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Margot-Friedländer-Preis 2019

Veröffentlicht am 24. Mai 2019 | Kategorie: Gut für Berlin

Margot-Friedländer-Preis 2019

„Der Preis ist eine Anerkennung für etwas unendlich Wichtiges, für Euer menschliches Engagement. Denn Ihr habt etwas gegen das Vergessen getan. Dafür danke ich Euch ganz herzlich!“

Diese Worte der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer, der Namensgeberin des seit 2014 ausgeschriebenen Preises, waren der würdige Abschluss der feierlichen Preisübergabe an drei Schulprojekte. Darin haben sich Schülerinnen und Schüler mit dem Holocaust beschäftigt und wollen ihn Unvergessen lassen. Die Preise übergab Margot Friedländer zusammen mit André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, die den Preis ausschreibt.

Margot-Friedländer-Preis

Der Preis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Nach dem erfolgreichen Start in Berlin und Brandenburg 2014 wurde der Preis vergangenes Jahr zum zweiten Mal bundesweit unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, ausgeschrieben. Die Projekte sind zum Zeitpunkt der Preisverleihung noch nicht abgeschlossen. Um den diesjährigen Preis haben sich 60 Projekte beworben.

Förderer des Margot-Friedländer-Preises sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, EY (früher Ernst & Young) und die Berliner Sparkasse.

Die Preisträger 2019

1. Preis: „Wege der Erinnerung in der Gemeinde Nohfelden”, Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle, Saarland. Die Stolperstein-AG schafft einen außerschulischen Lernort zu Spuren jüdischen Lebens in den Orten Sötern, Gonnesweiler und Bosen durch die Erarbeitung und Aufstellung von Informationstafeln und von Wandertags-Konzepten.

2. Preis: „Steine ins Rollen bringen“, Martin-Buber-Schule Gießen, Hessen. Bei diesem Projekt ist die gesamte Schule aktiv, um gemeinsam ein Denkmal in Gießen zu gestalten. Es soll ein Zeugnis dafür sein, dass sich jeder auf seine individuelle Weise mit dem Holocaust und der Erinnerung an die Opfer auseinandergesetzt hat.

3. Preis: „Vertreibungen ins Exil – Hintergründe zur ersten Ausbürgerungsliste der Nationalsozialisten vom August 1933“, Heinrich-Böll-Schule Hattersheim, Hessen. Die Gruppe hat eine Ausstellung erstellt, möchte diese nun auch an anderen Orten präsentieren und plant ein Booklet herauszubringen.

Stimmen der Preisträger

„Ich war erstaunt, wie viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld sich nicht mehr an die schrecklichen Geschehnisse der Nazizeit erinnern. Das war einer der Beweggründe, etwas dagegen zu tun. Mit unserem Projekt wollen wir dem etwas entgegen setzen“, sagte eine Schülerin zu den Beweggründen der Projektarbeit. Andere Schüler haben durch Besuche in ehemaligen Arbeitslagern und heutigen Gedenkstätten den Anstoß erhalten, sich mit dem Thema zu beschäftigen und es publik zu machen, damit so etwas nie wieder passiert.

Fotos: Schwarzkopf Stiftung Junges Europa/Adrian Jankowski

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