Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Börse im Überblick: So haben sich die Kurse entwickelt

Börse im Überblick: So haben sich die Kurse entwickelt

Die Konjunktur schwächelt. Was bedeutet das für die kommenden Wochen an der Börse?

Deutschland ist von der schwächelnden globalen Wirtschaft im Gegensatz zu anderen Aktienmärkten der Welt stärker betroffen. Das Land ist traditionell stark im Exportgeschäft, welches sich in den letzten Monaten abgeschwächt hat. Der Grund: Der immer noch nicht aus der Welt geschaffene Handelskrieg zwischen den USA und China sorgte in den vergangenen Wochen für eine verhaltene Stimmung auf dem Weltmarkt. Mit den zuletzt konstruktiven Gesprächen, scheint sich offenbar auch eine Lösung abzuzeichnen.  Die Aktienmärkte atmen spürbar auf.

Deutschland: Aufschwung bricht ein

Anfang November haben die „Fünf Wirtschaftsweisen“ ihren Jahresbericht an die Bundesregierung übergeben. Darin sprechen sie von einem deutlichen Konjunkturabschwung – trotz der Entspannung an den Aktienmärkten. Dieser ist nach den vergangenen Monaten aber nicht allzu überraschend und hatte sich in den letzten Wochen und Monaten angekündigt. Die Wirtschaftsweisen erwarten für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, für 2020 rechnen sie mit 0,9 Prozent. Von einer wirklichen Krise sei demnach noch nicht zu sprechen. Momentan sieht es nach einer Stabilisierung aus, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau.

Welche Aktien sind betroffen?

Besonders in der Maschinenbau- und Chemieindustrie stehen die Zeichen derzeit auf Abschwung. Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer teilte im Oktober 2019 mit, dass im letzten Jahr die Aufträge um 4 Prozent gesunken und in diesem Jahr sogar um acht Prozent zurückgegangen seien. In der Chemieindustrie erwartet der Hauptverband VCI über das gesamte Jahr 2019 einen Produktionsrückgang von rund sechs Prozent.

Diese Aktien stehen gut da

Berappelt hat sich hingegen wieder die deutsche Automobilindustrie. Nachdem es im ersten Halbjahr 2019 für die großen deutschen Konzerne BMW, Daimler und VW nicht besonders gut aussah und sie mit der Dieselkrise, dem Handelsstreit und dem Abschwächung der chinesischen Wirtschaft zu kämpfen hatten, stehen die Zeichen jetzt auf „Goldener Autoherbst“. Im September und Oktober wurden allein in Deutschland 12,7 Prozent mehr neue Autos zugelassen – der zweitstärkste Oktober der vergangenen zehn Jahre. Ebenfalls positiv wirkt sich auf die Automobilindustrie aus, dass es im Konflikt mit den USA positive Signale gibt. Die USA kündigte an, dass es vorerst keine höheren Strafzölle geben solle.  Auch der Streit mit China scheint sich abzuschwächen und eine Einigung zwischen den beiden Parteien zeichnet sich ab.

Adidas legt Rekordjahr hin

Für Adidas war 2019 ein mehr als erfolgreiches Jahr. Das Unternehmen erwartet ein Gewinn von rund 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro. Auch Apple ist für Anleger weiterhin interessant, Ende Oktober legte der Konzern seinen Quartalsbericht vor, in dem er die Umsatzerwartungen von 63 Milliarden US-Dollar sogar noch übertreffen konnte. Seit Juni 2019 ist der Kurs der Aktie auf Wachstumskurs, ein Ende des Aufwärtstrends ist noch nicht absehbar. Nach oben korrigiert hat auch die Hannover Rück ihre Gewinnzahlen für das Jahr 2019. Statt 1,1 Milliarden liege der Nettogewinn bei rund 1,25 Milliarden.

Was sind eigentlich Wirtschaftsweisen?

Wirtschaftsweisen steht als Synonym für den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Dieses Gremium besteht aus fünf Personen, die über besondere wirtschaftswissenschaftliche Kompetenzen verfügen müssen und unabhängig von Politik oder Parteien sein müssen. Einmal im Jahr, spätestens zum 15. November, legen sie der Bundesregierung ihren Jahresbericht vor. Dieser soll aus unabhängiger Sicht über die aktuelle Wirtschaftslage im Land informieren bzw. diese in einen wissenschaftlich fundierten Rahmen zu bringen.  Seit 1964 existiert das Gremium, das sich aus fünf Experten zusammensetzt, die auf Vorschlag der Bundesregierung durch den Bundespräsidenten für die Dauer von fünf Jahren berufen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.