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Study-Tipps: So kommst du erfolgreich durchs Online-Semester – Teil 1

eingestellt von Fabian Girschick am 14. November 2020

Study-Tipps: So kommst du erfolgreich durchs Online-Semester – Teil 1

 

Seit dem letzten Semester hat sich an den deutschen Unis und Hochschulen so einiges verändert: Vorlesungen fanden größtenteils online statt, neue Prüfungsformen wurden eingeführt und der persönliche Kontakt zu Mitstudierenden und Lehrenden wurde auf ein Minimum reduziert.

Während dies für einige mehr Flexibilität und Freiraum bedeutete, hatten andere mit fehlender Motivation und Zeitproblemen zu kämpfen. Schließlich kam die Situation völlig überraschend und niemand konnte sich so wirklich darauf vorbereiten.

Um dir für das Wintersemester 2020/2021 einige Tipps mit an die Hand zu geben, haben wir unserem ehemaligen Juniorprofessor Dr. Daniel Fürstenau von der Freien Universität Berlin ein paar Fragen zu seinen Erfahrungen gestellt.

Bei den Antworten unterstützt wurde er von Kristina, einer studentischen Mitarbeiterin in seiner Arbeitsgruppe.

Ihr Fazit: Wie haben Sie das vergangene „Corona-Semester“ erlebt? Waren die Online-Vorlesungen sehr herausfordernd oder vielleicht sogar eher gewinnbringend?

Prof. Dr. Daniel Fürstenau: Durch das Online-Semester wurde vieles, was bisher online nicht möglich war, plötzlich doch umgesetzt. Man hat gelernt, sich schnell umzustellen und durch digitale Formate orts- und zeitunabhängiges Lernen sowie stärkere Flexibilität ermöglicht.

Kristina: Ich habe das Format der Online-Vorlesung als gute Alternative zur gewohnten Präsenzveranstaltung wahrgenommen. Einer der wesentlichen Vorteile war sicherlich, dass man sich Videos öfters anschauen konnte, wenn man etwas nicht verstanden hat. Gleichzeitig war man aber auch gezwungen, sich selbst zu motivieren, um sich die Lernmaterialien überhaupt anzusehen. Für einige meiner KommilitonInnen war es zudem ziemlich schwierig, sich zu konzentrieren, u. a., weil sie zu Hause keinen ruhigen Arbeitsplatz hatten und man daheim leicht abgelenkt wurde. Da sich die Uni schnell angepasst hat, hat die Qualität aber nicht sonderlich gelitten.

Welche Rückmeldungen haben Sie von Studierenden bzgl. der Online-Vorlesungen erhalten? Waren diese eher positiv oder negativ gestimmt? Mit welchen Problemen hatten diese zu kämpfen?

Prof. Dr. Daniel Fürstenau: Hervorgehoben wurde die Möglichkeit, orts- und zeitunabhängig zu arbeiten. Schwieriger ist es dahingegen, sich in Projektgruppen zu organisieren, gerade wenn man sich noch nicht kennt. Das war für alle erst mal ein Lerneffekt. Über die Zeit wird es dann vielleicht sogar komfortabler, weil durch Videokonferenzen Fahrtwege und Fahrtzeiten wegfallen. Zu kämpfen hatten einige mit der Eigenmotivation, welche für den Lernerfolg aber unabdingbar ist.

Kristina: Insgesamt empfand ich die Online-Vorlesungen als positiv. Ich finde, dass dieses Format auch „nach“ Corona mehr in die Lehre integriert werden sollte, da sie den Studierenden mehr Freiheit und Flexibilität bietet. Aufgrund von Nebenjob, Kind oder weit entferntem Wohnort, ist es für viele Studierende sicherlich besser, nicht immer in die Uni fahren zu müssen. Allerdings war der Workload gefühlt größer als sonst, was ich mir mit der eigenständigen Arbeit erkläre.

Welche Tipps können Sie an Studierende geben, um sich selbst zu disziplinieren/organisieren? Woraus können Studierende, Motivation für das „Selbst-Studium“ schöpfen?

Prof. Dr. Daniel Fürstenau: Es hilft sich feste Zeiten zu setzen und vielleicht motiviert man sich sogar, indem man befreundete Kommilitonen fragt, ob man das zur gleichen Zeit machen will. Für manche Studierende ist es auch gut, sich nochmal klarzumachen, was genau an Workload in einem Kurs drinsteckt. Oft sind die Kursbeschreibungen und ECTS-Punkte wirklich hilfreich.

Kristina: Ich habe versucht die Videos zu einigermaßen regelmäßigen Zeiten anzuschauen, damit nichts auf der Strecke bleibt. Es kann auch hilfreich sein, (handschriftliche) Notizen währenddessen anzufertigen, wie man es ja auch in der richtigen Vorlesung machen würde. Für ein schweres Modul haben wir dieses Semester eine Online-Nachhilfegruppe gegründet. Wir haben uns jede Woche per Zoom getroffen und die Inhalte nochmal durchgearbeitet. Das war eine super Vorbereitung für die Klausur. Weil man den ganzen Tag über zuhause ist, sollte man auch genug Pausen einplanen, damit der Tag nicht zu eintönig wird. Also mal eine Kaffeepause mit den Mitbewohnern einlegen, im Park joggen gehen, etc. Mit genügend Abwechslung bleibt man eher motiviert.

Kommenden Samstag präsentieren wir dir dann Teil 2 unseres Interviews. Darin verraten dir Prof. Dr. Daniel Fürstenau und Kristina, wie man sich die Zeit am besten einteilt und wie man bei Fragen auf DozentInnen zugehen kann.

 

Wie waren denn deine Erfahrungen mit dem Online-Semester? Und hast du vielleicht ebenfalls Tipps an andere Studierende? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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