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DigiWiki – Digitale Begriffe verständlich erklärt: Cloud Computing

eingestellt von Tanya Zlateva | Kategorie: Service

Von Cloud Computing über Deep Learning bis hin zu Merged Reality – durch die schnelle Entwicklung technischer Innovationen tauchen beinahe täglich neue Fachausdrücke und fremdsprachige Begriffe auf. Teilweise sind sie sogar schon ein wichtiger Bestandteil unserer Alltagssprache geworden. Bei dem Umgang mit den Wörtern kann man allerdings schnell verunsichert oder überfordert sein und den Überblick verlieren. In unserer neuen Serie „DigiWiki“ wollen wir gemeinsam mit unserem Digital-Experte, Juniorprofessor Dr. Daniel Fürstenau, Unsicherheiten aus dem Weg räumen und Begriffe, die in Zusammenhang mit der Digitalisierung auftauchen, verständlich erklären.

Heute starten wir mit Cloud Computing. Cloud Computing (auf Deutsch übersetzt Rechnerwolke oder Datenwolke) beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur (Rechenkapazität, Speicher, Software, Entwicklerressourcen) über das Internet. Man kann sich das so vorstellen, dass Ressourcen und Programme, die ursprünglich auf dem heimischen PC oder im Rechenzentrum installiert und vorgehalten waren, in ein entfernteres Rechenzentrum wandern, wo sie nach Bedarf abgerufen werden können.

Bekannte Beispiele sind der Online-Speicherdienst Dropbox, die Google-Office-Produkte (z.B. Google Docs) oder die Apple iCloud. Immer wichtiger werden auch Cloud-Dienste aus den Bereichen Business-Software, wie zum Beispiel Salesforce im Marketing, und künstliche Intelligenz und fortgeschrittene Datenanalyse, wie IBM Watson und Microsoft Azure. Ein weiteres Beispiel ist die „Gesundheitscloud“, die durch das Potsdamer Hasso Plattner Institut betrieben wird und zukünftig Gesundheitsdaten zentral und sicher speichern soll.

Verschiedene Modelle

Unterscheiden lassen sich Cloud-Dienste nach der Art der Bereitstellung, wie die Ressourcen zugänglich gemacht werden:

  • Public Cloud – Cloud-Dienste, die öffentlich zugänglich sind
  • Private Cloud – innerhalb eines zentralisierten internen Rechenzentrums eines Unternehmens angeboten
  • Mischformen, sogenannte Hybrid-Cloud-Modelle – eine Kombination aus Public und Private-Cloud-Angeboten

Eine weitere wichtige Unterscheidung betrifft die Art der Ressourcen, die bereitgestellt werden:

  • Infrastructure as a Service (IaaS): „virtueller“ Speicher-, Rechen- und Hardwarekapazität
    Die Infrastruktur stellt die unterste Ebene im Cloud Computing dar. Von Infrastructure as a Service spricht man, wenn sich ein Unternehmen dafür entscheidet, IT-Infrastruktur wie Serverleistung, Rechenkapazität, Speicher oder Netzwerkdienste von einem externen Dienstleister zu beziehen.

    Beispiele: Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) oder  Infrastructure-as-a-Service von Fujitsu

    Zielgruppe: Netzwerkarchitekten
  • Platform as a Service (PaaS): Entwicklungswerkzeuge
    Die Plattform stellt die mittlere Ebene dar. Platform as a Service ist eine Dienstleistung, die es dem Entwickler ermöglicht, auf der angebotenen Infrastruktur eigene Programme zu entwickeln und auszuführen.

    Beispiele: App Engine von Google, Microsofts Windows Azure oder force.com von Salesforce

    Zielgruppe: System-Architekten und Entwickler
  • Software as a Service (SaaS): webbasierte Programme und Dienste
    Software as a Service ist die dritte Form des Cloud Computing, bei der die Software überall mit jedem Internetbrowser genutzt werden kann.

    Beispiele: Google Docs, Microsoft Office 365 und die Salesforce CRM-Applikationen

    Zielgruppe: Endanwender


Insgesamt handelt es sich beim Cloud Computing um einen transformativen Wandel, der es ermöglicht, deutlich schneller und flexibler auf Daten und Programme zuzugreifen. Dabei sollten Fragen des Risikos einer Herstellerabhängigkeit, des Datenschutzes der IT-Sicherheit und der Kosteneffizienz mitbedacht werden. Eine geordnete Cloud-Strategie hilft dabei, Schatten-IT zu vermeiden und Risiken beim Einsatz der Cloud zu minimieren.

Sie sind in letzter Zeit über einen digitalen Begriff gestolpert, dessen Bedeutung Ihnen noch nicht ganz klar ist? Kein Problem! Schreiben Sie uns einfach unter diesem Beitrag, welchen Begriff wir als nächstes unter die Lupe nehmen sollen.

Daniel Fürstenau hat eine Juniorprofessur für „Digital Transformation and IT-Infrastructures“ am Department Wirtschaftsinformatik der Freien Universität Berlin, die seit Dezember 2017 von der Berliner Sparkasse gefördert wird. Er ist zudem mit der Junioprofessur im Einstein Center Digital Future (ECDF) in den dort entwickelten Forschungsprojekten eingebunden.

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