparkasse  

Politik hautnah erleben

von Tanya Zlateva am in Azubi-Blog, KarriereKommentieren

Einen neuen Weg, um junge Nachwuchskräfte für gesellschaftliche und politische Themen zu interessieren, geht die Berliner Sparkasse: Unsere Auszubildenden und Dual-Studierenden bekommen die Möglichkeit, Bundes-, Europa- und Landespolitik live zu erleben und sich so abseits des Arbeitsplatzes weiterzubilden. Vom Abgeordnetenhaus, dem Bundestag bis hin zur Schwarzkopf Stiftung Junges Europa erhalten die Azubis und Studenten in Form von halbtägigen Besuchen Einblicke in politischen Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse.

„Wir haben einerseits festgestellt, dass bei den Berufseinsteiern das gesellschaftliche und politische Basiswissen aus Elternhaus und Schule ausbaufähig ist. Andererseits werden bei Kundengesprächen eine gute Allgemeinbildung und ein breit angelegtes Wissen jenseits bankfachlicher Themen immer wichtiger, um mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren“, erklärt Inci Cikik, Leiterin der Ausbildungsabteilung der Berliner Sparkasse.

Aus diesen Erkenntnissen wurde ein Konzept entwickelt, das den jungen Nachwuchskräften die Politik näher bringt. Im Rahmen eines Pilotprojektes war Anfang Juni eine erste Gruppe Auszubildender im Berliner Abgeordnetenhaus und im Deutschen Bundestag.

Die Arbeitswelt im Abgeordnetenhaus
Nach einer kurzen historischen Einführung über die Entstehungsgeschichte, die politischen Umbrüche und deren Folgen auf das Abgeordnetenhaus, konnten die Azubis auch an einer realen Plenarsitzung teilnehmen und so einen konkreten Eindruck politischer Arbeit gewinnen: Bei der 72. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie sprachen und diskutierten Abgeordnete verschiedenster Parteien mit Senatorin Sandra Scheeres zum Thema Berufsfachschulen. Hier wurde die Komplexität politischer Arbeit deutlich. Es zeigte sich, dass es von der Idee oder dem Bedarf bis hin zur Umsetzung viele Fragen gibt, die diskutiert und beachtet werden müssen. Hinzu kommt, dass bei jeder Änderung oder Neuerung eines Gesetzes vor allem die juristischen Möglichkeiten abgewogen werden müssen.

Im Gespräch mit dem Präsidenten

Azubis_WielandDie Azubis bekamen auch Gelegenheit, in einem einstündigen Gespräch Fragen an Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin zu stellen und mehr über seine Aufgaben zu erfahren. Gleichzeitig konnten sie aber auch aktuelle Themen ansprechen und mit ihm darüber diskutieren. Die Azubis nutzten dieses Angebot mit großem Interesse. „Gehen Sie wählen und zeigen Sie sich solidarisch mit den Menschen, denen diese Möglichkeit andernorts auf der Welt verwehrt wird. Nutzen Sie den Wahl-O-Mat, um ihre politischen Wünsche einer Partei zuordnen zu können.“, riet Präsident Wieland auf die Frage. Auf die Frage möglicher Lösungsansätze hinsichtlich steigender Mietpreise und Wohnungsknappheit in Berlin lautete sein Fazit: „Bauen, bauen, bauen.“

Ob am Ende des Pilotprojekts das Ziel erreicht wird, dass sich die Auszubildenden dadurch intensiver mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnissen befassen und eigenmotiviert weiterbilden, wird sich herausstellen, wenn die Teilnehmer ihr Feedback abgeben und über ihre Erfahrungen berichten. Ein erstes Zwischenfazit zieht der Auszubildende Dominic Heyn: „Es hat mir sehr gut gefallen und gerade die persönlichen Gespräche im Rahmen des Projekts machen Politik erlebbar und bestärken bestimmt auch andere Azubis darin, sich mehr für Politik zu interessieren“, so seine Einschätzung.

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