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Stricken für das Kiezkonto Neukölln

eingestellt von Tanya Zlateva am 14. Dezember 2018

Marianne Poseck strickt schon ihr ganzes Leben lang und seit einigen Monaten auch für einen guten Zweck. Die ehemalige Lehrerin hat lange nach einer Möglichkeit gesucht, junge Menschen zu unterstützen und ihnen dadurch eine bessere Zukunft zu ermöglichen und hat diese rein zufällig in der Rudower Filiale der Berliner Sparkasse gefunden.

Dort verkauft sie ihre handgefertigten Wollsocken und spendet den Erlös an das Kiezkonto Neukölln. Das gesammelte Geld geht dem Mentoringprojekt „Netzwerk Schülerhilfe Rollberg“ zugute, eine Mischung aus Nachhilfe- und Patenprojekt, das sich für die nachhaltige Förderung von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfremden Familien einsetzt. Knapp 450 Euro sind bisher aus der Initiative von Marianne Poseck zusammen gekommen. Wir haben uns mit der 82-jährigen Berlinerin in der Filiale in Alt-Rudow getroffen, um mehr über ihre Motivation zu erfahren, uns für ihr Engagement persönlich zu bedanken und ihre Weihnachtskollektion in der von ihr persönlich eingerichteten Vitrine zu bewundern.

Frau Poseck, wie kamen Sie auf die Idee, für das Kiezkonto Neukölln zu stricken?
Als ich im März in der Sparkassenfiliale vorbeikam, um Überweisungsträger zu holen, wurde dort gerade ein neues „Kiezregal“ aufgebaut. Die Filialleiterin Frau Fluck hat mir die Idee dahinter kurz erklärt: Man wolle über Neuigkeiten aus der Region informieren, aber auch lokalen Händlern, Vereine und Institutionen sowie auch Künstlern aus der Nachbarschaft eine Fläche bieten, ihre Angebote, Initiativen und Projekte vorzustellen. Ein Beispiel war das Kiezkonto Neukölln.

Und dann habe ich ihr erzählt, dass ich stricke und ganz viele fertige Socken zu Hause habe. Diese wollte ich schon lange auf dem Markt verkaufen und mit dem Geld Kinder und Jugendlichen unterstützen. Ich bin aber schon zu alt, um auf den Markt zu stehen und habe es bisher nicht geschafft, das in die Wege zu leiten. Dann kam die Idee, die Socken in die Filiale auszustellen und das Geld über das Kiezkonto dem Verein Morus 14 und dem Netzwerk Schülerhilfe zur Verfügung zu stellen. Auch wenn ich mich aus gesundheitlichen Gründen nicht aktiv im Verein engagieren kann, kann ich so etwas Gutes tun und mit meinen Gedanken dabei sein.

Was kostet ein Paar Socken?
Zwischen 5 und 10 Euro, je nach Größe. Es sind echte Wollsocken. Am Anfang habe ich mehr Erwachsenensocken gehabt, habe dann angefangen auch Kindersocken zu stricken, da sie sehr beliebt sind und sehr schnell verkauft werden. Ich wurde auch gefragt, ob ich Pulswärmer stricke. Ich habe welche gemacht und die waren auch sofort weg. Für die Sommermonate werde ich dann ein anderes Material als Wolle anschaffen.

Wie viele Söckchen schaffen Sie an einem Tag?
Je nachdem wie viel Zeit ich habe und wie groß die Sachen sind. Ich stricke abends beim Fernsehen. Kleine Kindersöckchen schaffe ich an einem Abend und sonst brauche ich manchmal länger – zwei oder drei Abende. Wenn jetzt die Nachfrage steigen würde, würde ich nicht mehr hinterherkommen. (lacht)

Kann man Sie irgendwie unterstützen?
Ich kann mir vorstellen, dass mich Wollhersteller oder Fachgeschäfte mit Material unterstützen könnten und freue mich, wenn meine Idee auch andere Leute ansteckt und ähnliche Aktionen woanders gestartet werden.

Was wollen Sie den Leuten zu Weihnachten wünschen?
Zufriedenheit, Frieden, Gesundheit und dass sie freundlich miteinander umgehen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filiale in Rudow freuen sich, dass die Initiative von Marianne Poseck so gut ankommt und sie das neue Filialkonzept dadurch gleich mit Leben füllen konnten. „Vielleicht sind wir ein kleines Start-up unter den Filialen und können auch andere Kolleginnen und Kollegen inspirieren, solche Aktionen auszuprobieren“, wünscht sich Susanne Fluck, Leiterin des PrivatkundenCenters Alt-Rudow.

Auch der Verein Morus 14 ist vom Engagement der alten Dame sehr angetan. Er nutzte die Gelegenheit, sie persönlich zu einem Besuch einzuladen, damit sie sich vor Ort ein Bild davon machen kann, was mit ihrem Geld passiert und die Kinder und Jugendlichen kennenlernen kann, die sie unterstützt.

Wer nicht stricken kann und es nicht nach Rudow schaffen wird, aber gerne in die Zukunft junger Menschen investieren will, kann jederzeit eine Spende zugunsten des Kiezkontos Neukölln machen:

Kiezkonto Neukölln
Stiftung Berliner Sparkasse – von Bürgerinnen und Bürgern für Berlin
IBAN: DE21 1005 0000 0190 7075 93

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