Berliner Sparkasse  

Spenden statt schenken: Geld und gegenseitige Unterstützung

von Christian Seifert am in Gut für BerlinKommentieren

Bereits zum dritten Mal haben wir auf Kundengeschenke zur Weihnachtszeit verzichtet. Stattdessen wurden 50.000 Euro gespendet, über die sich vier soziale Einrichtungen freuen können. Im Februar trafen sich Mitglieder dieser Einrichtungen mit Vertretern der Stiftung Berliner Sparkasse und Mitarbeitern der Berliner Sparkasse, um sich über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszutauschen.

Die Freude über die hohen Spendensummen war bei den Vertretern der drei anwesenden Projekte riesengroß, denn damit können kurzfristig Finanzierungslücken geschlossen werden. Und alle betonten, dass der Preis ein besonderer sei, weil mehr als 17.000 Bürgerinnen und Bürger aus Berlin die Projekte mit ihrer Abstimmung gewählt hätten.

Spenden sichern Projekte

Durch den Betrag ist beispielsweise die Seniorenhilfe des Vereins Soziale Gesundheit e.V. in Lichtenberg für die nächsten zwei Jahre gesichert. Mit dem Geld kann die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden, damit die Menschen im Kiez das Seniorenhilfe-Programm noch besser wahrnehmen. Der Verein arbeitet gegen die Vereinsamung älterer Menschen. 300 Senioren werden pro Jahr betreut. Ob altersgerechte Lebensgestaltung, gesundheitliche Beschwerden oder Anträge zur Pflegestufe, die kostenlose soziale Beratung und Unterstützung ist umfassend und wird unter anderem gemeinsam mit den jeweiligen Hausärzten durchgeführt.

Das Treffen war viel mehr als Hände schütteln, Danke sagen und Geld abholen. „Wir wollen Ihr Partner sein und nicht nur Geldgeber, das ist unser Motto. Daher haben wir uns Zeit für Sie reserviert, denn das ist die Chance zu einem spannenden und wertvollen Austausch, der uns alle weiterbringt“, sagte Bianca Richardt, Leiterin Stiftungen der Berliner Sparkasse, die die Teilnehmer begrüßte.

Weitere Zusammenarbeit mehr als denkbar

Den Ball nahm Laura Berner von Plan MSA dankbar auf. In dem Projekt bereiten sich Kreuzberger Jugendliche auf die Prüfung für den Mittleren Schulabschluss am Ende der 10. Klasse vor. Das vor sechs Jahren von zwei Studentinnen gegründete Projekt hat mittlerweile etwa 500 Jugendliche unterstützt. „Wir wollen mit unserem kostenlosen Nachhilfeunterricht den Jugendlichen den Zugang zur beruflichen Ausbildung ermöglichen, der ohne bestandene Prüfung kaum möglich ist“, sagte sie.

Ihre Frage zur weiteren Zusammenarbeit zielte auf das Thema finanzielle Bildung ab, das wir als Berliner Sparkasse in Schulen durchführen. Nachdem sie in dieser Austauschrunde davon erfahren hatte, wollte sie wissen, ob das auch für die Jugendlichen bei „Plan MSA“ geeignet sei. Das sei kein Problem, das Konzept auch in solchen Einrichtungen einzusetzen, war die Antwort von Daniela Kussin, Regionalleiterin Charlottenburg.

Ehrenamtsmonat im Hühnerstall?

Eine weitere konkrete Zusammenarbeit können sich die beiden Vertreter des Projekts „Erlebniswelt Tier und Natur“ vorstellen. Dort wird jungen Menschen mit psychischen Auffälligkeiten geholfen. Beschäftigungs- und Bildungsangebote, soziale Betreuung und Wohnungsvermittlung sind die Schwerpunkte der Arbeit. Man wolle den Jugendlichen in verschiedenen Projekten eine Tagestruktur geben, damit sie tägliche Aufgaben und Ziele haben. Ein Projekt befindet sich im Volkspark Jungfernheide. Seit 3 ½ Jahren wird dort eine Erlebniswelt mit Tieren und Pflanzen aufgebaut. Ziegen und Hasen erfreuen sich bei den Parkbesuchern großer Beliebtheit und die betreuten Jugendlichen finden dort eine sinnvolle Beschäftigung. Als nächstes wird ein Hühnerstall gebaut, der mit der jetzigen Spende realisiert werden kann. „Ich kann mir gut vorstellen, dass der Ehrenamtsmonat der Berliner Sparkasse eine geeignete Sache für beide Seiten wäre“, sagte Reinhold Kolkmann-Weisel.

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