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Raum für Neues

eingestellt von Tanya Zlateva am 24. Juli 2018 | Kategorie: 200 Jahre

Ein Ort für Menschen, die an ihre Ideen glauben: Tobias Wittich von „The Place“ im Gespräch mit Arnas Bräutigam und Katharina Bolien von der Berliner Sparkasse.

Gemeinsam stärker

Innovation voraus: Im quirligen Berlin-Kreuzberg hat der frühere Unternehmensberater Tobias Wittich einen Ort für kreative Menschen geschaffen. Einen Ort, an dem Start-ups an ihrer Zukunft feilen und mit Unternehmen zusammenkommen, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. 120 Coworking-Plätze bietet „The Place“, rund 300 Veranstaltungen finden hier jährlich statt. Seit 2017 ist auch die Berliner Sparkasse an Bord und testet neue Kontaktmöglichkeiten für Firmenkunden. Die Initiative dazu kam von den FK-YoungStars, einem agilen internen Netzwerk, dem Katharina Bolien aus dem strategischen Vertriebsmanagement des Geschäftsfelds Firmenkunden angehört, sowie von Arnas Bräutigam, Start-up-Berater im Firmencenter Gründung und Nachfolge.

Herr Wittich, was steckt hinter „The Place“?

Tobias Wittich: Im Grunde eine einfache Idee: Wir wollten einen Raum schaffen, wo Innovation passiert. Kreativität lässt sich nicht von oben verordnen. Aber jeder, der ein Start-up gründet, ist kreativ und im positiven Sinne verrückt. Das sind Menschen, die an ihre Ideen und weniger an Erfolgsstatistiken glauben. Die Gleichgesinnte finden wollen – aber gern auch mit den richtigen Unternehmen und Finanziers zusammenkommen, wenn die Zeit reif ist. Die Basis dafür ist „The Place“: hell, offen, inspirierend – ein Raum für neue Ideen eben. Leute aus aller Welt wollen hier ihr Start-up auf die Beine stellen. Die Start-ups von heute reden über ihre Ideen. Und sie hören zu – je mehr Input sie bekommen, desto besser. Der Fokus bei uns liegt auf Ideen, Impulsen und Teamspirit. Jeder hier weiß: Gemeinsam können wir stärker sein.

Warum engagiert sich die Berliner Sparkassebei „The Place“?

Katharina Bolien: Als Kreditinstitut sind wir immer auf der Suche nach neuen Orten, an denen wir mit unseren Kunden in Kontakt kommen können. Im Firmenkundenbereich sind Start-ups hochinteressant für uns. Die Idee, bei „The Place“ Coworking-Plätze anzumieten, entstand im Rahmen unseres internen FK-YoungStar-Netzwerks und hat sofort überzeugt.

Tobias Wittich: Die Leute von der Sparkasse sind dann einfach hier reingekommen und haben gesagt: „Lass uns mal was gemeinsam machen.“ Da war noch gar nicht ganz klar, was genau.

Arnas Bräutigam: Die Chemie hat einfach gestimmt. Hier geht es um Perspektiven und Know-how. Ähnlich bei uns: Wenn wir einen Start-up-Kunden gut kennen, es für eine klassische Finanzierung aber noch zu früh ist, schauen auch wir in unserem Netzwerk nach passenden Finanziers. Ganz ohne Provision, einfach, um gemeinsam voranzukommen. Bei „The Place“ geht es um Community, und das passt sehr gut zu uns. Darum haben wir im September 2017 einen Tisch mit zehn Plätzen angemietet. Davon waren neun Plätze für Start-ups, die gerade auf der Suche nach Büroräumen waren, und einer für einen Berater von uns. Seitdem sind wir mittendrin.

Katharina Bolien: 2018 bauen wir dieses Engagement anlässlich unseres 200-jährigen Jubiläums noch weiter aus. Damit möchten wir zum einen der Stadt etwas zurückgeben und zum anderen die Gründerszene fördern und noch besser kennenlernen. Auch Veranstaltungen richten wir hier aus. Seit März 2018 stellt die Berliner Sparkasse in zwei Phasen je 20 kostenfreie Arbeitsplätze bei „The Place“ zur Verfügung. Um die konnten sich technologiebasierte Start-ups mit Sitz in Berlin bewerben, die nicht älter als zwei Jahre sind. Für sie ist ein Coworking-Space besonders attraktiv, weil sie meist noch nicht soweit sind, eigene Büroräume anzumieten, und hier ihr Netzwerk erweitern können. Bis Ende Juni läuft die erste Phase, dann werden die 20 Plätze neu ausgeschrieben.

Warum ist Coworking überhaupt ein sowichtiges Thema?

Tobias Wittich: Weil es um viel mehr geht. Unternehmen suchen händeringend nach Ideen rund um die drei großen Themen digitale Disruption, unternehmerisches Denken und New Work. Klar ist: Wer nichts tut, stirbt. Was aber genau zu tun ist, dafür gibt es kein Patentrezept. Wir helfen Unternehmen zusammen mit den Start-ups individuelle Lösungen zu finden. Es braucht heute einen anderen Spirit, andere Leute, um gemeinsam eine runde Sache aus einer Idee zu machen. Dafür gibt’s Orte wie „The Place“.

Katharina Bolien: In unserem Haus probieren wir vermehrt moderne Arbeitsformen aus. Dabei finden sich immer wieder agile, interdisziplinäre Teams zusammen, die ein Projekt angehen und Ideen auf unkonventionelle Weise entwickeln. Und da können wir sicher noch viel von den Start-ups lernen.

Arnas Bräutigam: Natürlich gibt es Grenzen: Es ist zwar klasse, mit anderen ein Büro zu teilen. Wenn man allerdings mit Personendaten arbeitet, im Vertrieb etwa, dann herrschen da gewisse datenschutzrechtliche Anforderungen. Da kann ich nicht einfach einen persönlichen Brief zentral ausdrucken oder Coworker auf meinen Laptop gucken lassen. Aber in den strategischen Bereichen ist eine Menge möglich!

Wo geht die Reise hin?

Tobias Wittich: Im Kern geht es um einen großen Kulturwandel. Und der ist dringend notwendig, wenn man bei den großen Themen auch in drei, vier Jahren noch mithalten will. Die Sparkasse hat sich darauf eingelassen. Auch das gehört dazu – sich einlassen auf die Welt der Start-ups, verstehen, mitmachen. Und so wollen wir „The Place“ weiterentwickeln: als zentralen Ort für Innovation in Berlin, als Dreh- und Angelpunkt für frühphasige Innovation. Hier sollen Start-ups sich wohl fühlen und vorankommen.

Arnas Bräutigam: Unsere DNA ist und bleibt die qualifizierte Beratung. Bei uns wird es immer um den persönlichen Ansatz gehen. Aber auch den kann man effizienter gestalten. Wir arbeiten daran, dem Anspruch unserer Kunden gerecht zu werden. Und dabei unser großes Netzwerk noch besser ins Spiel zu bringen.

Katharina Bolien: Kaum ein Unternehmen kennt diese Stadt und ihre Unternehmen so wie die Berliner Sparkasse. Wir sind seit 200 Jahren eng mit Berlin verbunden. Wir sind einfach für unsere Kunden da. Und ständig unterwegs: Auch wir bringen Leute zusammen, unterstützen Unternehmertum und machen Neues möglich.

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