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Gelungener Perspektivenwechsel

eingestellt von Tanya Zlateva am 23. November 2018 | Kategorie: Gut für Berlin

Gelungener Perspektivenwechsel

Im Rahmen des Perspektivenwechsels – einem Formatangebot der Berliner Sparkasse für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – haben sich Trainees einen Tag bei der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo eingebracht. Fern vom Büroalltag wurde Essen ausgegeben, gespült, geputzt, Eingangskontrolle durchgeführt und mit einem offenen Ohr auf Hilfsbedürftige eingegangen.

„Ein Tag den wir so schnell nicht vergessen werden.“

Mit vielen ehrenamtlichen Helfern und auch angestellten Sozialarbeitern wird sich Tag für Tag um Hilfsbedürftige Berlins gekümmert. Der Standort Bahnhof Zoo bietet dabei einen warmen Ort zum kurzweiligen Verweilen, Essen und Trinken, Duschen und Toiletten, Notfallkleidung und Hygieneartikel sowie Haare schneiden und Beratungsleistungen völlig kostenfrei an. Täglich werden etwa 600 Menschen mit einer Mahlzeit und einem Lächeln versorgt. Somit ist die Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo ein fester Bezugspunkt Vieler, im turbulenten Leben Berlins.

Tatkräftige Unterstützung der Trainees

Der 21. November sollte für fünf Trainees und Carsten Otto von der Stiftung Berliner Sparkasse kein klassischer Arbeitstag werden. Raus aus der Komfortzone haben sie mit Tat und Kraft die Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo unterstützt. Nach einer kurzen Einführung durch Sozialarbeiterin Claudia bei der Bahnhofsmission ging es dann auch schon voll zur Sache.

Um 14:00, 15:30 und 17:00 Uhr wurden in jeweils einstündigen Essensausgaben die Pforten der Bahnhofsmission geöffnet. Am Eingang wurden stoßweise die Gäste, meist Wohnungs- und Obdachlose, welche zuvor ein Ticket erhalten haben, begrüßt. Aber nicht alle Gäste der Stadtmission leben auf der Straße. Bei vielen Gästen reicht einfach das Geld nicht bis zum Monatsende. Schon im Eingangsbereich kam es zum intensiven und persönlichen Austausch mit den Gästen. Bei der Essensausgabe ging es dann voll zur Sache, gespendetes Essen und Getränke wurden nach den Vorlieben der Bedürftigen zusammengestellt. Jeder kann so viel haben wie auf den Teller passt. Im Gastraum herrschte Gedränge. Die Gäste aßen und tauschten sich aus. Danach und währenddessen galt es für die unterstützenden Kräfte zu spülen und zu putzen. Damit möglichst niemand leer ausgeht wurden nach der letzten Essensausgabe Food-Bags an jene verteilt, die aufgrund der begrenzten Ticketanzahl vor der Tür ausharren mussten.

Bleibende Eindrücke, die zum Nachdenken anregen

„Der Tag bei der Bahnhofmission Zoo hat uns sehr gefallen und wird sind glücklich, die Chance erhalten zu haben daran teilnehmen zu dürfen. Es ist wirklich sehr viel Arbeit, die die Menschen täglich verrichten und das größtenteils freiwillig. Dafür verdienen sie großen Respekt, auch wenn sie das nicht unbedingt hören möchten. Die Menschen, die dorthin kommen um eine Mahlzeit zu erhalten, zeigten sich zumeist sehr dankbar. Unterschiedlichste Menschen treffen vor Ort jeden Tag aufeinander und damit umzugehen ist eine große Herausforderung. Gegenseitiger Respekt spielt einer der größten Rollen hierbei, dies wurde uns an diesem Tag besonders bewusst“, so das Fazit der Trainees. Außerdem legen sie nahe: „Wir empfehlen jedem, nicht nur Trainees, Auszubildenden und Studenten, sich einmal die Zeit zu nehmen ebenfalls daran teilzunehmen und/oder auch andere soziale Einrichtungen zu unterstützen, nicht nur mit einer Spende, sondern von Angesicht zu Angesicht. Ein Erlebnis, das man definitiv nicht bereuen wird, auch wenn der Umgangston mal rau sein kann“.“ Wichtig sei, nicht mit den falschen Erwartungen zu kommen. Das bestätigt auch Sozialarbeiterin Claudia: „Ich erwarte keine Dankbarkeit, denn das, was ich raus gebe ist nicht meins. Aber ich erwarte Respekt“. Das Wichtigste bei diesem Job sei professionelle Distanz.

Fazit eines Nachmittags

Jeder hat seine Grenzen, die anzuerkennen sind. Nicht jedem kann geholfen werden, so wie man sich das wünscht. Nicht jeder will sich helfen lassen. Wer helfen möchte macht dies am besten über eine Einrichtung als Freiwilliger, mit Geld oder mit Sachspenden. Für die kalte Winterzeit sind Spenden von dicken Jacken, warmen Schuhen und Socken, langer Unterwäsche und Schlafsäcken besonders willkommen. Zudem freut sich die Bahnhofsmission über Spenden von Taschentüchern, abgepacktem Kuchen und nicht verarbeiteten Lebensmitteln wie Zucker, Margarine, Kräuter- oder Früchtetee. Die Spenden können jederzeit vor Ort abgegeben werden.

Als die sechs abends nach drei Essensausgaben rauskommen, fällt Schnee. Alle sind platt und von den Impressionen erdrückt. Die Menschen hier leben nicht in einer Parallelwelt, sondern sind Teil der Gesellschaft in Berlin. Für die Zukunft wünscht sich Carsten Otto, Geschäftsführer der Stiftung Berliner Sparkasse, „dass jeder, der bei der Berliner Sparkasse eine Art Ausbildung macht, einmal hier her kommt.“

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