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Preiswert – Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs

eingestellt von Christian Seifert am 19. Oktober 2018 | Kategorie: Gründer und Unternehmer

Einsteigen, aussteigen, zahlen. Und zwar den besten Preis. So stellt sich Stephan Leppler die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs vor. Dafür wurde sein Start-up MotionTag im vergangenen Jahr mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg ausgezeichnet. Überzeugt von seiner Vision wie auch vom Potenzial der Hauptstadtregion insgesamt: die Juryvorsitzende und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Prof. Dr. Jutta Allmendinger.

Ein Traum für Pendler und Touristen: nie wieder Preislisten oder Zonenpläne checken. Einfach in die U-Bahn springen und losfahren. Den Rest erledigt das Smartphone. „Der Fahrgast muss sich beim Ticketkauf nicht mehr den Kopf zerbrechen“, erklärt Leppler. Das System erkennt automatisch, wie gefahren wird, und rechnet am Ende den bestmöglichen Preis ab. So will der MotionTag-Gründer den öffentlichen Nahverkehr benutzerfreundlicher und preiswerter machen.

Konzept und Technologie haben es der Jury des Innovationspreises Berlin Brandenburg angetan. MotionTag gehörte 2017 zu den Gewinnern der renommierten Auszeichnung, die die dynamische Entwicklung von Zukunftsbranchen in der Hauptstadtregion fördert. Der Preis ist in den Augen von Prof. Jutta Allmendinger, die seit 2017 der Jury vorsitzt, eine große Chance, Wissenschaft und Wirtschaft noch enger zusammenzubringen. Statt „arm, aber sexy“ wolle man heute lieber „innovativ und sexy“ sein, sagt sie mit einem Augenzwinkern.

An Innovationen wie MotionTag schätzt sie nicht zuletzt den sozialen Aspekt: „Alles, was preisreduzierend ist, dient natürlich auch der Verringerung von sozialen oder materiellen Unterschieden.“ Allmendingers persönliches Anliegen sind Innovationen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Dafür steht ihr ein starker Partner zur Seite: Die Berliner Sparkasse, die den Innovationspreis seit 2006 unterstützt, stiftete 2017 das Preisgeld für den Sonderpreis „Soziale Innovationen“. Damit sei der Innovationspreis Berlin Brandenburg der einzige, der soziale Innovation überhaupt ernst nehme, unterstreicht die Soziologin. „Und die Sparkasse ist daraus nicht mehr wegzudenken.“

Firmenkunde Leppler setzt ebenfalls auf die Nähe zur Berliner Sparkasse. „Man hat ein Gesicht und kann sich mit jemandem zusammensetzen“, sagt er. Aber auch die Region selbst trage enorm zum Gelingen innovativer Projekte bei: In Berlin und Brandenburg gebe es viele Netzwerke und Accelerator-Programme für junge Unternehmer, die man für die ersten Schritte einfach brauche – ein im europäischen Vergleich hervorragendes Ökosystem. Seine Innovation jedenfalls nimmt gerade richtig Fahrt auf. „Einfach losfahren und den besten Preis bezahlen“ – das soll laut Leppler schon 2019 in verschiedenen Pilotregionen möglich sein.

Es ist dieser funkensprühende Innovationsgeist, der Jutta Allmendinger begeistert. Auf die Frage, was sie bei ihrer ersten Preisverleihung als Juryvorsitzende besonders beeindruckt hat, antwortet sie, ohne zu zögern: „Das Blitzen in den Augen und der Stolz der jungen Menschen.“ Allein dies sei einen Preis wert. Künftig möchte sie neben den ausgezeichneten Innovationen auch die Macher und deren Antrieb noch stärker in den Vordergrund rücken.

 

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