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Mobiles Bezahlen – Sicherheitsmythen

eingestellt von Tanya Zlateva am 5. Dezember 2018

Bezahlen wird immer einfacher: Mit Near Field Communication (NFC, auf Deutsch: Nahfeldkommunikation) können Sie heutzutage ganz bequem mit Ihrem Smartphone bargeld- und kontaktlos bezahlen. Um einige Sicherheitsbedenken aus dem Weg zu räumen, erklären wir hier wie NFC funktioniert und was man über die App „Mobiles Bezahlen“ wissen sollte.

Was ist NFC und wofür wird es genutzt?

NFC ist eine Technologie, die die kontaktlose Übertragung von Daten über Strecken von wenigen Zentimetern möglich macht und heute schon in vielen Bereichen Alltag ist. Viele Angestellte kennen die Technologie durch ihre Arbeit: Die Hausausweise in zahlreichen Unternehmen funktionieren durch Davorhalten von Karten. In den meisten Hotels öffnen sich Zimmertüren durch das Anhalten einer Karte. Und auch Carsharing-Anbieter setzen auf Nahfeldkommunikation.

In vielen Geschäften in Deutschland ist das Bezahlen mit NFC auch schon möglich, also ohne die Karte in einen Kartenleser stecken zu müssen. Ob Ihre Karte NFC unterstützt, können Sie an dem „Kontaktlos“-Symbol erkennen, das an das Symbol für WLAN erinnert, bei dem aber die Funkwellen in eine andere Richtung zeigen, nämlich nach Rechts. Auch viele Smartphones unterstützen bereits NFC.

Ein wichtiger Vorteil von NFC: die Geschwindigkeit. Das Bezahlen dauert nicht einmal eine Sekunde.

Mythos 1: Ich bezahle aus Versehen im Vorbeigehen und bekomme das nicht mit.

Das kann nicht passieren.

Die Fakten: Um mit Ihrem Handy zu bezahlen, müssen Sie bis auf wenige (max. 4) Zentimeter an ein Kassenterminal herankommen. Zudem muss das Terminal genau in diesem Moment aktiviert sein. Beim mobilen Bezahlen müssen Sie zudem mindestens den Sperrbildschirm Ihres Smartphones aktivieren. Unwahrscheinlich, dass das alles gleichzeitig passiert, ohne, dass Sie es merken. Auch kann sich das Terminal immer nur mit einer Karte oder einem Smartphone gleichzeitig und nur für einen kurzen Augenblick austauschen. So ist es nahezu ausgeschlossen, dass Sie versehentlich eine Verbindung aufbauen.

Wenn Sie Wert auf mehr Sicherheit legen, können Sie außerdem einstellen, dass Sie nur bezahlen können, wenn Sie Ihr Smartphone mit einem Code, Ihrem Fingerabdruck oder mittels Gesichtserkennung entsperren oder sogar erst, wenn Sie die App öffnen. Ein Abbuchen „im Vorbeigehen“ ist somit nahezu unmöglich.

Mythos 2: Handy weg – Geld weg. Es können unzählige Zahlungen bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe getätigt werden.

Das stimmt nicht, denn auf dem Handy ist kein Geld „gespeichert“ und Sicherheitsmechanismen minimieren die Missbrauchsgefahr.

Die Fakten: Wenn Sie Ihr Smartphone verlieren, sollten Sie genau das Gleiche tun wie beim Verlust einer physischen Karte: Melden Sie sich umgehend bei uns und lassen Sie Ihre digitale Karten sperren. Das Gute: Ihre Plastikkarten können Sie trotzdem weiterhin nutzen.

Ja, es stimmt, man kann bis zu 25 Euro ohne Abfrage einer PIN bezahlen. Es gibt aber diverse Sicherheitsmechanismen, die in so einem Fall eingreifen. Aus Sicherheitsgründen kann mit der Karte nur eine bestimmte geringe Anzahl an Transaktionen unter 25 Euro ohne PIN getätigt werden. Ist diese Anzahl erreicht, wird automatisch die PIN abgefragt. Zusätzlich gibt es auch eine Obergrenze, bis zu welcher Summe Zahlungen ohne PIN getätigt werden können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die genaue Anzahl der Transaktionen und die Höhe der Summe hier nicht öffentlich kommunizieren können, um Missbrauch zu vermeiden.

Wenn trotzdem mit dem Handy verfügt wurde, müssen Sie bei der Polizei Anzeige erstatten und damit bei uns Schadensersatz beantragen.

Mythos 3: Kein Internet – kein Shopping

Wieder ein Irrtum. Mobiles Bezahlen ist nicht an eine Internetverbindung geknüpft.

Die Fakten: Sie können bis zu zehn Mal mit Ihrem Handy zahlen, ohne, dass Sie im mobilen Internet oder im WLAN sind. Auch wenn Sie im Laden offline sind, ist das Bezahlen trotzdem möglich. Jedes Mal, wenn Sie wieder mit dem Internet verbunden sind, wird die Anzahl der möglichen Transaktionen wieder auf zehn hochgesetzt. Mitzählen müssen Sie dafür nicht. Sie erhalten rechtzeitig eine Push-Nachricht, sobald nur noch wenige Zahlungen möglich sind.

Mythos 4: Mobiles Bezahlen belastet mein Prepaid-Guthaben oder meine Handyrechnung

Weit gefehlt. Sie zahlen immer mit Ihrem Girokonto.

Die Fakten: Um die App „Mobiles Bezahlen“ zu nutzen, hinterlegen Sie einmalig Ihre Sparkassen­Card. Der Einkauf mit dem Smartphone funktioniert dann so, wie mit der „physischen“ Karte auch. Das heißt, die gezahlten Beträge werden wie gewohnt von Ihrem Konto abgebucht.

Mythos 5: Beim mobilen Bezahlen werden Daten abgegriffen

Nein, das ist falsch. Mobiles Bezahlen ist sehr datensparsam.

Die Fakten: Sie möchten Ihren Einkauf. Der Händler ihr Geld. Damit das auch ankommt, müssen Daten ausgetauscht werden – es sei denn, Sie zahlen bar. Für jede Transaktion mit Ihrer Karte werden jedoch nur die Daten übermittelt, die für die Zahlung unbedingt nötig sind. Nicht mehr, nicht weniger. Persönliche Daten wie Name oder Adresse sind dafür nicht notwendig. Sie werden also auch nicht übermittelt.

Generell gilt: Das Bezahlen mit dem Smartphone ist sehr sicher. Es gelten die gleichen Sicherheitsstandards, die auch beim kontaktlosen Bezahlen mit der Sparkassen­Card oder der Sparkassen-Kreditkarte greifen.

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