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Planspiel Börse: Erfahrungsbericht und Tipps für die richtige Strategie

veröffentlicht am 3. Dezember 2020

Planspiel Börse: Erfahrungsbericht und Tipps für die richtige Strategie

Wie spielen andere Teams? Haben Sie eine Strategie und wenn ja, geht diese auch wirklich immer so auf wie geplant? Tillmann Wehner aus der 9. Klasse des Käthe-Kollwitz-Gymnasium hat die Erfahrungen seines Teams mit dem Planspiel Börse für Euch aufgeschrieben.

Ich habe dieses Jahr das erste Mal am Planspiel Börse teilgenommen. Anfangs dachte ich, das kann ja nicht so schwer sein. Mit etwas Glück werde ich mit meinem Team schon saftige Gewinne erzielen. Doch falsch gedacht. Die ersten zwei Wochen waren wie eine Achterbahnfahrt, erst hoch und dann steil runter. Ich gebe zu, so war das nicht geplant. Mein Team und ich brauchten eine Strategie.

Wir beschlossen mit Smallcaps (Aktien von kleinen Unternehmen) zu handeln, welche eine hohe Volatilität (hohe Kursschwankungen) hatten. Wir versuchten diese möglichst günstig einzukaufen und für einen höheren Preis zu verkaufen. Dabei setzten wir nur auf drei Aktien. Das sorgte für ein größeres Risiko aber auch für eine größere Gewinnchance. Anfangs sank unser Depotwert auf 44.782 Euro. Wir machten über 10% Verlust. Zu dem Zeitpunkt waren wir auf Platz 318 in Berlin. Jedoch stiegen die Kurse innerhalb von nur zwei Tagen um knapp 15% an und wir waren plötzlich Platz 27 – dank der US-Wahlen und der Ankündigung eines Impfstoffes von Biontech und Pfizer.

Beim Planspiel Börse lernten wir, größere Summen eigenständig zu investieren und wie unberechenbar der Markt sein kann. Teilweise sinken Aktienkurse ohne plausible Erklärung. Manchmal steigen die Kurse auch urplötzlich. Es macht jede menge Spaß mit den anderen Gruppen zu wetteifern, vor allem wenn es darum geht, wer das bessere Team in der Klasse oder in der Schule ist.

Meine Tipps sind:

  1. Informiere dich über die Firmen, in die du Investieren willst. Wenn eine Aktie günstig erscheint, kann es daran liegen, dass es dem Unternehmen nicht gut geht. Gründe können schlechte Quartalsberichte und Umsätze sein oder sogar Skandale, wie z. B. Bilanzmanipulation (Wirecard), Datenleck (Facebook), Abgasskandal (VW) oder ein Gesundheitsskandal (Bayer/Monsanto). Oft steigen Kurse auch nach Ankündigung neuer Produkte (Apple), an Tagen wo das Geschäft besonders gut läuft, wie Black Friday (Amazon) oder nach Ankündigungen von Fusionen (Vereinigung von mindestens zwei Unternehmen).
  2. Bewahre Ruhe! Wenn eine Aktie um 5% sinkt und es keinen Skandal gibt, solltest du nicht verkaufen. In den meisten Fällen steigt die Aktie wieder an. Eine Aktie aus meinem Depot ist um 12% gesunken. In der nächsten Woche stieg sie jedoch um 21%. Wenn ich sie nicht gehalten hätte, würde ich jetzt ganz schön doof aus der Wäsche gucken.
  3. Denk an die Gebühren. Immer wenn du Aktien kaufst und verkaufst musst du Gebühren zahlen. Achte also darauf, dass es sich auch lohnt.
  4. Entwickle eine Strategie. Du handelst sicherer, wenn du eine Strategie hast. Überlege dir, wann du Aktien kaufst/verkaufst und wie dein Depot aufgeteilt werden soll.
  5. Halte dich an deine Strategie! Oft ist es verlockend von seiner Strategie abzuweichen. Doch dabei passieren die meisten Fehler.

Eins darfst du jedoch nie vergessen, du hast nur 11 Wochen Zeit. Das ist nicht sehr viel. Daher gehört immer auch etwas Glück dazu!

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