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Robo-Advisory – so funktioniert die digitale Geldanlage

eingestellt von Tanya Zlateva am 11. Oktober 2018 | Kategorie: Service

Robo-Advisory – so funktioniert die digitale Geldanlage

Robo-Advisory ist in aller Munde. Die ersten Robo-Advisor entstanden 2010 in den USA. Heute listet Google zu dem Begriff bereits mehr als 400.000 Treffer. Das durch Robo-Advisor gemanagte Vermögen weltweit wird sich laut einer Deloitte-Studie auf bis zu 3,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 erhöhen – Tendenz steigend. Für das Jahr 2025 geht das Institut von einem Vermögen in Höhe von 16 Billionen US-Dollar aus. Aber was sind Robo-Advisor und lohnt sich die digitale Geldanlage für jedermann?

Robo-Advisory – was ist das?

Robo-Advisor sind Programme, die eine zum Teil oder vollständig automatisierte Vermögensverwaltung ermöglichen. Durch das digitale Wealth Management, also die umfassende Finanzplanung, sollen der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand für Geldanlagen gesenkt und der Nutzen für den Kunden erhöht werden. Außerdem sehen Experten in der Robo-Advisory die Chance, die emotionale Komponente aus der Vermögensverwaltung herauszunehmen. Der Roboter kann unter Umständen eine bessere und vor allem objektivere Anlageentscheidung treffen als der Mensch, so die Annahme. Die dem Robo-Advisor zugrunde liegenden Algorithmen basieren auf der Portfolio-Theorie und verwalten in der Regel ein Portfolio mit unterschiedlicher Gewichtung in Anleihen-, Aktien-, Geldmarkt- und Mischfonds. Mithilfe eines umfangreichen Fragebogens werden beim Kunden Vorerfahrungen mit Wertpapieren sowie die Risikoneigung, Wünsche und Vorlieben abgefragt. Diese fließen in die Analyse ein und der Robo-Advisor schlägt ein oder mehrere Fonds vor, die für den Kunden infrage kommen. Der große Vorteil der Robo-Advisory: Der Aufbau und die Wartung sind für den User durch die automatisierten Abläufe weniger komplex und zeitaufwendig.

Für wen eignet sich der Robo-Advisor?

Robo-Advisor sind gerade für die jüngeren Generationen, die mit digitalen Technologien aufgewachsen sind, die sogenannten Digital Natives, interessant. Denn die gesamte Vermögensverwaltung findet hier online oder in der dazugehörigen App statt. Zahlen und Daten werden übersichtlich in Diagrammen oder Grafiken dargestellt und sind schnell einsehbar. Durch die rein digitale Nutzung reduziert der Robo-Advisor den bürokratischen Aufwand für das Managen des Portfolios. Zudem eignet sich Robo-Advisory gut für das Anlegen von kleinen Summen. So sind bei bevestor, dem Robo-Advisor der Sparkassen, bereits Anlagesumme in Höhe von 25 Euro im Monat möglich.

Der passende Anbieter für die individuellen Bedürfnisse

Nicht nur in den USA wächst der Markt für Robo-Advisory rasant. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 20 Dienstleister sowohl aus der Fintech- als auch aus der Bankenbranche, die eine automatisierte Vermögensverwaltung oder zumindest Beratung anbieten. Wer sein persönliches Wealth Management automatisieren möchte, sollte sich vorab gründlich über die Anbieter und ihre Fonds informieren. Folgende Fragen helfen bei der Auswahl eines geeigneten Robo-Advisors:

• Investiert der Robo-Advisor in Indexfonds und ETFs oder in aktiv gemanagte Fonds?
• Gibt es ein aktives Risikomanagement bzw. einen Anlageschutz?
• Wie hoch sind die Gesamtkosten inkl. Fondskosten?
• Wer sind die beteiligten Unternehmen? Sind diese solvent und bieten eine hohe Sicherheit?
• Sind neben Einmalzahlungen auch monatliche Sparraten möglich und in welcher Mindesthöhe?
• Ist der Vertrag monatlich kündbar?

Ersetzt der Robo-Advisor den Finanzberater?

Anlageberater versuchen seit jeher Investments so zu systematisieren, dass eine objektive Prognose und eine positive Rendite möglich sind. Robo-Advisor folgen diesem Trend und sind aus dem Wealth Management nicht mehr wegzudenken. Für die Zukunft erwarten Experten eine gewisse Konsolidierung des relativ neuen Marktes in Deutschland. Mit der steigenden Akzeptanz unter privaten Anlegern wird das durch Roboter verwaltete Kapital auch in Deutschland deutlich anwachsen. Laut einer Statista-Umfrage gehen Branchenexperten davon aus, dass der deutsche Robo-Advisory-Markt von rund 1,5 Milliarden Euro heute auf 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2022 ansteigen wird.

Natürlich brauchen private Anbieter auch in Zukunft ein Anlagekonzept, das sich gut in ihr Leben und in ihre individuelle Vermögenssituation fügt. Die umfassende Vermögensberatung wird also weiterhin eine Aufgabe des Menschen bleiben. Die Maschine kann dennoch Teil des Gesamtkonzeptes sein. Viele Finanzberater nutzen die regelbasierte Anlagestrategie der Roboter inzwischen, um ein umfassendes Portfolio für ihre Kunden zu erarbeiten.

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Kommentare


Markus (RoboAdvisor Portal) schreibt am 24.01.2019 um 09:00 Uhr:

Hallo, ein sehr guter Artikel, der einen leicht verständlichen Einstieg in die Welt der digitalen Geldanlage bietet. Jedoch möchte ich dem Punkt widersprechen, das Robo-Advisor insbesondere für die Digital Natives, eben einer jüngeren Generation besonders interessant seien. Aktuelle Umfragen und Studien belegen, dass sich gerade diese Zielgruppe bei Investments mittels Robo-Advisor eher zurückhält. Es mag sein, dass Robo-Advisor vordergründig für diese Zielgruppe besonders geeignet erscheinen, jedoch zeigt sich dies noch nicht in entsprechenden Auswertungen von Nutzer-Profilen. Vielmehr zeigt sich, dass insbesondere diejenige Anlegerschaft, welche sich nicht um das Thema Investment und Kapitalanlage kümmern möchte (oder vielleicht auch Angst vor Fehlentscheidungen aufgrund nicht ausreichenden Wissens hat) von Robo-Advisor Angeboten angesprochen fühlt. Und zwar alters-unabhängig. Beste Grüsse, Markus