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Warum Sie Ihre Rentenprognose mit Vorsicht lesen sollten

Christian hat heute seine neueste Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung Bund bekommen – und freut sich. Sinngemäß heißt es dort: „Wenn Sie weiter so verdienen wie in den vergangenen fünf Jahren, erhalten Sie später von uns eine monatliche Rente von 2.000 Euro.“ „Mit diesem Betrag komme ich ganz ordentlich über die Runden“, denkt sich Christian. Aktuell bringt er netto auch nicht viel mehr nach Hause. „Später spare ich mir die Fahrtkosten zur Arbeit und die Kinder sorgen dann für sich selbst.“

Auf den ersten Blick kein Grund zur Sorge für den Lebensunterhalt im Alter, doch seine Freude ist etwas voreilig. Denn am Ende wird deutlich weniger ausgezahlt als ihn die Renteninformation hat vermuten lassen. Wird seine Rente später tatsächlich reichen? Christian ist heute 40 Jahre alt und will im Alter von 67, also in 27 Jahren, in den Ruhestand gehen. An seinem Beispiel wollen wir zeigen, warum die Renteninformation mit Vorsicht zu lesen ist und welche Zusatzfaktoren bei der Berechnung der künftigen Rente noch eine Rolle spielen.

Die Inflation schlägt zu
Eine heute zugesagte Rente wird zum Zeitpunkt der Auszahlung weniger wert sein. Kalkulieren Sie am besten bereits jetzt einen Kaufkraftverlust ein und sorgen Sie entsprechend vor. Bleiben wir beim Beispiel von Christian. Die 2.000 Euro monatliche Rente sind irreführend, wenn man heutige Preise zugrunde legt. Tatsächlich hat diese Summe bei einer angenommenen Geldentwertung von 2 Prozent jährlich und einem Renteneintritt in 27 Jahren dann nur noch eine Kaufkraft von 1.170 Euro. Dieser Effekt ist umso größer, je ferner der Renteneintritt liegt und je höher die Inflationsrate ist. Die Deutsche Rentenversicherung Bund weist zwar in ihrer jährlichen Information auf die Entwertung durch den Kaufkraftverlust hin, errechnet aber keine entsprechend bereinigte Rente. Doch 2 Prozent pro Jahr sind nicht unrealistisch, wie die vergangenen Jahre zeigen.

Ein praktisches Beispiel: Für eine Reise, die sich der 40-jährige Angestellte heute für 1.000 Euro locker leisten kann, müsste er mit 67 Jahren bei einer jährlichen Preissteigerung von 2 Prozent mehr als 1.700 Euro auf den Tisch legen.

Renteninformation_

Steuern und Krankenkassenbeiträge nicht vergessen
Was man bei der Planung der Rente auch nicht vergessen darf: Bei den prognostizierten Rentenzahlungen handelt es sich üblicherweise um Bruttobeträge. Davon müssen noch Kranken-, Pflegeversicherungsbeiträge sowie evtl. auch noch Steuern abgezogen werden. Alleine die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge schmälern die Bruttorente um mehr als 10 Prozent.

Die Folgen der Geldentwertung wird Christian später natürlich bei allen Rentenzahlungen spüren – auch bei einer betrieblichen Altersvorsorge oder bei einer privaten Riester-Rente. Um eine realistische Kalkulation über alle Vorsorgemöglichkeiten hinweg sollte er sich nicht drücken. Auf jeden Fall weiß er, dass er sich mit diesen Fragen auch an seine Sparkasse wenden kann. Wir setzen uns gerne mit ihm zusammen und überprüfen, wie hoch seine Versorgungslücke ausfällt und wie er planvoll eine Zusatzrente aufzubauen kann, mit der er der Geldentwertung entgegenwirkt.

Foto: © Deutsche Rentenversicherung Bund

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