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Tipps zum Endspurt

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Robert Genz

Zuletzt hat uns Robert Genz, Wertpapier-Experte der Berliner Sparkasse, ein ausführliches Interview zum Thema Nachhaltigkeit in der Geldanlage gegeben. Heute hat er für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Planspiel Börse noch Tipps für den Endspurt.


8 von 10 Wochen sind gespielt beim Planspiel Börse. Was raten Sie den Teilnehmern für den Endspurt?

Am Ende gewinnt der, der auf die richten Pferde gesetzt hat. In den letzten zwei Wochen geht es darum, richtig zu pushen. Wer richtig gut dasteht, kann sich überlegen, mit welchen Mechanismen sich die Gewinne sichern lassen: Wie kann ich umschichten und dem Totalverlust durch mögliche „Bad News“ vorbeugen? Man muss jetzt nicht mehr in Wachstumsaktien investieren, sondern kann zum Beispiel nach „ruhigeren Häfen“, also weniger anfälligen Dividendentiteln, suchen.

Denjenigen, die in den ersten acht Wochen Verluste eingefahren haben, würde ich sagen: Es ist ein Spiel, das gehört dazu. Hier dürftet ihr auch mal alles auf eine Karte setzen. Sucht eine Aktie, die in den vergangenen Wochen vielleicht zu viel verloren hat und jetzt schnell zulegen könnte…

Ihr überlegt gerade noch, was Dividenden sind? Dann schaut doch einmal ins Börsenlexikon, das wir für euch aufbereitet haben. Dieses findet ihr im Wissensbereich auf der Planspiel-Börse-Website. Ebenfalls interessant und immer aktuell: Der DAX-Dividendenchecker.


Bei der Geldanlage verfolgen Sie für ihre Kunden eine langfristige Strategie.
Reichen die zehn Wochen des Planspiel Börse dennoch aus, um etwas über die Börse und Wertpapiere zu lernen?

Eindeutig, ja. Der Start ist viel Wert. Sich mit Unternehmen auseinanderzusetzen, sich ihrer Phantasie zu nähern, begeistern zu lassen und im besten Fall daran festzuhalten. Die Teilnehmer können auch in der kurzen Spieldauer lernen, nicht bei den ersten Minuszeichen unruhig zu werden, sondern Verluste in Kauf zu nehmen.
Bei der kurzen Anlagedauer müssen Nachrichten gut berücksichtigt werden. Der VW-Skandal hat zum Beispiel den gesamten DAX geschockt, weil „made in Germany“ in Frage gestellt wurde. Diese Momente haben aber meist nur kurzfristige Auswirkungen und erholen sich langfristig. Während der Spieldauer im Planspiel Börse von 10 Wochen sind die Depots daher sehr anfällig: Die Schülerinnen und Schüler müssen aufpassen und eher reagieren, als es ein Anleger mit langfristiger Strategie tun müsste.

Ich möchte dennoch mit einem Zitat vom Börsenexperten und Schriftsteller André Kostolany abschließen. Etwas zugespitzt, aber genau deswegen auch berühmt, stellt er den Kauf von Aktien als eine langfristig erfolgreiche Strategie dar:
„Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“
Mehr Sprüche von Kostalany und andere Börsenweisheiten haben wir in unserem Blog-Beitrag „Börsenweisheiten – Bauernregeln des 20. Jahrhunderts“ für euch gesammelt.

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