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Die größten Börsencrashs der Geschichte

Die größten Börsencrashs der Geschichte

Bei ersten Beratungsterminen zu Aktien, Wertpapieren und Co. in der Bank muss sich der Kunde zunächst darüber klar werden, welcher Investitions-Typ er ist. Ist er risikobereit oder möchte er eher sichere, risikoarme Anlagen erwerben? Je nachdem wird dann ein passendes Konzept entwickelt. Egal wie groß die Erfolgsaussichten und wie sorgfältig die Risikoanalysen sind, trotz allem bleibt das Aktiengeschäft oftmals spekulativ. Wie viele Wagnisse der Börsenmarkt birgt und wie schnell sich die Kurse verändern können, zeigen diese historischen Börsencrashs.

Die „Great Depression“

Der Black Thursday 1929 gilt als Auftakt zur „Großen Depression“. Aufgrund langfristig konstant bleibender Kurse mit vergleichsweise hohem Profit investierten viele Menschen in Amerika in Aktien. Doch plötzlich wurden über 12 Millionen Aktien verkauft. Am Donnerstag, 24. Oktober fielen die Kurse und brachen am 25. Oktober 1929, am schwarzen Freitag, stark ein. Insgesamt sackte der Dow Jones dabei um 85 Prozent ein. Bis 1932 fiel der US-Leitindex auf 40 Punkte. Das löste in den 1930er Jahren die Weltwirtschaftskrise und die sogenannte Große Depression aus. Auch in den nächsten Jahren waren die Nachwirkungen dieses Einsturzes noch in einer Wirtschaftskrise zu erkennen. Um zukünftig solche Einstürze zu verhindern, führten die Börsen Regeln ein, beispielsweise das Aussetzen des Handels in Krisensituationen.

Schwarzer Montag

Die Schuldenpolitik Ronald Reagans führte zu einem neuen Rekordstand eines Handelsbilanzdefizits. Der Dollar war aufgrund der Inflation sehr schwach. Deswegen verlangten die Amerikaner von der Bundesbank eine Zinssenkung, mit der sie den Dollar wieder stärken wollten. Das war der Auslöser für den größten Börsencrash aller Zeiten, bekannt als der schwarze Montag am 19. Oktober 1987. Der Dow Jones brach an einem Tag um 22,6 Prozent ein, während der Deutsche Aktienindex um 9,4 Prozent nachgab. Auch der Nikkei in Tokio fiel um 10 Prozent.

Saddam-Krise

Nachdem der irakische Diktator Saddam Hussein im August 1990 Kuweit in den arabischen Emiraten überfiel, stiegen die Ölpreise stark an. Der DAX verlor durch die Saddam-Krise 1990 bis zum Ende des Jahres ca. ein Drittel, während der Dow Jones 20 Prozent und der Nikkei 40 Prozent verloren.

Asien-Krise

Im Herbst 1997 banden unter anderem Thailand, Malaysia und Südkorea ihre Währungen an den Dollar. Dadurch schufen sie einen künstlich hohen Wert ihrer Währung. Allerdings musste diese Verknüpfung wieder aufgehoben werden. Diese Asien-Krise im Oktober 1997 zog einen starken Kapitalabfluss mit sich, welcher zu einer Banken- und Unternehmenskrise führte. DAX und Dow Jones mussten hohe Abstürze verbüßen.

Russland-Krise

Während der Russland-Krise im August 1998 band das Land, wie ein Jahr zuvor einige asiatische Länder, den Rubel an den Dollar. Ein Haushaltsdefizit zog wirtschaftliche Instabilität mit sich und am 17. August 1998 musste Russland den Rubel als freistehende Währung wieder freigeben. Russlands Wirtschaft brach zusammen und das Land wurde zahlungsunfähig. Der DAX erlitt dabei einen Wertverlust von fast 40 Prozent.

Die Dot.com-Blase

In den 1990er Jahren erlangte das Internet höchste Aufmerksamkeit. Immer mehr Unternehmen entstanden in diesem Sektor. Dabei setzten viele Unternehmer auf Kapital aus Aktien, mit denen sie sich nicht auskannten, wodurch die Firmen dem Markt nicht standhalten konnten. Im März 2000 platzte die Dot.com-Blase und die Kurse fielen bis um 90 Prozent oder führten direkt zur Insolvenz.

 11. September 2001

Die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 ließen den DAX auf 3600 Punkte abfallen.

Militäraktionen unter der nachfolgenden Bush-Regierung in Irak und Afghanistan führten im März 2003 zu einem DAX-Tiefstand von 2188,75 Punkten.

Lehman Brothers

Als die Immobilienblase in den USA platze entwickelte sich die Branchenkrise zu einer Bankenkrise. Viele Banken benötigten staatliche Unterstützung, um die Insolvenz zu umgehen. Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 kann als Höhepunkt dieser Krise angesehen werden. Der Dow Jones verlor dabei 450 Punkte.

Flash Crash 2010

Da ein Aktienhändler Absicherungsgeschäfte in Wert von über 4 Milliarden Dollar tätigte, überrollten elektronische Handelssysteme den Markt mit Verkaufsorders und führten am 6. Mai 2010 zu einem Flash Crash. Innerhalb weniger Minuten stürzten mehrere Indizes ein. Währenddessen sank der S&P 500 um rund sechs Prozent, der Dow Jones um neun Prozent ab. Manche Aktien verloren über 90 Prozent ihres Wertes, erholten sich aber auch schnell wieder.

Fukushima 2011

Die wirtschaftlich unklaren Auswirkungen des Erdbebens und der daraus folgende Tsunami, der das Kernkraftwerk in Fukushima am 15. März 2011 beschädigte, führten zu Panik an der Börse. Der japanische Leitindex Nikkei fiel um knapp 20 Prozent ein, der EURO STOXX 50 um rund 7 Prozent.

Schuldenkrise 2011

Häufig kommt es nach langen Kaufdruck-Phasen zu einer Börsenkrise. In einer solchen Phase wird die Nachfrage nach Aktien so hochgehalten, dass sie als überbewertet gelten und der Preis nicht konstant gehalten werden kann. Ähnliches geschah am 8. und 9. August 2011 in Europa und den USA. Die Schuldenkrise sorgte für fallende Kurse und der DAX sank um 13 Prozent in einer Woche. In den USA sorgte die Aberkennung der Bestnote ‚AAA‘ des Unternehmens Standard & Poor’s durch eine Ratingagentur für den Höhepunkt des Crashs.

Und wie sieht der Markt heute aus?

Es lässt sich offensichtlich nur schwer prognostizieren, wann der Aktienmarkt einen starken Einbruch erleiden könnte. Beobachtungen des vergangenen Jahres sowie  2019 zeigen, dass sich der Börsenmarkt nach einem eher schwachen Jahr 2018 erholt und weiterhin, wie auch in den letzten 9 Jahren, zu einem Bullenmarkt mit steigenden Kursen tendiert. Gefahren stellen momentan beispielsweise die Brexit-Affäre und die internationalen politischen Konflikte zwischen den USA und China dar. Auch hoher Stellenabbau oder Verluste eines Unternehmens sorgen für kurzzeitig fallende Kurse. Wie sich der Markt in den nächsten Wochen entwickelt, erfahrt Ihr im Planspiel Börse selbst hautnah. Wir drücken die Daumen für erfolgsversprechende Kurse!

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