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Rückblick: Tops und Flops 2016

von Planspiel Börse am 6. Oktober 2017

Fast 2.000 Berliner Schülerinnen und Schüler haben vor einem Jahr an der Börse mitgefiebert und gehofft, dass die Kurse der von ihnen gekauften Aktien steigen. Am erfolgreichsten waren die fünf Schülerinnen vom „Xx Team Pizza xX“– sie hatten komplett auf den Bankensektor gesetzt und damit in den zehn Wochen des Planspiel Börse große Gewinner erzielt. Doch es gab auch andere Erfolgsaktien. Wir blicken zurück, was die Börse im letzten Herbst bewegt hat und stellen die Tops und Flops des Planspiel Börse 2016 vor. Vielleicht dient der Rückblick ja auch als Hilfe für die gerade begonnene neue Spielrunde?

Was hat die Börse 2016 bewegt?

Quartalszahlen

Das Planspiel Börse startet traditionell in einer spannenden Zeit für Menschen, die an der Börse investieren. Denn Anfang Oktober veröffentlichen die börsennotierten Unternehmen ihre Geschäftszahlen aus dem dritten Quartal. Da jede Aktivität an der Börse ein stückweit Spekulation über den Erfolg von Unternehmen ist, ist die Tendenz der Quartalszahlen entscheidend: Ist etwa der Gewinn nicht so hoch wie erwartet oder der Verlust nicht so schlimm wie befürchtet, bewerten die Analysten das Unternehmen neu. Wenn eine positive Überraschung zu einer besseren Bewertung führt, werden mehr Anleger die Aktie kaufen wollen und der Kurs wird steigen. Gut für alle, die die Aktie bereits im Portfolio haben oder schnell auf die Nachrichten reagieren.

Wahl des US-Präsidenten

Am 9. November herrschte Gewissheit und Ungewissheit zugleich: Der Milliardär Donald Trump gewann die Präsidentschaftswahlen in den USA – doch niemand konnte so recht wissen, wie er vom Weißen Haus aus regieren würde. Diese Unsicherheit ist schlecht für Finanzmärkte, die auf Verlässlichkeit und Konstanz setzen. Doch die US-Börse reagierte zunächst überraschend positiv und befeuerte damit sogar den europäischen Aktienmarkt. Mehr über die Auswirkungen der US-Wahlen auf den Aktienmarkt könnt ihr hier nachlesen:

9. November Börse ARD: Der erste Trump-Schock ist verdaut 
Börse ARD: Pharma-Aktien im Trump-Fieber – die größten Gewinn und Verlierer
20. November, Tagesspiegel: Börsen-Boom nach Trumps Wahl

Tops und Flops beim Planspiel Börse 2016 (Auswahl)

Top:
Deutsche Bank (+ 47,8% im Zeitraum des Planspiel Börse)

Die Deutsche Bank gehört zu den führenden internationalen Investmentbanken, hat aufgrund einiger Finanzskandale in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Der außerordentliche Kursanstieg der Aktie während des Planspiel Börse hatte gute Gründe:

  • Sehr gute Quartalszahlen: Der Markt hatte für das 3. Quartal mit Verlusten in Höhe von 600 bis 700 Millionen Euro gerechnet, das Unternehmen präsentierte im Oktober aber einen Gewinn von 619 Millionen Euro.
  • US-Wahlen: Donald Trump machte den Banken Aussichten auf weniger Regulierung. Das freut die Banken – und ihre Aktionäre.
  • Positive Nachrichten: Im November deutete sich ein Ende von kostspieligen Rechtsstreitigkeiten in den USA an.

EIN GROSSES ABER: Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist zwischen Oktober und Dezember stark gestiegen – diese Entwicklung stellt allerdings auch eine Gegenbewegung innerhalb eines langfristigen Abwärtstrends dar. Gleiches gilt für die Deutsche Lufthansa, die im Zeitraum des Planspiel Börse um 32% zulegte. Beide Aktien gehörten im gesamten Jahr 2016 zu den größten Verlieren im DAX. Wenn ihr euch die Entwicklung von Aktienkursen über kurze und längere Zeiträume anschauen wollt, empfehlen wir den Blick ins BörsenCenter der Berliner Sparkasse.


 

Fiat Chrysler: (+42,%)

Der Konzern entstand aus der kompletten Übernahme von Chrysler durch Fiat im Januar 2017. Gründe für den Kursanstieg im Herbst:

  • Quartalszahlen: Der operative Gewinn lag weit über den Erwartungen – eine gute Nachricht für alle, die Aktien von Fiat Chrysler gehalten haben.
  • US-Wahlen: Die amerikanische Industrie zog am Aktienmarkt stark an, weil Trump Förderungsprogramme für die heimische Wirtschaft ankündigte. Davon profitierte im November auch der Automarkt.
  • Positive Nachrichten: Die Vorstellung neuer Modelle und die Ankündigung einer Kooperation mit Amazon in Italien sind weitere Gründe für die hohe Nachfrage nach Aktien von Fiat Chrysler – und den damit verbundenen Kursanstieg.

 

 

Flops

Nordex (-29,7%)

Nordex SE ist ein international tätigen Unternehmen der Windenergiebranche. Das Kerngeschäft sind die Produktion, der Aufbau und die Wartung von Windkraftanlagen. Der Absturz der Aktie im Oktober kann auf folgende Punkte zurückgeführt werden:

  • Negatives Branchenumfeld: Die politischen Streitereien um die Konkretisierung von Klimazielen ist schlecht für alle Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.
  • Donald Trump: Der neue US-Präsident spricht vom Auflösen des Klimavertrags und möchte die nationale Umweltbehörde schließen. Das ist für Nordex, das ein Wachstum in den USA anstrebt, ebenfalls unerfreulich.
  • Negative Nachrichten: Im Herbst musste das Unternehmen Verzögerungen bei großen Projekten kommunizieren.

 

RWE (-24,3%)

RWE ist gemessen am Umsatz der zweitgrößte Strom- und Gasanbieter Deutschlands – gemeinsam mit EnBW, E.ON und Vattenfall gehört das Unternehmen zu den oft genannten „vier großen Energieversorgern“, die hierzulande einen Marktanteil von über 80% haben. Die schlechte Kursentwicklung im Zeitraum des Planspiel Börse ist sowohl kurz- als auch langfristigen Problemen geschuldet.

  • Börsengang von innogy: Bereits im April hatte RWE seine Tochtergesellschaft innogy abgespalten, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Am 7. Oktober ging innogy an die Börse und erzielte erzielte damit einen Erlös von 5 Milliarden Euro – der größte Börsenstart in Deutschland seit dem Jahr 2000, als die Deutsche Post und der Chipherstelle Infineon mehr als 6 Milliarden Euro einsammelten. Dass RWE den nachhaltigen, zukunftsorientierten Geschäftsbereich abspaltet und zu Teilen abgibt, wirkte sich negativ auf die Bewertung des Unternehmens auf – und somit auf den Aktienkurs.
  • Quartalszahlen: RWE verfehlte in den Monaten Juli, August und September die Erwartungen der Analysten.
  • Negatives Branchenumfeld: Die geplante Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland sorgt in der langfristigen Betrachtung für einen Kursverfall der deutschen Stromversorger.

 

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