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Evolution des Geldes

Evolution des Geldes

Von der Muschel zum mobilen Bezahlen: eine kleine Geschichte des lieben Geldes.


Zeit ist Geld, heißt es. Genauso gut könnte man aber auch sagen: Geld ist Zeit. Denn die Entwicklung des Geldes hat ganz schön lange gedauert – und ist noch nicht zu Ende.

Dass man Geld beim Bezahlen immer seltener zu Gesicht bekommt, erscheint uns heute normal. Und ist doch das Resultat einer mehrtausendjährigen Geschichte, im Laufe derer Geld in den erstaunlichsten Formen existierte: von schimmernden Muscheln, glänzenden Perlen und filigranen Vogelfedern bis hin zu Lebensmitteln wie Käse oder Salz, von Nutztieren wie Ziegen, Kühen und Kamelen bis hin zu – traurig, aber wahr – Menschen.

Der lange Weg vom Sach- zum Münzgeld

Allein der Wandel von primitiven Sachgeldformen zum ersten Münzgeld nahm Jahrtausende in Anspruch. Im siebten Jahrhundert v. Chr. Kamen in Kleinasien die ersten Münzvorläufer auf, um 600 v. Chr. Kursierte in Athen bereits die Drachme. Das römische Münzsystem verbreitete sich schließlich in halb Europa. Ab 1500 erschien in Europa der Taler auf der Bildfläche. Und mit der Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 wurde noch im selben Jahr die Mark als einheitliche deutsche Währung eingeführt.

Die schwere Geburt des Papiergelds

Eins blieb in all den Jahren relativ gleich: Münzgeld bestand vorwiegend aus Metall. Papiergeld hatte es ungleich schwerer, vor allem in Deutschland. Tatsächlich setzte sich die Banknote erst an der Schwelle zum 20. Jahrhundert auch hierzulande durch. Und das hatte handfeste Gründe – allen voran den Ersten Weltkrieg, aufgrund dessen das gesamte verfügbare Metall für Kriegszwecke gebraucht wurde. Eine Berliner Besonderheit dieser Entwicklung stellten die Berliner Ersatzpfennige von 1921 dar.

 

Das Geld wird unsichtbar

1948 erfolgte die Einführung der D-Mark in Westdeutschland und der Deutschen Mark in der DDR (ab 1968 Mark der DDR). Danach verlor das Geld weiter an Materie. Das Jahr 1968 brachte nicht nur den ersten Geldautomaten Deutschlands (Kreissparkasse Tübingen), sondern auch die ersten Scheckkarten und damit den Grundstein für das elektronische Bezahlen. 1972 folgte mit der Eurocheque-Karte die erste „ec-Karte“, die Ende der 70er um eine Debitfunktion ergänzt wurde.

Ab 1991 machte der schwarze Magnetstreifen auch das Bezahlen per Karte und Geheimzahl in Supermärkten oder Tankstellen möglich. Es war die Geburtsstunde des Electronic Cash. Seit 2007 heißt die ec-Karte offiziell girocard. Mittlerweile hat der Magnetstreifen einem sicheren Chip Platz gemacht, der seit 2017 sogar kontaktloses Bezahlen ermöglicht.

Moderne Bezahlformen

2018 begann die Ära des mobilen Bezahlens bei den Sparkassen: Die girocard, die einst das Geld unsichtbar machte, wurde nun selbst virtuell – sie wanderte als App ins Smartphone. Der Start des mobilen Bezahlens für Android-Geräte am 30. Juli 2018 markierte den Beginn einer großen Erfolgsgeschichte: Schon in den ersten 100 Tagen wurde die App deutschlandweit 372.000 Mal installiert, knapp 200.000 girocards wurden erfolgreich digitalisiert. Auch die Medien zeigten sich elektrisiert: Allein in der ersten Woche gab es 745 Beiträge zum Thema.

Und die Kunden? Sind nach wie vor begeistert: „Es geht einfach schneller, weil man das Handy Immer griffbereit hat. Das ist wirklich praktisch“, sagt Jessica Rahm, die vom mobilen Bezahlen hörte, als sie bei der Berliner Sparkasse Kundin wurde. Schon bald mochte sie das neue Angebot nicht mehr missen – und ist doch überrascht, wie schnell sich das mobile Bezahlen bereits verbreitet hat. Mittlerweile kann sie in fast jedem Lebensmittelladen mobil bezahlen. In Zukunft braucht man womöglich gar kein Portemonnaie mehr, sagt sie. Und rät: „Man muss das einfach mal ausprobieren!“

Bezahlen für Fortgeschrittene

Wenig überraschend: Die Entwicklung geht rasant weiter. Schon jetzt sind bezahlende Wearables im Gespräch, also kleine schlaue Computer, die am Körper getragen werden und mit allerlei Funktionalitäten den Alltag erleichtern – Smartwatches etwa oder Armbänder. Auch das „blechende Auto“ wird bald an den Start gehen: Car Payment steht dafür, dass das Auto künftig eigenständig die Tankfüllung bezahlt oder das Parkticket verlängert. Und irgendwann werden wir vielleicht sogar selbst zum Zahlungsmittel, Stichwort: biometrisches Bezahlen. Jessica Rahm könnte dann, wenn sie sich etwa eine schimmernde Muschel oder eine glänzende Perle kaufen möchte, einfach mit ihren Augen oder ihrem Fingerabdruck bezahlen.

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