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„Günstig einkaufen – teuer weiterverkaufen“: Die Sieger 2018 im Interview

„Günstig einkaufen – teuer weiterverkaufen“: Die Sieger 2018 im Interview

Das Team „4andahalfmenSE83“ vom Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT) aus Neukölln hat nicht nur den ersten Platz vom Planspiel Börse in Berlin belegt, sondern sich auch unter die Top 3 der Teams aus ganz Deutschland gespielt. Wie sie das geschafft haben, erzählen Daniel Denim, Duy Anh Nguyen, Benjamin Detje, Vladislav Korsakov und Phillip Biniarz im Interview mit dem Planspiel Börse Blog. Und auch ihre Kollegen, Ginaro Peeters, Marcel Simon, Steve Arendsee und Patrick Niezwiedzki, vom Team „Magenta Schlümpfe SE83“ schafften es unter die Top 10 in Berlin und erzählen, wie ihnen das gelungen ist.

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg des Planspiel Börse 2018. Hättet Ihr damit gerechnet, dass Ihr den Sieg holt?

Daniel: Überhaupt nicht. Zwischendurch waren wir sogar 5000 Euro im Minus. Wir haben also nicht wirklich damit gerechnet.

Habt ihr zum ersten Mal beim Planspiel Börse mitgespielt?

(allgemeines Nicken.) Patrick: Ja, das Planspiel wird am OSZ IMT als Projekt angeboten und da haben wir alle mitgemacht.

Gab es eine bestimmte Unterrichtsvorbereitung für Euch?

Patrick: Frau Babendererde hat uns die Spielregeln erklärt, wir haben darüber gesprochen, was Aktien, Portfolios und Wertpapiere sind und dann haben wir einfach angefangen. Vorher haben wir das Thema Börse im Unterricht nicht behandelt. Aber während der Spielphase haben wir das Thema im Unterricht intensiver behandelt.

Unter den Top 10 Teams aus Berlin sind sechs vom OSZ IMT, letztes Jahr hat bereits ein Team von dieser Schule gewonnen und die Vitrine auf dem Flur platzt bald aus allen Nähten vor lauter Trophäen. Wie erklärt Ihr Euch, dass das OSZ IMT immer wieder so erfolgreich teilnimmt?

Patrick: Ich kann nur aus meiner Wahrnehmung sprechen, aber ich glaube, dass wir gerne Neues lernen und auch uns auch intensiver mit Vorgängen auseinandersetzen. Vielleicht liegt das an unserer Ausbildung zum IT-Systemelektroniker, dass wir gerne tüfteln.

Habt Ihr Euch über den Aktienmarkt informiert oder einfach aus dem Bauch raus gekauft?

Marcel: Wir haben uns im Internet auf verschiedenen Seiten informiert und geguckt, wie sich der Aktienmarkt entwickelt.

Daniel: Wir haben zum Beispiel auch geguckt, wie sich Aktien im Laufe eines Jahres entwickelt haben. Ob es immer wieder Zeiten gibt, in denen bestimmte Aktien besonders gut laufen. RWE etwa hat jedes Jahr im November einen Hochpunkt und darauf haben wir spekuliert.

Ihr seid mit RWE ja tatsächlich auch sehr gut gefahren und habt Gewinn gemacht. Andere Teams hatten weniger Glück.

Daniel: Wir haben die Aktie gekauft, nach dem Wirbel um den Hambacher Forst.

Benjamin: Wir haben sie günstig eingekauft und später – als sie sich wieder stabilisiert hatte – mit Gewinn weiterverkauft.

Besonders gut lief es für euch auch mit Tesla…

Daniel: …die Aktie haben wir ebenfalls günstig gekauft und dann, als Elon Musk als Geschäftsführer zurückgetreten ist, stieg die Aktie wieder und wir konnten sie mit ordentlich Gewinn verkaufen.

Patrick: Wir haben die Tesla-Aktie leider etwas zu früh verkauft und haben dadurch nicht ganz so viel Gewinn gemacht.

Was waren denn Eure grundsätzlichen Strategien?

Daniel: Wir haben versucht nur solche Aktien zu kaufen, die stabil sind, aber trotzdem solche, bei denen man die Chance hat in kurzer Zeit Geld zu verdienen.

Vladislav: Im realen Leben würde man, wenn man in kurzer Zeit Geld an der Börse machen möchte, ja eher auf risikoreichere Aktien setzten. Aber grundsätzlich geht es beim Handel mit Aktien ja um langfristige Geldanlagen.

Patrick: Wir haben von kleineren Aktien versucht, eine größere Menge zu kaufen und sind mit dieser Strategie zwischendurch auch auf Platz 5 gewesen. Aber dann ist der DAX eingebrochen und wir waren zwischenzeitlich mit etwa 3000 Euro im Minus.

Würdet Ihr auch privat in Aktien investieren?

Ginaro: Später vielleicht mal, wenn man Geld übrig hat, das man ohne Einschränkungen für den Alltag investieren kann.

Steve: Wenn man Aktien hat, muss man den Markt ja auch immer im Blick behalten und sich Zeit nehmen, um sich mit den Aktien auseinanderzusetzen.

Wie viel Zeit habt ihr in das Planspiel investiert?

Patrick: Am Tag bestimmt im Schnitt eine Stunde.

Duy Ahn: Wenn die Aktien gut liefen haben wir uns noch mehr mit dem Spiel beschäftigt. Dann will man ja, dass es noch besser läuft.

Es lief ja wirklich sehr gut für euch. Bis kurz vor dem Ende wart Ihr sogar auf dem 1. Platz in ganz Deutschland….

Daniel: …ja, und dann wurden wir auf den letzten Metern überholt. Das war bitter.

Nichtsdestotrotz eine tolle Leistung. Als Zweitplatzierte fahrt ihr sogar zur Siegerreise mit nach Stuttgart. Was habt ihr mit eurem Geldgewinn, 600 Euro von der Berliner Sparkasse, vor?

Benjamin: Den müssen wir ja leider teilen. (Lachen.)

Phillip: Wir haben alle noch keine konkreten Ideen.

Und die Magenta Schlümpfe SE83 – für euch gibt es 200 Euro – schon Pläne?

Patrick: Vielleicht was für die Wohnung kaufen.

Steve: Ein paar neue Schuhe – irgendwas braucht man ja immer.

Wenn ihr auf das Planspiel Börse zurückblickt, würdet Ihr noch mal mitspielen?

(alle durcheinander.) Ja, auf alle Fälle.

Daniel: Wir wussten vorher gar nicht, dass es das Spiel gibt. Schade ist allerdings, dass man im Spiel keine Pennystocks oder Aktien von neuen Unternehmen kaufen kann.

Patrick: Ich finde es gut, dass die Berliner Sparkasse Schülern und jungen Leuten so die Chance gibt, sich mit dem Thema Aktien auseinanderzusetzen und die Börse so kennenzulernen. Als ITler können uns vorstellen, was hinter dem Spiel auch für eine technische Infrastruktur steckt.

Vielen Dank für das Interview!

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