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Preisträger des Roman Herzog Preises steht fest

eingestellt von Tanya Zlateva am 26. November 2018 | Kategorie: Gut für Berlin

Die Berliner Sparkasse und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband haben zum zweiten Mal gemeinsam den Roman Herzog Preis verliehen. Die Preisverleihung im Max Liebermann Haus stand im Zeichen von Eigenverantwortung, Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt. In diesem Jahr ging dieser an den Ackerdemia e.V., der sich mit Konzepten und Initiativen für mehr Bewusstsein im verantwortungsvollen Umfang mit der Natur und die Wertschätzung von Lebensmitteln einsetzt.

Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wurde vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband zur Verfügung gestellt. „Der Preis ehrt Menschen, die es als Teil ihrer persönlichen Freiheit empfinden, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen und die dies mit ihrer ganzen Leidenschaft tun“, so Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes.

Aus insgesamt 42 Bewerbungen wählte die Jury die drei Finalisten aus. „An diesem Abend gibt es nur Gewinner. Das unermüdliche und mutige Engagement der drei Finalisten ist für die Gesellschaft und damit für uns alle von unschätzbarem Wert“, sagte Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse. Die beiden anderen Finalisten, der RambaZamba e.V. und der TINCON e.V., erhalten von der Berliner Sparkasse jeweils 5.000 Euro.

Der Preis wurde 2017 zu Ehren von Roman Herzog ins Leben gerufen, der über viele Jahre Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse, war. Er hat die Stiftung maßgeblich geprägt und zu dem gemacht, was sie heute ist und für die Menschen und die Kultur dieser Stadt leistet. Gewürdigt werden damit Berliner Projekte oder Initiativen, die Unternehmertum wirkungsvoll mit gesellschaftlichem Engagement verbinden und sich in besonderer Weise für die Weiterentwicklung der Gesellschaft und deren Zusammenhalt stark machen. Darüber hinaus sollen die Projekte das Potenzial haben, aufgrund ihres Vorbildcharakters in die gesamte Bundesrepublik auszustrahlen.

Die Finalisten

1. Ackerdemia e.V. – Nachhaltiger Konsum durch ein ganzheitliches Verständnis für Umwelt und Lebensmittelproduktion

Ackerdemia e.V. entwickelt Konzepte, um das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umfang mit der Natur und die Wertschätzung von Lebensmitteln nachhaltig zu fördern. Unter dem Motto „Ackern schafft Wissen“ wurde 2014 das Bildungsprogramm GemüseAckerdemien in 57 Berliner Kindergärten und Schulen initiiert.

Das Programm verbindet Landwirtschaft, Konsumverhalten, Ernährung, Nachhaltigkeit, Umwelt und Bildung. Die Kinder lernen die Herkunft von Lebensmitteln kennen und entwickeln einen Bezug zu Natur und Landwirtschaft. Im Rahmen des Programms bauen die Kinder auf ausgewählten Ackerflächen in Schul- und Kitanähe selbstständig verschiedene Gemüsearten an und übernehmen Verantwortung für den Acker. Dazu werden umfangreiche, innovative Bildungsmaterialien zur Verfügung gestellt. Die Initiative fördert eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Essgewohnheiten und unterstützt viele der von der Bundesregierung verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele. Die Kinder, aber auch Lehrkräfte, Erzieher und Eltern werden zu einer gesünderen Lebensweise angeregt und für das Thema Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum sensibilisiert. Darüber hinaus erhalten die Kinder einen Einblick in die Arbeit landwirtschaftlicher Betriebe.

Der Verein will mit seinem Konzept Schulen und Kindergärten in der gesamten Bundesrepublik erreichen. Ziel ist, dass das Lernen mit und in der Natur in allen Fachrichtungen des Bildungsalltags ankommt.

2. RambaZamba e.V. – Mit inklusiver Theaterarbeit gesellschaftliche Barrieren abbauen

RambaZamba e.V. ist Träger des 1991 ins Leben gerufenen RambaZamba Theaters. Das interdisziplinäre Theaterlabor forscht und experimentiert zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Themen. Es arbeitet seit seinen Anfängen mit Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Behinderung zusammen, fördert die nachhaltige Veränderung der Theaterwelt und gilt weltweit als Vorreiter der inklusiven Theaterarbeit.

Essentieller Bestandteil der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten auf und hinter der Bühne. Denkstrukturen und Normen der Gesellschaft in Bezug auf den Umgang mit Menschen mit Behinderung im professionellen Theater sollen verändert werden. Der Verein setzt sich für eine Gesellschaft ohne Grenzen und Vorurteile zwischen Menschen ohne und mit Behinderung ein. Um hier die vorhandenen gesellschaftlichen Barrieren weiter zu senken, plant das Theater in Zukunft neben Menschen mit einer Behinderung auch Menschen ohne Behinderung fest in das Ensemble aufzunehmen.

3. TINCON e.V. – Jugendliche an der Weiterentwicklung der Gesellschaft teilhaben lassen

Seit 2016 führt der ein Jahr zuvor gegründet TINCON e.V. die gleichnamige erste regelmäßige Jugendkonferenz zum Thema Digitalisierung in Berlin durch. Mittlerweile wird diese auch in Hamburg abgehalten, im nächsten Jahr folgt Düsseldorf.

An drei Tagen bietet die TINCON etwa 1.000 Jugendlichen ein Format, um wichtige gesellschaftliche Themen ihrer Lebenswelt wie die Digitalisierung in Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden zu besprechen. Ziel ist es, die Jugendlichen zu inspirieren, zu motivieren und zu befähigen, die Gesellschaft mitzugestalten. Die Konferenz will einer jungen, demografisch unterrepräsentierten Generation so zu mehr Selbstvertrauen, besserer Vernetzung und vor allem mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Gleichzeitig soll die Partizipation der Jugendlichen in politischen und gesellschaftlichen Belangen gefördert werden.

Durch die mediale Nachbereitung regt die TINCON die Jugendlichen auch außerhalb der Veranstaltung dazu an, sich zu beteiligen, ihre Meinung zu äußern und sich für eine Weiterentwicklung der Gesellschaft stark zu machen.

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