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Die Börse und Corona: Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer?

veröffentlicht am 11. November 2020

Die Börse und Corona: Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer?

Die Corona-Pandemie hat die Märkte ordentlich durcheinander gebracht. Aber welche Aktien haben durch Corona profitiert und welche haben verloren? Und was bedeutet Corona für die Börsen? Hier erfahrt Ihr es.

In Deutschland wurden für den November wieder neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf unseren persönlichen Alltag. Wirtschaftlich ist insbesondere die Gastronomie- und Tourismusbranche betroffen. Aber nicht nur der aktuelle Teil-Lockdown, auch der erste Lockdown im Frühjahr haben viele Existenzen und Unternehmen getroffen.

Klar ist, dass Corona die Weltkonjunktur beeinflusst. Welche Aktien haben profitiert, welche verloren und was bedeutet Corona für die Börse?

Die Akienverlierer in der Corona-Krise

Der Kurssturz in Folge der Corona-Krise verschonte keine Anlageklasse. Selbst der Markt der Edelmetalle – er wird eigentlich als sicherer Hafen angesehen – litt zeitweise unter Corona. Der Ölpreis-Crash förderte den Kurseinbruch noch mehr. Die Sorten Brent und WTI brachen deutlich ein, da eine geringere weltweite Nachfrage durch die Lockdowns im Frühjahr erwartet wurden. Viele Experten bezeichnen die Corona-Krise wie eine noch anhaltende Naturkatastrophe.

Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Capco, hat der Einbruch der Aktien an den Kapitalmärkten ein Vermögen von ca. 9 Billionen US-Dollar geschluckt.

Und dazu gehören auch die Aktien von den ganz Großen im Business:

In Deutschland beispielsweise Lufthansa, TUI oder BASF. Diese Big Player notieren alle unter ihren Höchstkursen oder mussten in der aktuellen Lage massive zweistellige Kursverluste einstecken.

Auch an den Währungsmärkten waren die Ausschläge groß:

  • Anleger zogen sich mit Aufkommen des Virus und Start der Beschränkungen z.B. aus der chinesischen Währung Yuan zurück.
  • Im Gegenzug stieg der Dollar und festigte seine Funktion als Weltwährung.

Auch wenn der Handel schnell digitale Alternativen auf die Beine stellte, hat insbesondere die Luxusgüterbranche durch die Zurückhaltung der Konsumenten ca. ein Drittel ihres Umsatzes eingebüßt.

Anleger befürchten, dass die Chinesen in der Krise ihren Konsum herunterschrauben, investieren sie weniger in europäische Modefirmen wie LVMH, Kering, Hugo Boss, Christian Dior und Burberry. Analyst Piral Dadhania von der Bank RBC kalkulierte wegen der sinkenden Nachfrage in China im laufenden Jahr mit einem geringeren Umsatz und einem sieben bis acht Prozent niedrigeren Ergebnis.

Zu den größten Verlierer innerhalb der Corona-Krise gehören die Branchen Touristik und Luftfahrt. Die weltweiten Reisebeschränkungen sind ein Grund dafür. 19 Prozent der Lufthansa-Kapazitäten stehen mit dem Asien-Pazifik-Raum in Verbindung, so UBS-Analyst Jarrod Castle. Die Lufthansa verzeichnet einen Abstieg von rund sechs Prozent und musste mit staatlichen Garantien gestützt werden. Laut Castle kann diesen Absturz nur noch Air France-KLM toppen. Die British-Airways-Mutter IAG leidet nicht so sehr, da sie nicht in dem Ausmaß mit Fernost verbunden ist. Der Analyst betrachtet auch die europäischen Flughäfen, wobei Fraport besonders leidet, da 10 Prozent der Flugverbindungen nach Fernost zielen.

Die Aktien des französischen Haushaltsartikel-Herstellers SEB, der hier durch Marken wie „Tefal“, „Krups“, „Rowenta“, „Moulinex“ und „WMF“ bekannt ist, sind ebenfalls große Verlierer innerhalb der Corona-Krise. Das SEB-Werk liegt in der vom Corona-Virus besonders infizierten chinesischen Provinz Wuhan. Zwar wurde die Produktion wieder gestartet, Analysten sind sich aber einig, das es noch bis in das Jahr 2021 dauern wird bis die unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen der einzelnen Staaten auf dem Vor-Corona-Niveau angekommen sind.

Corona-Krise an den Börsen: Das sind die Gewinner

An besonders turbulenten Tagen wurde von vielen Anlegern Gold oder der Schweizer Franken als sicherer Hafen aufgesucht. Auf dem ersten Blick etwas verwunderlich: In riskanten Krisenzeiten scheint die eigentlich als nicht risikofreie Kryptowährung Bitcoin Investoren besonders zu locken. Marktbeobachter Timo Emden sagt im Gespräch mit boerse.ard.de:

„Assets wie Kryptowährungen beweisen sich abermals als der vermeintliche Schutz in stürmischen Zeiten.“

Weniger verwunderlich ist der Anstieg der Aktie Alpha Pro Tech, ein Hersteller für Mundschutz und Schutzmasken. Biotechunternehmen wie das kalifornische Startup BioCryst gehören als Forscher und Entwickler, die an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus arbeiten, zu den Gewinnern.

Allgemein sind viele Technikunternehmen wie z.b. Alphabet oder Microsoft insbesondere die US-Firmen aus dem Nasdaq bislang besser durch die Krise gekommen, da die Nachfrage nach digitalen Prozessen, Kommunikation und Dienstleistungen durch die Corona-Krise nochmal beschleunigt wurde.

In der aktuellen Woche zeigt die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff durch die Unternehmen Biontech und Pfizer seine Kraft auf eine weitere Erholung der weltweiten Börsen und löste ein Kursfeuerwerk im Dax oder dem DowJones aus.

Was bedeutet Corona für den Finanzmarkt?

Corona hat den Finanzmarkt vor große Herausforderungen gestellt und die Kurse vieler Unternehmen zum Einstürzen gebracht. Erfahrene Anleger kennen einen „infizierten Börsenmarkt“ allerdings schon aus der Vergangenheit. Die Ölkrise in den 70ern, die Schieflage des Long-Term Capital-Fund im Jahr 1998, die Dot-Com-Blase (2000), die Finanzkrise (2008) oder die Eurokrise (2010).

In allen Krisen ging es auch an der Börse bergab. Nach rasanter Talfahrt rauschten die Kurse aber zu gegebener Zeit wieder genauso schnell hoch. Ein Rat der erfolgreichsten Anleger war demnach in den Krisen zuvor: Es lohnt sich immer gerade dann besonders in Sachwerte zu investieren, wenn die Welt aus den Fugen geraten scheint.

Die Experten der Deka geben folgenden Rat an interessierte Anleger:

„Die Erholung an den Börsen über den Sommer hat die Kurse, insbesondere in den USA, schon wieder in die Nähe der Höchststände gebracht. Es ist möglich, dass die Kurse noch einmal etwas nachgeben, bevor ein erneuter Kursanstieg erfolgt. Dominierend für die positiven Perspektiven für die Aktienmärkte ist das Zusammenspiel aus anhaltend expansiv wirkender Geldpolitik mit stimulierender Finanzpolitik quasi überall auf der Welt.
Wer Einzelaktien kauft, hat grundsätzlich immer das Risiko, dass das einzelne Unternehmen pleite geht. Fonds dagegen können das Risiko durch die breite Streuung über viele Unternehmen, Branchen und Länder reduzieren.
Als Anleger sollten Sie außerdem geplant vorgehen und freie Gelder in kleinen Portionen nach und nach in Aktienfonds tauschen, anstatt alles auf einmal zu investieren. Oder Sie nutzen gleich einen Fondssparplan. Auf diese Weise können Sie im Falle weiter fallender Kurse von noch günstigeren Einstiegsniveaus profitieren. Denn wenn die Kurse fallen, werden die Wertpapiere billiger und sie bekommen mehr Wertpapiere für das gleiche Geld.“

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