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Was tun gegen schlechte Zahlungsmoral?

Wenn Ihre Kunden verspätet oder gar nicht zahlen, verschlechtert das Ihre eigene Liquidität. Erfahren Sie, wie Sie Zahlungsausfällen vorbeugen und Forderungen durchsetzen.

So beugen Sie Zahlungsausfällen vor
• Holen Sie ab einer bestimmten Auftragshöhe Bonitätseinkünfte ein
• Vereinbaren Sie bei kritischen Abnehmern Vorkasse
• Lehnen Sie bei Zweifeln an der Zahlungsfähigkeit Aufträge ab
• Definieren Sie den Leistungsumfang genau, um Nachverhandlungen zu vermeiden
• Machen Sie die Fakturierung und das Mahnwesen zur Chefsache

Vor klammen oder zahlungsunfähigen Kunden sind Sie dennoch nie sicher. Das Gefährliche daran: Mit Ihrer Produktion treten Sie in Vorleistung. Zahlt der Kunde nicht, müssen Sie Ihr Kontokorrent heraufsetzen und hohe Finanzierungskosten für kurzfristige Mittel tragen. Schlimmstenfalls droht Ihnen selbst die Zahlungsunfähigkeit. Fruchten Ihre Zahlungsaufforderungen nicht, sollten Sie ohne große Verzögerung weitere Schritte einleiten. Die beiden wichtigsten Optionen: Inkassofirma oder Anwalt.

1.) Sie beauftragen ein Inkassounternehmen: Mit der Einschaltung der Spezialisten zeigen Sie Ihrem Kunden, dass Sie nicht gewillt sind, die Forderung abzuschreiben. Ziel ist zunächst eine außergerichtliche Einigung im beiderseitigen Interesse von Schuldner und Gläubiger. Mögliches Ergebnis: Stundung und anschließende Ratenzahlung. Das Inkassounternehmen kann aber auch einen Prozess anstrengen. Alternative: Sie verkaufen Ihre Forderung, meist mit einem hohen Abschlag, an den Dienstleister. Damit geben Sie das Risiko ab, auf der Forderung sitzen zu bleiben.

2.) Sie beauftragen einen Anwalt: Auf Inkasso spezialisierte Rechtsanwälte fordern den fälligen Betrag bei dem säumigen Schuldner ein und erwirken bei weiterem Zahlungsverzug einen gerichtlichen Mahnbescheid. Allerdings lohnt sich diese Form der Forderungsbeitreibung nur für größere Beträge, da sie unmittelbar mit Kosten für Sie verbunden ist.

Eine weitere Option: Factoring
Ihr Forderungsmanagement können Sie übrigens auch auslagern, indem Sie Ihre Forderung unmittelbar nach Erbringung Ihrer Leistung und Rechnungsstellung an einen Factor verkaufen.

Auch wenn Sie Ihrem Kunden für gelieferte Waren und Dienstleistungen ein Zahlungsziel von 90 Tagen im Inland und bis zu 180 Tagen im Ausland geben, fließt Ihnen schon am Folgetag nach Rechnungsstellung und Datenübermittlung frische Liquidität zu.

Vorteile:

• Sofortiger Geldeingang der angekauften Rechnungen
• Gewährleistung umsatzkongruenter Finanzierung
• Verbesserte Liquiditätsplanung
• Bessere Eigenkapitalquote
• Warenlieferungen ohne Zahlungsausfallrisiko

Die Sparkassen-Finanzgruppe arbeitet unter anderem mit der Deutschen Factoring Bank in Bremen zusammen, die ebenfalls ein Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe ist und ihre Dienstleistung bundesweit anbietet. Nähere Auskünfte erhalten Sie über unsere Firmenkundenberater oder auf www.berliner-sparkasse.de/factoring.

 

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Kommentare


schreibt am 14.07.2017 um 11:29 Uhr:

Inkasso hat immer so eine öden Beigeschmack. Ich denke, das Beste wäre einfach, sich an einen Tisch zu setzen und die Probleme, die bestehen zu beheben. Dabei sollte man auch schon einen Rechtsanwalt mit an den Tisch setzen. Meistens lässt sich das Problem mittels Kommunikation bereits lösen.