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Quinoa Bildung erhält den Roman Herzog Preis 2019

Quinoa Bildung erhält den Roman Herzog Preis 2019

Laudator und Vorjahrespreisträger Christoph Schmitz von Ackerdemia e.V. machte es am 5. November im Max Liebermann Haus bis zur letzten Sekunde spannend. Als er dann den Umschlag öffnete und Quinoa Bildung als Träger des Roman Herzog Preises 2019 bekannt gab, war der Jubel riesig. Gegründet wurde Quinoa Bildung 2013 im Berliner Brennpunktbezirk Wedding und setzt sich seither für chancengerechte Bildung ein.

„Wir gucken auf die Ressourcen, nicht auf Defizite“, sagte Ulrike Senff, als sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schülern der Quinoa-Schule den Roman Herzog Preis in Empfang nahm.

Aber auch die anderen beiden Finalisten, Silbernetz e.V. und Straßenkinder e.V., freuten sich über die Wertschätzung, die ihnen und ihrer Arbeit an diesem Abend zuteilwurde.
Eine Jury hatte sie zuvor unter 40 Bewerbern ausgewählt. Auch wenn sie sich um sehr unterschiedliche Zielgruppen kümmern, eint die drei Finalisten, dass sie auf sehr innovative Weise ein soziales Problem nachhaltig lösen. Das Publikum war jedenfalls von allen Initiativen gleichermaßen begeistert.

Nur Gewinner und keine Verlierer

Frau Baronin Alexandra von Berlichingen, Helmut Schleweis (DSGV) und Dr. Johannes Evers (Berliner Sparkasse) zusammen mit allen Finalisten: Straßenkinder e. V., Sibernetz e. V., Quinoa Bildung gGmbH.

Das galt auch für Dr. Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse, und Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). In ihrer Ansprache fanden sie aber nicht nur für die drei Finalisten anerkennende Worte, sondern für jeden der sich in irgendeiner Form für die Gesellschaft engagiert.

Zum dritten Mal vergaben DSGV und Berliner Sparkasse gemeinsam den Preis. Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wurde vom DSGV zur Verfügung gestellt, je 5.000 Euro für die zweitplatzierten kamen von der Berliner Sparkasse. Es gab an dem Abend also nur Gewinner.

Auch Bianca Richardt, Jurymitglied und Leiterin des Bereiches Stiftungen der Berliner Sparkasse, war beeindruckt: „Ich bin dankbar, dass es viele, viele Menschen in Berlin gibt, die tatkräftig mit Herz und Ideen relevante Themen aufgreifen, bewegen und so unsere Gesellschaft für Chancengerechtigkeit und Zusammenhalt mitgestalten.“ Sie und alle anderen, die an diesem Abend ins Max Liebermann Haus gekommen waren, waren sich einig, dass man dieses Engagement gar nicht genug wertschätzen kann.

Die Finalisten

Quinoa Bildung gGmbH  wurde 2013 im Berliner Brennpunktbezirk Wedding gegründet und versteht sich als Vorbild für Schulen in schwieriger Lage. Unter dem Motto „Quinoa schafft Anschluss“ ermöglicht die Initiative auch sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen einen Schulabschluss. Das Programm wird an der staatlich anerkannten Quinoa-Schule umgesetzt und orientiert sich speziell an den Bedürfnissen dieser Jugendlichen, eröffnet ihnen Zukunftsperspektiven und gibt ihnen die Chance auf selbstbestimmtes Leben. Mit Erfolg: Mit ihrem Konzept schafft es die Quinoa-Schule, dass 20 % mehr Schülerinnen und Schüler Ihren Schulabschluss erhalten als im Gesamtbezirk Mitte im Jahr 2018.

 

Silbernetz  e.V. wurde 2016 gegründet und ist der Träger des Projektes Silbertelefon. Mit dem Anliegen „Gegen Einsamkeit im Alter“ vorzugehen entstand eine Hilfs- und Kontakthotline für ältere Menschen. Im Mittelpunkt des Engagements steht das Thema „Einsamkeit“. Oft wissen gerade ältere Menschen nicht, welche Unterstützung sie erhalten können oder finden keinen Zugang zu modernen Medien. Genau da setzt das dreistufige Angebot von Silbernetz an. Am Telefon stehen täglich 14 Stunden lang Ehrenamtliche zur Verfügung und bilden so die Brücke für einen Weg aus der Isolation.

 

Aus einer ehrenamtlichen Initiative entstand im Jahr 2000 Straßenkinder  e.V. Mit dem Grundsatz „Kinder stark machen“ hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen zu helfen, die in Berlin auf der Straße leben. Seine Arbeit erstreckt sich dabei auf drei Bereiche: die Straßensozialarbeit, den Betrieb des Kinder- und Jugendhauses „BOLLE“ sowie die Integrationsarbeit. Damit erreicht der Verein heute täglich bis zu 200 Kinder, Jugendliche und deren Familien – für eine möglichst unbeschwerte Kindheit und faire Perspektiven für die Zukunft.

 

Der Roman Herzog Preises wurde 2017 zu Ehren von Roman Herzog ins Leben gerufen, der über viele Jahre Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Brandenburger Tor war und die Stiftung maßgeblich geprägt hat. Geehrt werden Berliner Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise für die Weiterentwicklung der Gesellschaft und deren Zusammenhalt stark machen. Sie haben darüber hinaus das Potenzial, Vorbild für die gesamte Bundesrepublik zu sein.

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